Vier H55-Mainboards im µATX-Format im Test: Asus, Gigabyte, Intel und MSI im Vergleich

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Sven Hesse
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Fazit

Vier Kandidaten. Ein Chipsatz. Kein klarer Sieger. So kompliziert kann einfach sein.

Doch bevor wir zur Kaufempfehlung kommen, wollen wir noch ein paar Worte zur Sinnhaftigkeit eines Mainboards im µATX-Format verlieren. Wie die Benchmarks im Vergleich zum letzten Test der P55-Boards zeigen, liegen die Leistungswerte der kompakten Bretter mit ihren großen Brüdern auf annähernd einem Niveau. Ein Vorteil des H55 ist dabei ganz klar die Unterstützung der internen Prozessorgrafik aktueller Clarkdale-CPUs, denn die Verwendung der internen Grafik spiegelt sich sowohl im Stromverbrauch als auch in der Lautstärke des Systems wieder. Sofern mehr Leistung gefordert ist, kann jederzeit eine extra Grafikkarte installiert werden. Alles prima?

Leider nicht ganz. Denn trotz vieler Anschlussmöglichkeiten fehlt es den Boards an kleinen Feinheiten und Details. Für kompakte Office-Rechner oder gar für Multimedia-Rechner im Wohnzimmer ist der H55 allerdings eine sehr gute Wahl. Und welches Board bietet hier den besten Kompromiss?

Das DH55TC von Intel bietet die nötigsten Anschlussarten und es schlägt sich bei den Benchmarks im Allgemeinen recht wacker, doch in beiden Fällen hat die Konkurrenz mehr in petto. Ein großer Minuspunkt des Mainboards sind die mangelnden Einstellungsmöglichkeiten beim Arbeitsspeicher. XMP sowie manuelle Anpassungsmöglichkeiten sind Fremdwörter für das DH55TC.

Durch einen günstigen Preis und viel Anschlussmöglichkeiten kann das Gigabyte H55M-UD2H überzeugen. So bietet es als einziger Kandidat FireWire am Backpanel und einen zusätzlichen DisplayPort. Doch die Kehrseite der vielen Anschlüsse sind mangelnde Kühlmöglichkeiten, gerade bei stattlicher Bestückung ist dies nicht zu verachten. Insgesamt ist die Gigabyte-Platine zwar ein solides Mainboard, doch für einen Sieg reicht es in diesem Vergleich nicht.

Übrig bleiben nun Asus P7H55-M Pro und MSI H55M-ED55. Da sich beide kleinere Fehler erlauben und keines der Mainboards die Konkurrenz gnadenlos hinter sich lässt, fällt die Bestimmung des Siegers schwer. Doch der Titel „Klein aber fein!“ geht in diesem Fall an das MSI H55M-ED55. Es hat dem Asus einen eSATA-Anschluss am Backpanel voraus. Zudem überzeugen die guten Kühlmöglichkeiten und Feinheiten wie der Ein- bzw. Ausschalter. Auch Seiten der Benchmarks liegt das MSI-Board auf den vorderen Plätzen, da der Turbo-Modus stark ausgenutzt wird. Unsere Empfehlung.

Empfehlung (03/10)
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