Der Foto-Ausrüster will Insolvenz abwenden

Kodak sammelt 793 Millionen US-Dollar von Investoren

Das insolvente Traditionsunternehmen Eastman Kodak Company hat sich von Geldgebern fast 800 Millionen US-Dollar für einen Neuanfang sichern können. Kodak erhofft sich mit dieser Summe im Rücken das Insolvenzverfahren im kommenden Jahr beenden zu können und zukünftig als Druck-Spezialist zu firmieren.

Zu den Geldgebern zählen unter anderem die beiden Kreditinstitute Centerbridge Capital Partners und GSO Capital Partners, die Schweizer Großbank UBS AG und das New Yorker Bankhaus JPMorgan Chase & Co.

Eine Voraussetzung für die Rettung ist allerdings der Verkauf der von Kodak gehaltenen Digital-Foto-Patente für die Summe von nicht weniger als 500 Millionen US-Dollar. Dabei soll es um mehr als 1.000 Patente gehen, deren Wert Kodak selbst auf über 2,5 Milliarden US-Dollar schätzt. Der Beginn der Versteigerung, für die sowohl Google als auch Apple schlagkräftige Allianzen geschlossen hatten, war am 8. August. Es sah zuerst sogar so aus, als ob Apple und Google gemeinsame Sache machten, um eine Bieterschlacht zu verhindern und die Gebote niedrig zu halten.

Die Auktion erzielte jedoch selbst nach Tagen keine für Kodak akzeptablen Gebote und wurde unbefristet ausgesetzt. Kodak gab in der Erklärung zur Einigung mit den Geldgebern bekannt, man sei guter Dinge, jetzt 500 Millionen US-Dollar erlösen zu können.

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