Yakumo Q8M Power64 XD im Test: 64 Bit für unterwegs

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Christoph Becker
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Fazit

Trotz einiger Negativfaktoren fällt unser Fazit zum Yakumo Q8M Power 64 recht positiv aus, so lange die Mobilität die Länge des Stromkabels nicht überschreitet. An diesem Punkt liegt das größte Problem Yakumos, denn ist man auf den Akku angewiesen, taktet der Athlon 64 Mobile 3000+ nur noch mit 800 MHz, begnügt sich im Gegenzug allerdings mit einem weitaus geringeren Stromverbrauch. Mobilität? Ja, aber mit weniger Leistung. Betrachtet man die Ergebnisse unserer Benchmarks einmal genauer, fällt jedoch unweigerlich auf, dass dieser Prozessor auch noch mit dieser geringen Taktfrequenz absolut zum Arbeiten und selbst zum Spielen ausreicht. Letzteres nicht zuletzt dank der schnellen ATi Mobility Radeon 9600 mit 64 MB Texturspeicher, die neben einer Kompatibilität zu DirectX 9 auch eine gute Rohleistung mit sich bringt. Der bereits im Lieferumfang enthaltene DVD-Brenner (der zwar nur den „-“-Standard aber dafür DVD-RAM unterstützt) ist ebenso als sehr positiv zu bewerten wie der zweite Akku, der eine kumulierte Laufzeit von über sechs Stunden ermöglicht. Allerdings muss man so während der Arbeit eine kurze Pause einlegen, da sich beide Akkus leider nicht parallel betreiben lassen. Hätte der Hersteller den nicht wesentlich teureren DDR400-Speicher verbaut, wäre das Notebook im Endeffekt sogar noch bis zu fünf Prozentpunkte schneller gewesen. Alles in allem ist auch die Verarbeitung des Notebooks und die Tastatur lobend hervorzuheben. Ob man das Design mag oder nicht, bleibt Jedem selber überlassen, schließlich ist dies ja bekanntlich Geschmackssache.

Wie alles im Leben hat leider auch das Yakumo Q8M Power 64 seine schlechten Seiten. So ist das recht hohe Gewicht sicherlich eine davon. Mit fast vier Kilogramm Lebendgewicht ist es bei Weitem nicht leicht und dürfte für den einen oder anderen lahmen Arm sorgen. Betrachtet man die massive Heatpipe-Apparatur, die zur Kühlung des Athlon 64 Mobile 3000+ eingesetzt wird, kann man sich über dieses Gewicht allerdings kaum mehr wundern. Die 85 Watt TDP des Athlons im Netzbetrieb wollen schließlich im Zaum gehalten werden. Trotz des großen Kühlers wird der verbaufte Lüfter im Betrieb nicht sehr laut. Auch unter Volllast ist dieser nur als ein leises Säuseln zu hören - die Heatpipe und der massive Kupferkühlkörper leisten gute Arbeit. Ein weiterer Kritikpunkt unsererseits ist das verbaute Display. Dieses ist zwar 15" groß, unterstützt aber nur eine maximale Auflösung von 1024x768 Pixeln. Bei Notebooks sieht man eine solch geringe Auflösung eher selten, zudem fehlt es dem Display an einem guten Blickwinkel.

Fazit: Yakumo gelang mit dem Q8M Power 64 der Spagat zwischen einem außerordentlich leistungsfähigen Desktop-Replacement-Notebook und einem ausreichend leistungsfähigen, mobilen Arbeitsgerät, nicht zuletzt dank des Athlon 64 Mobile 3000+. Die Eierlegende Wollmilchsau ermöglicht der Prozessor leider (noch) nicht.

Yakumo Q8M Power 64 XD
Yakumo Q8M Power 64 XD

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