Windows 10 für Spieler im Test : Mehr Geschwindigkeit auch ohne DirectX 12

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Windows 10 für Spieler im Test: Mehr Geschwindigkeit auch ohne DirectX 12

Windows 10 ist da und kommt bereits heute bei 16,5 Prozent der Seitenabrufe auf ComputerBase zum Einsatz – Windows 8 brauchte dafür ein halbes Jahr. Aber was haben Spieler von einem frühen Umstieg?

Die wichtigste Neuerung für Spieler ist die API DirectX 12, kompatible Anwendungen gibt es dafür allerdings noch nicht. Damit dürfte der Wechsel von Windows 8 auf Windows 10 derzeit noch so unspektakulär wie der Wechsel von Windows 7 auf Windows 8 ausfallen. Dem ist aber nicht so.

Hintergrund ist die Implementierung des neuen Grafikkartentreibermodells WDDM 2.0, das nicht nur für DirectX 12 notwendig ist, sondern eigene Änderungen bei der Speicherverwaltung von GPUs mit sich bringt. Wie der Artikel zeigt, gibt es für Spieler in Windows 10 deshalb schon heute durchaus die ein oder andere kleine Überraschung.

Benchmarks Windows 10 vs. 8 vs. 7

Sämtliche Testreihen wurden auf dem ComputerBase-Testsystem für Grafikkarten durchgeführt. Als Betriebssysteme kommen jeweils frische Installation von Windows 7, Windows 8.1 sowie Windows 10 mitsamt aller verfügbaren Updates zum Einsatz.

Unter Windows 7 sowie Windows 8.1 sind als Grafikkartentreiber mit dem Catalyst 15.7 beziehungsweise dem GeForce 353.30 die neusten Versionen installiert. Sie funktionieren zwar auch unter Windows 10, doch gibt es für das Betriebssystem mit einem minimal modifizierten Catalyst 15.7.1 und dem GeForce 353.62 etwas neuere Fassungen. Diese werden im Test genutzt.

Testergebnisse in 1.920 × 1.080

Zuletzt gaben sich Betriebssysteme bei der Geschwindigkeit in Spielen nichts. Windows 10 dagegen schafft es auch ohne DirectX 12 sowohl auf AMD- als auch auf Nvidia-Grafikkarten im Schnitt leicht an Leistung zuzulegen. Dabei scheint zu gelten: Je schneller die Grafikkarte, desto größer der Geschwindigkeitsvorteil. Das lässt die Vermutung zu, dass Windows 10 mit dem neuen Treibermodell WDDM 2.0 die CPU ein wenig besser auslasten kann, was schnellen GPUs zu Gute kommt. Die etwas neueren Treiber sind dagegen nicht die Ursache, auch mit älteren Versionen verhält sich Windows 10 genauso.

Die AMD Radeon R9 Fury X arbeitet in der Auflösung 1.920 × 1.080 unter Windows 10 im Durchschnitt zwei Prozent schneller als unter Windows 7 und Windows 8.1. Die GeForce GTX 980 Ti von Nvidia legt zwei Prozent gegenüber Windows 7 zu und drei Prozent gegenüber Windows 8.1. Bei langsameren Modellen schrumpft der Effekt. Zwar ist Windows 10 auch auf einer GeForce GTX 970 und einer Radeon R9 390 flotter als die Vorgänger, die Differenz beträgt aber nur noch ein Prozent.

Ein Blick auf die einzelnen Benchmarks offenbart interessante Details. So machen Grafikkarten von AMD in Ryse: Son of Rome unter Windows 10 einen schier riesigen Sprung nach vorne: Radeon R9 Fury X legt satte 18 Prozent, die Radeon R9 390 satte elf Prozent zu. Auch in Total War: Attila ist der Zuwachs bei der Radeon R9 Fury X mit zehn Prozent beachtlich, in Civilization: Beyond Earth (drei Prozent), Call of Duty (fünf Prozent) und in Evolve (zwei Prozent) sind die Unterschiede ebenfalls messbar.

Auf der GeForce GTX 980 Ti lassen sich derart hohe Zuwächse zwar nicht feststellen, dafür gibt es in fast allen Titeln etwas mehr Leistung. So laufen unter anderem Assassin's Creed: Unity um sieben Prozent Assetto Corsa um sechs Prozent und Bioshock: Infinite sowie Civilization: Beyond Earth um fünf Prozent schneller. Weitere Spiele zeigen ähnliche Leistungssteigerungen auf.

Spiele, die unter Windows 10 spürbar langsamer als mit Windows 7 oder Windows 8.1 laufen, gibt es bei beiden Herstellern nicht zu beobachten.

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