Hersteller unter Druck

Nokia streicht 10.000 Arbeitsplätze

Bei Nokia laufen die Geschäfte auch nach dem Wechsel auf Windows Phone 7 nicht gerade rund. Nun reagiert der finnische Smartphone-Hersteller: Wie heute bekannt wurde, sollen bis Ende des kommenden Jahres weltweit 10.000 Stellen gestrichen werden.

Betroffen ist auch der 730 Mitarbeiter starke Ulmer Standort für Forschung und Entwicklung, der bereits Ende September dieses Jahres schließen soll. Die in Berlin ansässige, vom Geschäftsfeld her zukunftsträchtige Abteilung für ortsbasierte Dienste ist dagegen wohl nicht betroffen. Zugleich baut Nokia sein Top-Management um, was neue Impulse bei der weiteren Fokussierung auf die Lumia-Geräte-Reihe ermöglichen soll und verkauft überdies die Luxushandy-Marke Vertu an den Finanzinvestor EQT.

Diese Schritte und insbesondere die neuerlichen Entlassungen sind als Reaktion auf einen massiven Kostendruck zu verstehen. Welche Ausmaße dieser angenommen hat, wird beim Blick auf die ebenfalls heute veröffentlichten Quartalszahlen deutlich: Der Verlust beträgt mittlerweile fast eine Milliarde Euro, während der Umsatz im Vorjahresvergleich um 30 Prozent einbrach.

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