Test: XFX GeForce 7950 GT 570M Extreme (3/27)

Geballte Kraft für einen akzeptablen Preis?
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Impressionen

XFX GeForce 7950 GT 570M Extreme

nVidia GeForce 7950 GT lautet der Name der Grafikkarte, mit welcher die Kalifornier gegen die noch nicht erhältliche Radeon X1950 Pro von ATi antreten möchten. Das Referenzdesign sieht dabei dasselbe Kühlsystem wie auf der GeForce 7900 GT und der neuen GeForce 7900 GS vor. Dementsprechend kommt ein Single-Slot-Kühler zum Einsatz, auf dem ein kleiner Radiallüfter verbaut wird, der unter Last einen hohen Geräuschpegel verursacht. Obwohl nVidia die Lüftersteuerung bei den neuen Modellen überarbeitet hat, ist solch eine Karte immer noch nicht als leise zu bezeichnen und disqualifiziert sich somit für einen Silent-PC.

XFX GeForce 7950 GT 570M Extreme
XFX GeForce 7950 GT 570M Extreme

Umso größer war unsere Überraschung, als wir die XFX GeForce 7950 GT 570M Extreme betrachteten – doch fangen wir zuerst einmal von vorne an. Im Gegensatz zum zierlichen Karton der XFX GeForce 7900 GS nimmt das Pendant der schnelleren Version gleich den drei- bis vierfachen Platz ein. Die Verpackung wirbt dabei zusätzlich mit einem Feature, was die XFX-Entwicklung wahrlich zu etwas besonderem macht: „Total Silent Cooling“ lautet die Aufschrift. Und in der Tat, anstatt eines Lüfters setzt XFX auf eine aufwendige passive Kühllösung, womit der bekannte Hersteller den Titel der schnellsten lautlosen Grafikkarte auf den Markt für sich beantragen kann.

XFX GeForce 7950 GT Rueckseite
XFX GeForce 7950 GT Rueckseite
XFX GeForce 7950 GT Kuehler
XFX GeForce 7950 GT Kuehler
XFX GeForce 7950 GT DVI-Ports
XFX GeForce 7950 GT DVI-Ports

Die Karte weist eine mit der GeForce 7900 GS identische Länge auf und passt problemlos in (beinahe) alle auf dem Markt erhältlichen Gehäuse. Das PCB ist schwarz eingefärbt, wodurch aufgrund des grünen XFX-Logos sowie den ebenfalls grünen DVI-Ports ein schick anzusehender Kontrast entsteht. Die Platine wird auf der oberen Seite von einer „Haltestange“ verstärkt. Dies klingt im ersten Augenblick sinnvoll, kann aber auch schnell zu Probleme führen. Falls die Grafikkarte im Gehäuse verschraubt wird, stellt die Befestigung kein Problem dar. Falls jedoch, wie in unserem Testsystem, spezielle Arretierungen verwendet werden, kann es schnell zu einem Platzmangel kommen.

XFX GeForce 7950 GT Front
XFX GeForce 7950 GT Front
XFX GeForce 7950 GT Heatpipe seitwaerts
XFX GeForce 7950 GT Heatpipe seitwaerts
XFX GeForce 7950 GT Heatpipe
XFX GeForce 7950 GT Heatpipe

Auf der Vorderseite prangt ein großer Kühlkörper aus Aluminium, der die aufkommende Wärme schnell ableiten soll. Um dies zu gewährleisten ist ein Kupferblock eingelassen, der die GPU auf niedrigen Temperaturen halten soll. Zudem wird die Kühlung durch zwei Heatpipes verbessert, die mit einer zusätzlichen Kühlfläche auf der Rückseite verbunden sind. Der 512 MB große GDDR3-VRAM, der von Infineon mit einer Zugriffszeit von 1,4 ns beigesteuert wird, wird von der Kühlplatte bedeckt.

XFX GeForce 7950 GT Slotblech
XFX GeForce 7950 GT Slotblech
XFX GeForce 7950 GT Spannungswandler
XFX GeForce 7950 GT Spannungswandler
XFX GeForce 7950 GT Kuehlloesung
XFX GeForce 7950 GT Kuehlloesung

Auf dem Slotblech sind die zwei üblichen Dual-Link-fähigen DVI-Ports verbaut, die standardmäßig HDCP-kompatibel sind, da nVidia für die GeForce 7950 GT von Haus aus ein HDCP-Key-ROM vorsieht. Zudem kann ein HDTV-Ausgang für den Anschluss an ein Fernsehgerät genutzt werden. Im 2D-Modus taktet sich die XFX GeForce 7950 GT 570M Extreme auf 550 MHz beziehungsweise 700 MHz herunter, was den Referenzvorgaben von nVidia entspricht. Warum man die Taktraten nicht weiter absenkt, ist unverständlich.

Wer mehr Geld ausgibt, bekommt auch eine bessere Ausstattung. Obwohl dies zweifellos nicht bei jeder Grafikkarte der Fall ist, so trifft es auf das XFX-Modell ohne Zweifel zu. Während die Beilagen bei der XFX GeForce 7900 GS 480M Extreme noch eher dürftig waren, sieht es bei der GeForce 7950 GT 570M Extreme um einiges besser aus. Neben zwei DVI-zu-D-SUB- sowie einen Stromadapter legt XFX dem 3D-Beschleuniger noch ein S-Video-Kabel und eine S-Video-auf-YUV-Kabelpeitsche bei. Darüber hinaus findet der Käufer in der Verpackung neben einer Treiber-CD auch das Spiel „Ghost Recon“ vor.

XFX GeForce 7950 GT Speicher
XFX GeForce 7950 GT Speicher
XFX GeForce 7950 GT ohne Kuehler
XFX GeForce 7950 GT ohne Kuehler

Der Preis der Grafikkarte beläuft sich derzeit auf etwa 300 Euro.