Apple bessert eigenen Entwurf nach

Entscheidung über Nano-SIM in den kommenden Tagen

Im Streit um die Einführung einer neuen SIM-Karten-Generation bahnt sich eine Entscheidung an. Gegenüber The Verge verriet das auf die Herstellung von Chipkarten spezialisierte Unternehmen Giesecke & Devrient, dass bereits in den kommenden Tagen die entsprechende Abstimmung stattfinden werde.

Bislang hatte das zuständige Europäische Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) lediglich angekündigt, Mitte Mai eine Mehrheitsentscheidung der Stimmberichtigten, zu denen neben Telekommunikationsunternehmen auch Gerätehersteller zählen, herbeiführen zu wollen. Zur Wahl stehen dabei zwei konkurrierende Vorschläge, die von Apple und mehreren wichtigen Providern auf der einen und unter anderem Nokia, Motorola und Research in Motion auf der anderen Seite forciert werden.

Insbesondere Apple und Nokia hatten dabei versucht, den Vorschlag des jeweils anderen als schlechter darzustellen. Der finnische Handy-Hersteller führte beispielsweise an, dass der Entwurf des US-amerikanischen Konkurrenten nicht den ETSI-Vorgaben entsprechen würde. Apple versprach im Gegenzug, die notwendigen Lizenzen zur Nutzung der neuen Nano-SIM kostenlos zur Verfügung stellen zu wollen.

Laut Giesecke & Devrient hat Apple seinen Entwurf in der Zwischenzeit nachgebessert. Damit soll die Verwendung in nicht kompatiblen SIM-Modulen verhindert oder zumindest deutlich erschwert werden. Ursprünglich sollte bereits Mitte März der Nachfolger der Micro-SIM, die derzeit in Verwendung ist, bestimmt werden. Die Auseinandersetzung hatte allerdings für Verzögerungen gesorgt. Wann genau die ersten Geräte den neuen Chip erfordern, ist noch unklar. Dem Spezialisten zufolge soll dies „sehr bald“ nach der Verabschiedung des neuen Standards der Fall sein.

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