S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat im Test: Gelungene Rückkehr ins Sperrgebiet

 4/5
Sasan Abdi (+1)
105 Kommentare

Kämpferisches

KI

Konkrete KI-Verbesserungen lassen sich traditionell schwer feststellen, es sei denn, es handelt sich um frappierende, offensichtliche Unterschiede. Obwohl dies im Vergleich von Clear Sky und CoP nicht der Fall ist, soll an dieser Stelle dennoch die Behauptung gewagt werden, dass die künstliche Intelligenz der NPCs zugelegt hat. Dies gilt vor allem für die befreundeten Stalker-Einheiten, bei denen keine Bewegungsaussetzer mehr beobachtet werden können. Auch die Zeiten, in denen dämliche KI-Schützen den Spielspaß einschränkten, gehören mit CoP der Vergangenheit an.

Die gegnerischen Kreaturen überzeugen dagegen weiterhin mit einem angemessenen Verhalten, sodass es mit Blick auf die KI keinerlei Grund zur Beanstandung gibt.

Ausrüstung

Auch ausrüstungstechnisch hat sich nicht viel verändert: Neben zahlreichen Maschinengewehren und Pistolen russischer und westlicher Bauart samt Aufsätzen wie Schalldämpfern oder Granatwerfern darf der Spieler auch auf nach wie vor effektive Jagdgewehre, Schrotflinten und Scharfschützengewehre zurückgreifen. Auch können unterschiedliche Schutzanzüge aufgelesen werden, die je nach Qualität nicht nur vor Kugeln, sondern bis zu einem bestimmten Grad auch vor Strahlung, Feuer und Elektrizität schützen. Abgerundet wird der Ausrüstungsreigen von Granaten, einem Gerät zum Aufstöbern von Anomalien und darin verborgenen, weitere Vorteile bringenden Artefakten sowie von Medikits, mittlerweile zwingend notwendiger Nahrung, und Verbandszeug.

Ausrüstungstechnisch hat sich kaum etwas verändert
Ausrüstungstechnisch hat sich kaum etwas verändert

Ferner kann man natürlich weiterhin einen Großteil der Gegenstände aufrüsten und sie nach häufiger Benutzung auch reparieren lassen. Dies bietet sich besonders für Waffen und den Schutzanzug an. Während den Waffen beim Mechaniker des Vertrauens Eigenschaften wie eine stärke Durchschlagskraft oder ein geringerer Rückstoß zugewiesen werden können, kann dem Anzug ein verbesserter Schutz gegen Kugeln, Strahlung oder sonstige Gefahren verpasst werden.

Als wirklich angenehme Neuerung können in diesem Zusammenhang vier Quick-Slots genannt werden, die nach Belieben bestückt werden können und komfortabel dazu dienen, wichtige Gegenstände wie Verbandszeug oder Medikit auf eine F-Taste zu legen.

Multiplayer

Die Ausgestaltung des Mehrspieler-Modus' fällt analog zu dem des Hauptspiels aus. Während man keine nennenswerten strukturellen Veränderungen erwarten darf, kann CoP dank einiger neuer Karten mit nun insgesamt 17 Maps aufwarten, auf denen man sich online oder im lokalen Netzwerk in den gängigen Modi Death Match, Team Death Match und Capture the Flag messen kann. Für unbezahlbare Stunden voller Spielspaß sorgt all das zwar nicht, dafür aber für die ein oder andere entspannte Runde nach dem Ende der Kampagne.