Des Rätsels Lösung zu Intels „VIIV“-Marke

Gerüchte gab es schon lange, nur wusste nie jemand außerhalb Intels heiligen Hallen mit den Vorzeichen etwas anzufangen. Die Rede ist von Intels durchaus ominösen neuen Marke „VIIV“, die man sich nun in den USA erneut hat sichern lassen; dieses Mal mit einem neuen Logo. Derweil kommen immer neue Information zu dieser an den Tag.

So hatte man sich bereits Ende des vergangenen Jahres „Intel Inside VIIV“ und „Intel VIIV“ markenrechtlich schützen lassen. Was genau dahinter steckte, wollte Intel allerdings bis heute nicht verraten. Man hielt sich überaus bedeckt. So ging man vormals davon aus, dass Intel das neue Logo für die Dual-Core-Prozessoren oder die 64-Bit-Erweiterung „EM64T“ nutzen könnte. Die vergangenen Monate zeigten allerdings, dass dem offenbar nicht so war und Intel sich „VIIV“ für etwas Anderes aufzusparen scheint.

Intels „VIIV“-Logo | Quelle: US-Patent- und Markennamen-Amt
Intels „VIIV“-Logo | Quelle: US-Patent- und Markennamen-Amt

Und genau an diesem Punkt setzen neue Gerüchte an. So soll Intel angeblich mit dem neuen Logo in Zukunft besondere PCs zertifizieren, die im allgemeinen auf den Einsatz in Wohnzimmer zur Darstellung von Multimedia-Inhalten und im speziellen zur Wiedergabe und Editierung von Videos etc. gedacht sind. Der „VIIV“-Aufkleber soll dem Kunden also zukünftig verraten, dass in diesem PC ein Prozessor und Chipsatz von Intel arbeiten sowie dass dieser mit der passenden Software für den Einsatz im persönlichen Heimkino ausgestattet ist. Im Gespräch sind hier Programme zur Wiedergabe von Musik und Filmen, zur Aufzeichnung von TV-Sendern sowie solche zur Bewältigung anderer im Wohnzimmer anfallender Aufgaben.

Mit einer offiziellen Einführung der neuen „VIIV“-Kampagne rechnet man in Branchen-internen Kreisen am morgigen Donnerstag.

Update

Soeben hat Intel in San Francisco auf dem dort stattfindenden Intel Developer Forum „VIIV“ als offizielle Marke präsentiert. Dieses Logo soll in Zukunft – wie bereits vermutet – nach Intels Willen PCs schmücken, die besonders für den Bereich „digital home“ ausgelegt sind. Eingeführt werden soll diese bereits im ersten Quartal des kommenden Jahres. Ausgesprochen wird „VIIV“ übrigens wie „Vive“.

IDF 2005: Intel präsentiert „VIIV“
IDF 2005: Intel präsentiert „VIIV“
IDF 2005: Intel präsentiert „VIIV“
IDF 2005: Intel präsentiert „VIIV“

Als Grundlage dient stets ein Dual-Core-Prozessor sowie ein dazu passender Chipsatz von Intel. Ebenfalls ein Desiderat für die VIIV-Plattform ist das Vorhandensein einer Fernbedienung sowie einer Funktion Namens „Quick Resume“, die es ermöglichen soll, das System ohne zeitaufwendigen Boot-Vorgang zu starten. Als Betriebssystem wird die „Media Center Edition“ von Windows XP zum Einsatz kommen. Weiterhin werden diese Systeme in der Lage sein, in Echtzeit Streams umzucodieren. So kann man z.B. Filme auf Geräten gucken, die den ursprünglichen Codec leider nicht unterstützen.

IDF 2005: Intel präsentiert „VIIV“
IDF 2005: Intel präsentiert „VIIV“
IDF 2005: Intel präsentiert „VIIV“
IDF 2005: Intel präsentiert „VIIV“
IDF 2005: Intel präsentiert „VIIV“
IDF 2005: Intel präsentiert „VIIV“