Verkäufe liegen hinter den Erwartungen

Samsung räumt schwaches Tablet-Geschäft ein

Fragt man einen Tablet-Hersteller nach seinen Verkäufen, bekommt man eigentlich immer die gleiche Antwort: Wir sind zufrieden mit dem Erreichten. Genau diese Frage wurde nun Samsung auf dem Mobile World Congress gestellt.

Die überraschende Erwiderung: Das Geschäft verläuft schlecht. „Ehrlich gesagt sind wir momentan nicht sehr gut auf dem Tablet-Markt.“, so der Samsung-Produktstratege Hankil Yoon. Auch wenn er keine genauen Zahlen nannte, dürfte die Deutlichkeit der Worte Bände sprechen.

Denn üblicherweise verweist das südkoreanische Unternehmen – wie viele – gerne auf neue Absatzrekorde oder die erreichten Marktanteile, so zum Beispiel erst vor wenigen Tagen beim Galaxy S II. Allerdings ist dies nicht das erste Mal, dass Samsung in Bezug auf den Absatz von Tablets Schwächen eingestehen musste.

Schon vor fast genau einem Jahr vermeldete man, dass die Zahl der tatsächlich verkauften Exemplare des Galaxy Tab deutlich von der der ausgelieferten abweichen würde – zwei Monate zuvor hatte man stolz bekannt gegeben, eine Million Geräte abgesetzt zu haben.

Samsungs Eingeständnis wirft jedoch einige Fragen auf, so zum Beispiel die nach der Preispolitik. Denn das Beispiel Kindle Fire zeigt, dass sich auch eher mittelmäßig ausgestattete Geräte verkaufen lassen – wenn der Preis stimmt. Samsung hingegen setzt bei seinen Tablets auf eine Hochpreisstrategie analog zu Apple. Fraglich ist aber auch, wie es bei anderen Anbietern von Android-Tablets aussieht.