ARK: Survival Evolved: Anforderungen & Fehler trüben schöne Grafik

 3/3
Wolfgang Andermahr
162 Kommentare

Frametimes von Vega 64 und GTX 1080

ARK: Survival Evolved läuft nicht rund, das zeigen auch die Frametimes. Vor allem Grafikkarten von AMD trifft es hart. Die Frametimes der Radeon RX Vega 64 sind sehr unregelmäßig und so fühlt sich das Spiel auch an. Ab und zu hakt richtig störend. Je mehr FPS, desto geringer ist das Problem – los wird man es aber nicht.

Aber nicht nur AMD ist von schlechten Frametimes betroffen, auch Grafikkarten von Nvidia zeigen das Problem. Zwar sind die Frametimes der GeForce GTX 1080 besser als die der Radeon RX Vega, doch gleichmäßig sieht anders aus. In der 25 Sekunden langen Testszene gibt es immer mal wieder größere Frameabstände, die im Spiel auch spürbar sind.

ARK: Survival Evolved – Frametimes, 1.920 × 1.080
0612182430Millisekunden 11002003004005006007008009001.0001.1001.2001.3001.4001.438

Der Grafik-Speicher

Für die höchsten Texturdetails in ARK: Survival Evolved bis inklusive 2.560 × 1.440 sollte die Grafikkarte über 4.096 MB Speicher verfügen. Ab 3.840 × 2.160 ist bei dieser Bestückung jedoch ein Haken zu spüren. Erst mit Grafikkarten mit acht Gigabyte treten die Hänger auch in Ultra HD nicht mehr auf. Die Qualität der Texturen ist als Mittelmaß zu bezeichnen.

Und was ist mit dem Prozessor?

ARK: Survival Evolved benötigt zwar eine sehr schnelle Grafikkarte, aber keinen flotten Prozessor. Genauer gesagt ist es für das Spielerlebnis ziemlich gleichgültig, welche CPU ab einer bestimmten Leitungsklasse im eigenen Rechner steckt. Ab vier Threads macht der Prozessor keinen spürbaren Unterschied aus. Zusätzliche Kerne oder ein hoher Takt bringen zwar noch einen messbaren Schub, aber nichts, was auch nur ansatzweise das Spielgefühl verändert.

Fazit

ARK: Survival Evolved ist technisch ein zweischneidiges Schwert. Einerseits erzeugt die Grafik eine richtig gute Atmosphäre und in manchen Situationen sieht das Spiel wunderschön aus. Anderseits bleibt der Genuss aufgrund der schlechten Performance und der vielen Grafik- und Clipping-Fehler aktuell auf der Strecke: Es gibt quasi im Minutentakt neue Kuriositäten „zu bestaunen“ und wer Full HD verlässt, der braucht sofort einen High-End-Beschleuniger.

Warum die Entwickler ARK: Survival Evolved in diesem Zustand aus dem Early Access genommen haben? Technisch gibt es dafür keine befriedigende Antwort. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Der Titel erfüllt die Ansprüche an eine finale Fassung für die Massen technisch nicht.

Damit sollte jeder sich genau überlegen, ob er zum „fertigen“ ARK: Survival Evolved greift. Es gibt auch andere Survival-Spiele, wenn auch ohne Dinosaurier. Für Fans dieses Titels bleibt es hingegen auch nach der Fertigstellung dabei: Zukünftige Updates müssen Verbesserungen bringen - auch ohne Early-Access-Siegel. Immerhin ist seit der Freigabe am Dienstag bereits der erste Patch erschienen.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.