Computex

X570-Mainboards: Auch ASRock zeigt Platinen und spricht über den Lüfter

Update 3 Wolfgang Andermahr (+1)
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X570-Mainboards: Auch ASRock zeigt Platinen und spricht über den Lüfter

Die Computex ist voller X570-Mainboards. Kein Mainboardhersteller kommt ohne aus. Nach Asus, MSI und Gigabyte hat die Redaktion auch erste Modelle von ASRock in Augenschein genommen und über den dort immer anzutreffenden und immer aktiven PCH-Lüfter gesprochen.

Gleich elf X570-Mainboards zeigt ASRock am Stand auf der Computex, wobei das X570 Aqua, das Flaggschiff-Modell mit Fullcover-Wasserkühler, derzeit nur mit den Eckdaten ausgestellt ist. Bei den tatsächlich ausgestellten Platinen handelt es sich um Modelle unterschiedlicher Preis- und Ausstattungsklassen, die auf die Namen „X570 Steel Legend“, „X570 Taichi“, „X570 Phantom Gaming X“, „X570 Phantom Gaming 4“, „X570 Extreme 4“, „X570 Creator“, „X570 Pro 4“, „X570M Pro 4“ und „X570 Phantom Gaming-ITX/TB3“ hören.

ITX-Mainboard kombiniert Ryzen mit Intel-Boxed-Kühler

Das X570 Phantom Gaming-ITX/TB3 im ITX-Format ist dabei ein ziemlicher Sonderling. Und das liegt nicht am kleinen ITX-Format, das die Ausstattung entsprechend einschränkt. Vielmehr kommt das Mainboard nicht mit dem üblichen AMD-Retention-Modul für Ryzen-CPUs daher, sondern mit Bohrungen für LGA1151-Kühler von Intel. Damit kann zum Beispiel der Boxed-Kühler von Intel auf dem Mainboard mit dem Push-Pin-Mechanismus verbaut werden.

Darüber hinaus soll das X570 Phantom Gaming-ITX/TB3 Thunderbolt 3 über USB Type-C anbieten. Dass das so kommt, darf allerdings bezweifelt werden. Gigabyte hatte zwar auch schon einmal Thunderbolt 3 für eine AMD-Plattform per Add-in-Karte angekündigt, erschienen ist sie aber nie.

Bei ASRock läuft der Lüfter immer

ASRock ist der einzige Hersteller, der sich gegenüber ComputerBase bezüglich der Lüfter geäußert hat, die auf fast allen X570-Mainboards verbaut werden – die einzige bekannte Ausnahme stellt Gigabyte mit dem X570 Aorus Xtreme.

Laut ASRock wird der Plattform-Controller-Hub (PCH) X570 in allen Betriebszuständen sehr warm, auch im Leerlauf. Darum werden die Lüfter bei allen ASrock-Platinen auch durchweg rotieren. Die Lüfter sind zwar temperaturgesteuert, was das für Drehzahl und Lautstärke bedeutet, konnte der Hersteller aber noch nicht verraten.

X570 von weiteren Herstellern wie Biostar und MSI

Neben Platinen von ASRock hat ComputerBase auch weitere X570-Mainboards auf der Computex ausfindig gemacht und fotografiert. Dazu gehören mit „X570 Gaming Pro Carbon“, das „X570 Gaming Edge WiFi“ und das „X570 Gaming Plus“ auch drei Platinen von MSI, drei weitere angekündigte gibt es zur Messe also noch nicht zu sehen. Darüber hinaus gab es noch eine Platine des in Deutschland unbekannten Herstellers Igame und ein erstes Mainboard von Biostar zu sehen.

Update

Und mittlerweile hat sich bei ASrock auch das X570 Aqua gezeigt. Das Mainboard kommt als einziger Vertreter ohne Lüfter aus, was aber schlicht daran liegt, dass neben der CPU auch der Chipsatz per Wasser gekühlt wird. Auf der Rückseite der I/O-Blende fallen darüber hinaus die zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse via Intels Titan-Rige-Chip auf, die als USB Type-C-Stecker ausgeführt werden. Die Serie wird auf 999 Stück limitiert sein und soll 1.000 US-Dollar kosten. Die Preiskrone von MSI mit 777 Euro würde so problemlos zu ASRock wandern.

Update

Nach Gesprächen mit weiteren Mainboard-Herstellern scheint sich heraus zu kristallisieren, dass der Chipsatzlüfter in den meisten Fällen temperaturgesteuert sein wird. Anders als teils im Internet behauptet, konnte oder wollte bis jetzt aber noch keiner bestätigen, dass es einen „Fan Stop“ gibt – der Lüfter also erst ab einer gewissen Last startet und ansonsten bewegungslos bleibt.

Es ist den Herstellern bewusst, dass das Thema in einigen Ländern wie zum Beispiel Deutschland hohe Wellen schlägt. So möchte sich Gigabyte zu dem Thema in Kürze genauer äußern.

Update

ComputerBase hat im Gespräch mit MSI in Erfahrung bringen können, dass sämtliche eigenen X570-Mainboards den Lüfter bei niedrigen Temperaturen anhalten können. Das nennt MSI wie bei den Grafikkarten „Zero Frozr“. Wenn der Lüfter in Betrieb ist, ist dieser zudem temperaturgesteuert. Darüber hinaus soll der Chipsatzlüfter sowohl im BIOS als auch per Windows-Software regelbar sein.

MSI X570 mit Zero Frozr
MSI X570 mit Zero Frozr
MSI X570 mit 2 × 8 Pin
MSI X570 mit 2 × 8 Pin

Anders als die anderen Hersteller verbaut MSI nicht nur einen Acht-Pin- und einen Vier-Pin-Anschluss für die Stromversorgung der X570-Mainboards, sondern gleich zwei Acht-Pin-Anschlüsse. Es soll allerdings bereits ein Acht-Pin-Anschluss ausreichen, damit sämtliche Ryzen-Prozessoren lauffähig sind. Allerdings kann MSI nicht garantieren, dass die CPUs mit einer hohen TDP dann noch stabil laufen. Darüber hinaus soll der weitere Stromstecker vor allem beim Übertakten notwendig sein.

ASRock erklärt LGA1151-Bohrungen auf Mini-ITX-Platine

ASRock erklärte die Bohrungen für Intel-Kühler vor Ort mit der Auslegung auf zehn Phasen sowie dem größeren Chipsatz, so dass das rechteckige Format mehr Schwierigkeiten gemacht hätte als das quadratische von Intel. Auf die Kompatibilität angesprochen, will ASRock an einer QVL arbeiten. Kleinere Top-Blow-Kühler seien wohl kein Problem, doch bei Tower-Lösungen dürften diese schnell auftauchen. Das Novum in dem Bereich muss zum Start deshalb genauer betrachtet werden.

Zusätzlich hat ComputerBase weitere Platinen von MSI und auch die X570-Palette von Gigabyte fotografieren können.

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