Akquisitionssumme angeblich bis zu 60 Millionen US-Dollar

Google übernimmt Datentausch-App Bump

Neben Intel scheint sich auch Google aktuell auf Einkaufstour zu befinden: Nachdem der US-amerikanische Suchmaschinenbetreiber im Juli dieses Jahres bereits den israelischen Navigationsdienst Waze für rund 1,3 Milliarden US-Dollar übernommen hatte, wird nun die Akquisition von Bump Technologies bekannt.

Dies geht aus einem Eintrag im unternehmenseigenen Blog des Start-Ups hervor. Das Unternehmen wurde von David Lieb, aktuell CEO und Mitgründer von Bump Technologies, sowie mit Hilfe einiger Investoren im Jahr 2008 ins Leben gerufen und konzentriert sich seither auf die Programmierung von iOS- und Android-Apps. Bump Technologies arbeitete dabei unter anderem mit PayPal sowie weiteren Finanzinstituten respektive -dienstleistern zusammen.

Bump auf iOS
Bump auf iOS
Bump auf iOS
Bilder: Bump Technologies

Bekanntheit erlangte das Unternehmen jedoch erst durch die gleichnamige App für Android und iOS, mit der Nutzer durch ein kurzes Zusammenstoßen zweier Smartphones Kontakte, Bilder und ähnliche Daten zwischen den beiden Geräten transferieren können. Dabei wird nicht etwa wie bei NFC-basierten Programmen – wie beispielsweise „Android Beam“ – eine Verbindung über die drahtlose Kommunikationstechnologie hergestellt, sondern Information beider Smartphones an Server von Bump übertragen.

Diese erkennen beispielsweise anhand von Ortsdaten, dass beide Smartphones sich in unmittelbarer Nähe befinden und beginnen nach einer Bestätigung durch den Nutzer mit dem Datentransfer. Mittlerweile können mit Bump auch Daten auf einen Computer weitergereicht werden, wobei standortbezogene Informationen ebenfalls notwendig sind.

Bump auf Android
Bump auf Android
Bump auf Android
Bilder: Bump Technologies

Des Weiteren bietet Bump Technologies eine eigene Foto-Sharing-Anwendung namens Flock, mit der Nutzer Fotos, die von mehreren Personen beispielsweise während eines gemeinsamen Ausflugs geschossen wurden, in einem zentralen Fotoalbum sammeln und kommentieren können. Beide Apps werden laut Mitgründer David Lieb „zunächst“ wie gewohnt weiterhin funktionieren.

Wie Google sich die Technologien hinter Bump und Flock auf lange Sicht zunutze machen möchte, ist nicht bekannt. Ebenfalls unklar ist, wie viel Geld Google für das Start-Up-Unternehmen bezahlt hat. Laut einem Bericht von AllThingsD, welcher sich auf eine mit der Transaktion vertraute Quelle beruft, soll sich die Akquisitionssumme auf zwischen 30 und 60 Millionen US-Dollar belaufen.

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