nVidia GeForce 6600 GT für AGP im Test: Die Unterschiede zu PCI Express beleuchtet

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Christoph Becker
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Temperatur

Alle Messungen der Temperatur wurden außerhalb eines Gehäuses vorgenommen. Das Auslesen der Werte übernahm für uns der RivaTuner, der die Fähigkeit besitzt, Werte über einen längeren Zeitraum aufzuzeichnen. Die Werte im Idle-Modus erzielten wir nach zehnminütigem Betrieb auf dem Windows-Desktop, der Last-Werte entstanden nach einem kompletten 3DMark03-Durchlauf (alle vier Gametests).

Temperaturmessung
  • Idle (Windows):
    • GeForce 6600 GT
      42
    • GeForce 6600 GT (PEG)
      43
    • Radeon X800 XT "PE"
      44
    • GeForce 6800
      53
    • GeForce 6800 GT
      54
  • Last (3DMark 03):
    • GeForce 6800
      67
    • GeForce 6600 GT
      69
    • GeForce 6600 GT (PEG)
      70
    • GeForce 6800 GT
      77
    • Radeon X800 XT "PE"
      78
Einheit: °C

Gut zu erkennen ist, dass die GeForce 6600 GT - sowohl das Modell für AGP sowie auch das für PCI Express - vor allem im Idle-Modus einen kühlen Kopf bewahrt. Hier kann sie die größeren Schwestern ganz klar distanzieren; dies wohl nicht zuletzt auch dank eines 2D-Takts von nur 300 MHz. Unter Volllast sieht dies hingegen schon wieder ganz anders aus. Hier machen dem Chip die 500 MHz Taktfrequenz zu schaffen, die der 6600 GT eine um drei Grad höhere Durchschnittstemperatur bescheren. Die GeForce 6800 profitiert hier wohl von ihrem Chiptakt, der nur bei 325 MHz liegt. Auch hier bleibt abzuwarten, wie sich die Retail-Karten schlagen werden, denn nicht jeder Hersteller übernimmt nVidias Referenzdesign.

Zusätzlich lässt sich noch sagen, dass nVidias HSI-Chip - die Brücke zwischen NV43-Chip und AGP-Slot - unter Last sehr heiß wird und dementsprechend passiv gekühlt werden muss. Wem seine Haut also lieb ist, der sollte tunlichst nicht den Finger zu lange auf diesen legen.

Übertaktbarkeit

Im Gegensatz zur GeForce 6800 (NV40) lässt sich die Leistung der GeForce 6600 GT nur über den Takt von GPU und Speicher erhöhen, da der NV43 über keine deaktivierten Pipelines verfügt. Inwieweit das speziell bei der von Haus aus ziemlich hoch getakteten GeForce 6600 GT ohne weiteres möglich ist, sei dahingestellt - große Sprünge dürften jedoch nicht mehr zu vollbringen sein, auch wenn der Chip dank 110 nm breiter Strukturen nicht ganz so heiß wird. Von dem mit zwei Nanosekunden spezifizierten Speicher der GeForce 6600 GT ist beim AGP-Modell, sollten Speicher und Taktraten im Handel unverändert bleiben, mit ziemlicher Sicherheit noch etwas mehr zu erwarten; er arbeitet mit 450 MHz gut 50 MHz unter dem Limit. Der mit 3,6 ns spezifizierte Speicher der GeForce 6600 hat ebenfalls noch Luft nach oben. Mit der PCIe-Version der GeForce 6800 wird das Freischalten der restlichen vier Pipelines übrigens entfallen, da der neue NV41 generell nur zwölf Pipelines besitzen wird.

nVidias NV43
nVidias NV43