Schräge Lüfter, semi-passiv

Xilences ungewöhnliche XQ-Netzteile erreichen Markt

Xilence schickt die bereits auf der CeBIT präsentierte neuaufgelegte Netzteilserie Xilence XQ nun auf den Markt. Zu den besonderen Merkmalen zählt das ungewöhnliche Design mit zwei schräg montierten Lüftern, der semi-passive Betrieb sowie die laut offizieller Prüfstelle hohe Effizienz.

Da wir auf das ungewöhnliche Kühldesign bereits im Vorfeld näher eingegangen sind, wollen wir uns an dieser Stelle auf die Ausstattung der drei vorgestellten XQ-Modelle mit 750, 850 und 1.000 Watt beschränken. Dabei ist die neue XQ-Serie nicht mit bereits seit langem erhältlichen Modellen der namensgleichen Serie zu verwechseln!

Bei allen Vertretern der Serie kommt ein vollmodulares Kabelsystem zum Einsatz, auch der ATX-Hauptstrang lässt sich somit abnehmen. Es werden die Standards ATX 12V 2.3 und EPS 12V 2.92v sowie die Sicherheitsmechanismen OCP, OVP, SCP, OTP und OPP unterstützt. Die Produktfotos offenbaren, dass die reichlich bestückte Platine unter anderem mit zwei großen Hauptkondensatoren (Typ 105°C), diversen Feststoffkondensatoren, der direkt verlöteten Anschlussplatine sowie schwarzen Kühlkörpern versehen ist. Die 12-Volt-Leitung ist dabei in fünf einzelne Schienen aufgeteilt. Erst ab 20-30 Prozent Belastung sollen die beiden 60-mm-Lüfter anlaufen, bis dahin wird die XQ-Serie passiv gekühlt. Auf der Netzteilrückseite befindet sich zudem eine rote LED, die den bei geringer Last lautlosen Betrieb signalisieren soll.

Während die Modelle mit 850 und 1.000 Watt laut 80-Plus-Platin-Zertifizierung eine Effizienz von mindestens 92 Prozent bei halber Auslastung besitzen, liegt diese beim 750-Watt-Modell noch bei 90 Prozent (80 Plus Gold). Die Zahl der Kabel und Anschlüsse fällt reichhaltig aus, schon das „kleine“ Modell kann mit zwei Strängen mit je zwei PCI-Express-6+2-Pin-Steckern dienen, womit auch vier Grafikkarten im SLI- oder Crossfire-Verbund betrieben werden könnten. Damit wäre man auch bei der Zielgruppe angelangt: Bei Leistungsklassen von 750 bis 1.000 Watt richtet sich Xilence zunächst an Enthusiasten, welche eben diverse stromhungrige Grafikkarten und/oder eine stark übertaktete CPU betreiben. Für die meisten Systeme dürfte die Leistung jedoch erheblich überdimensioniert sein, womit die Effizienz entsprechend sinkt. Laut Xilence sollen aber „kurze Zeit später“ auch XQ-Netzteile mit 550 und 650 Watt folgen.

Die Modelle XQ 750W und XQ 850W sind zu Preisen von derzeit 174 Euro und 184 Euro bei einigen wenigen Händlern verfügbar. Das 1.000-Watt-Flaggschiff soll Anfang Juni folgen.

Video „Xilence XQ Series
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