ATi Radeon X850 XT Platinum Edition im Test: Herrschaftswechsel auf dem Papier

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Christoph Becker
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Sonstiges

Lautstärke

Die Lautstärke einer Grafikkarten ohne teure Messgeräte zu begutachten, war schon immer ein Tanz auf dem Drahtseil. Wir wollen deswegen lieber Vergleiche mit anderen Karten angeben, um auch näher an der Praxis zu bleiben. Alle unsere Angaben beziehen sich auf Grafikkarten, die wir nicht in einem Gehäuse betrieben haben.

Bei der Radeon X850 XT Platinum Edition entstanden bereits vor dem Launch unzählige Gerüchte bezüglich der Lautstärke dieser Karte. Die Aussagen reichten dabei von einem Extrem ins andere, wobei sich vielerorts die Angst breite machte, dass ATi nVidia nacheifern und von der eigenen Maxime, möglichst leise Grafikkarte zu entwickeln, abrücken könnte. Allerdings können wir diesbezüglich Entwarnung geben, denn das, was ATi hier entwickelt hat, kann uns durchaus überzeugen. So produziert die X850 auch unter Last kaum mehr Störgeräusche als dies auch schon eine Radeon X800 XT tat. Beide Grafikkarten befinden sich also auf einem etwa identischen Niveau, was die Lärmbeläsitgung angeht.

Treiber

Grundsätzlich hat sich mit dem uns vorliegenden Treiber gegenüber dem Catalyst 4.11 nicht viel getan. Vordergründig steht eigentlich nur die Unterstützung der neuen Radeon X850-Karten auf der Habenseite des Catalyst 4.12 (in unserem Falle einer speziellen Beta ohne WHQL-Zertifikat). Schaut man sich den Treiber einmal genauer an, zeigt sich jedoch, dass ein nicht zu unterschätzendes, neues Feature hinzugekommen ist. Dieses hört auf den Namen „Overdrive 3“ und ist nach der ersten Realisierung dieses Bonus' auf der Radeon 9800 XT und der Radeon X800 XT die dritte - nomen est omen - Inkarnation.

Catalyst 4.12 - Overdrive 3
Catalyst 4.12 - Overdrive 3

Und so hat sich dann doch einiges getan. In erster Linie wäre da wohl die Möglichkeit, den Speichertakt manipulieren zu können, zu nennen. Dies war mit früheren Overdrive-Version nicht möglich. Zudem kann man nun endlich selbst Hand an die Taktraten des Chips und des Speichers legen und so das Optimum aus der Grafikkarte herauskitzeln. Zudem unterstützt „Overdrive 3“ einen Automatikmodus, der ganz allein die maximalen Taktraten der vorliegenden Grafikkarte ermittelt (oder besser: ermitteln soll). Dieser Vorgang dauert allerdings ein paar Minuten und ist leider nicht immer von Erfolg gekrönt - dazu aber später mehr. Ähnliches bietet der Rivatuner schon seit langer Zeit.

Catalyst 4.12 - Overdrive 3