Test: 7 CPU-Wasserkühler im Vergleich (14/14)

Wasser marsch! 2.0
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Fazit

Unseren zweiten Vergleich aktueller CPU-Wasserkühlblöcke schließen wir zwar ohne neue Bestmarken bei den Leistungsdaten, jedoch mit einer Vielzahl neu gewonnener Eindrücke guter bis sehr guter Produktkreationen aus der Wasserkühlwelt. Abschließend wollen wir diese kurz und knapp zu den einzelnen Probanden zusammenfassen, weisen dabei aber nochmals darauf hin, dass unsere Messergebnisse aufgrund ihrer Abhängigkeit von der verwendeten Testplattform lediglich als Tendenzen verstanden werden und in anderen Systemen durchaus variieren können.

Fazit: Sieben Wasserkühler im CB-Test
Fazit: Sieben Wasserkühler im CB-Test

Coollaboratory Alpheos
Mit hohen Ambitionen ist Coollaboratory in den Vergleich gestartet. Letztlich belegt der Alpheos in den Punkten Kühlleistung und Durchfluss leider nur hintere Plätze. Daran ändert auch die Verwendung der exotischen Flüssigmetalllegierung Liquid Ultra nicht viel. Hinzu gesellen sich Eindrücke wie die bereits unvorgesehen gehärtete, voraufgetragene Kontaktlegierung sowie die sehr eng konzipierten und daher enorm schwergängigen Anschlussgewinde. Unterm Strich hätten wir gern ein positiveres Fazit zum etwa 55 Euro teuren Neuling aus deutschen Landen vermittelt.

Koolance CPU-370
Müssten wir einen Vergleichssieger küren, so würde dieser auf den Namen CPU-370 hören. Der Wasserkühler aus dem Hause Koolance vereint Kühlleistung auf Spitzenniveau und hohen Durchfluss mit toller Materialqualität und -Verarbeitung. Einzig die dünnen und damit sehr unkomfortabel zu handhabenden Montagestifte wollen uns nicht gänzlich überzeugen. Dafür ist der CPU-370 sowohl zu AMD- als auch Intel-Plattformen kompatibel. Angesichts des hohen Preises von knapp 85 Euro, welcher dem Kühler letztlich unsere CB-Empfehlung kostet, kann man dies jedoch auch erwarten.

Swiftech Apogee HD 4-Port
Der kalifornische Hersteller Swiftech versteht es, die eigenen Produkte durch kleine Besonderheiten in den Interessenfokus zu rücken. Sind es beim Apogee LP die seitlich positionierten Anschlüsse, die eine Low-Profile-Orientierung gestatten, bietet der Apogee HD mit seinem Vier-Port-Design die Möglichkeit als Verteiler im Kühlkreislauf zu fungieren und diesen somit effizienter zu gestalten. Abseits dieser Spezialeigenschaft liefert der Kühler durchaus ansehnliche Leistungsdaten, gute Qualität und ein einfaches Montagesystem. Dass AMD-Anwender für den kostenlosen Erhalt ihres Montagezubehörs beim Hersteller anfragen müssen, wird vermutlich kaum den Verkauf des Kühlers im AMD-Lager ankurbeln. Allerdings wird so der mit etwa 75 Euro bereits nicht sonderlich niedrige Verkaufspreis des Apogee HD zumindest nicht weiter erhöht.

Watercool HK Rev. 3 SE Nickel Black
Watercool hat mit dem Heatkiller 3.0 ohne Zweifel einen ausgezeichneten Wasserblock kreiert. Für welche der zahlreichen Versionen man sich hier entscheidet, ist eine Frage des Geschmacks und natürlich des Preises. Letztlich bieten alle Varianten beste Leistungsdaten, ein ausgezeichnetes Güteniveau und eine vergleichsweise einfache Montage. Dass wir der Nickel-Black-Sonderedition unsere ComputerBase-Empfehlung verwehren, ist lediglich der Tatsache geschuldet, dass der Kühler seinen Mehrpreis in Referenz zur ausgezeichneten LT-Variante aus dem vergangenen Vergleich nicht durch bessere Leistung rechtfertigen kann. Wer sich daran nicht stört, muss knapp 70 Euro für den piekfeinen Watercool-Probanden einplanen.

XSPC Raystorm
Mit seiner durchaus ansehnlichen LED-Akzentuierung könnte der XSPC Raystorm insbesondere Anwender ansprechen, die auch bei ihrem Wasserkühler nicht auf entsprechendes Lichtspiel verzichten wollen. Darüber hinaus präsentieren sich Qualität und Leistung auf einem guten, wenngleich keinem Spitzenlevel. Die Montage geht relativ einfach von statten und auch eine AMD-Variante ist erhältlich. Unterm Strich ist der Raystorm mit einem Anschaffungspreis von etwa 60 Euro jedoch auch kein Schnäppchen.

Ybris Black Sun Acetal Xtreme
Der Black Sun Xtreme der italienischen Firma Ybris hat sich im Test vornehm zurückhaltend und unauffällig präsentiert. Die reine Kühlleistung ist im gesicherten Mittelfeld angesiedelt, die Durchflusswerte gehören hingegen zu den besten. Die Montageform des Intel-Pendants fällt zwar wenig kreativ, aber immerhin funktionell aus und auch die Verarbeitungsqualität stimmt zufrieden. Insgesamt ist der Black Sun eine durchaus ordentliche Wahl, wenngleich es der Exot angesichts seines Preises von etwa 60 Euro gegen die versammelte Konkurrenz nicht leicht haben wird.

Zern PQ-Plus
Mit seinem charmant-rustikalen Retrostil versucht der Zern PQ-Plus Kunden zu akquirieren. Viele Alternativen hat der österreichische Vollmetallkühler jedoch auch nicht, denn Kühlleistung und insbesondere Durchfluss gehören nur bedingt zu seinen Stärken. Das ist schade, denn qualitativ merkt man dem PQ-Plus die Liebe des Herstellers zur Metallverarbeitung förmlich an. Überdies ist der Wasserblock bereits ausgesprochen günstig zu erstehen und kostet je nach Kompatibilitätsversion nur 25 bis 35 Euro.

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