Trotz Onlinezwang „Dupes“ im Umlauf

Diablo 3: Probleme durch Kopien von Items

Die Verdopplung von seltenen Gegenständen durch Programmfehler, sogenannte „Fälschungen“, waren in Diablo 2 ein großes Problem. Unter anderem deshalb versuchte Blizzard dem mit dem Onlinezwang entgegenzuwirken, was nun offiziell als gescheitert betrachtet werden kann.

Koreanische Spieler von Diablo 3 haben eine Möglichkeit gefunden, sogenannte „Dupes“ von Gegenständen, die die Helden tragen, zu erstellen. Dabei handelt es sich um unrechtmäßige Kopien von den Items. Dies hat man bei Blizzard Korea im eigenen Auktionshaus aufgrund einer hohen Inflation bemerkt und die koreanischen Server deshalb am 11. Juni 2012 vom Netz genommen. Die Auswirkungen sollen nach Informationen eines Mitarbeiters in den Battle.net-Foren gering gewesen sein, nur 0,01 Prozent der gehandelten Items waren demnach „Fälschungen“. Die Server sollen den Spielern in Korea mittlerweile wieder zur Verfügung stehen. Ob auch andere Regionen betroffen waren oder sind, ist leider derzeit unklar.

Dies wirft ein schlechtes Licht auf die Spieleschmiede Blizzard, die am 13. Juni 2012 in Deutschland ihr Echtgeld-Auktionshaus starten möchte, welches gerade mit der höheren Sicherheit gegenüber Betrugsversuchen legitimiert wird. Bis dahin sollte man die Probleme in den Griff bekommen haben, denn hier nimmt Blizzard bei Ausrüstungsgegenständen einen Euro pro Auktion, bei Verbrauchsgegenständen 15 Prozent des Kaufpreises. Da die „Dupes“ ohne Vorankündigung bei Löschwellen verschwinden können, würden ihre Käufer nicht nur Gold, sondern auch echte Währung ersatzlos verlieren. Das (Echtgeld-)Auktionshaus wäre damit keinen Deut besser oder risikoärmer als alternative Handelsplattformen wie etwa Ebay.

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