OCZ Octane 128 GB im Test: SSD mit Everest als Nachfolger von Barefoot

 4/10
Parwez Farsan
36 Kommentare

AS SSD Benchmark

Der „AS SSD“-Benchmark ist das Werk eines deutschen Programmierers. Er betrachtet wie der Crystal Diskmark verschiedene Leistungsaspekte von SSDs und Festplatten, gibt aber statt der maximal erreichten Werte den Durchschnitt aus mehreren Durchgängen an, wodurch die Ergebnisse eher der Realität entsprechen.

AS SSD Benchmark (sequenziell)
  • sequentiell (lesen):
    • Kingston HyperX 240 GB
      508,09
    • XLR8 Express 120 GB
      507,88
    • Samsung Serie 830 256 GB
      502,30
    • Crucial M4 256 GB
      500,27
    • XLR8 Express 60 GB
      490,68
    • Intel SSD 510 250 GB
      463,02
    • Adata S511 60 GB
      435,75
    • OCZ Octane 128 GB
      414,13
    • OCZ Octane 128 GB (genutzt)
      404,86
    • Intel SSD 320 300 GB
      263,40
    • OCZ Agility 3 240 GB
      211,35
    • MX-DS Fusion 60 GB
      198,60
  • sequentiell (schreiben):
    • Samsung Serie 830 256 GB
      389,14
    • Intel SSD 510 250 GB
      309,98
    • Kingston HyperX 240 GB
      291,20
    • Crucial M4 256 GB
      253,79
    • OCZ Agility 3 240 GB
      240,63
    • XLR8 Express 120 GB
      238,17
    • Kingston HyperX 240 GB (genutzt)
      230,68
    • Crucial M4 256 GB (genutzt)
      215,64
    • Intel SSD 320 300 GB
      212,52
    • OCZ Octane 128 GB
      187,19
    • XLR8 Express 120 GB (genutzt)
      180,76
    • OCZ Agility 3 240 GB (genutzt)
      156,51
    • XLR8 Express 60 GB
      137,64
    • XLR8 Express 60 GB (genutzt)
      107,99
    • Adata S511 60 GB
      88,10
    • Adata S511 60 GB (genutzt)
      75,13
    • MX-DS Fusion 60 GB
      74,10
    • OCZ Octane 128 GB (genutzt)
      63,10
    • MX-DS Fusion 60 GB (genutzt)
      47,85
Einheit: Punkte

Beim sequenziellen Lesen erreicht die Octane rund 414 MB/s. Damit ist sie knapp 100 MB/s langsamer als SandForce-SSDs, was sich in der Praxis jedoch nur in ausgesuchten Anwendungsfällen merklich auswirken dürfte. Deutlich abhängen kann sie allerdings SandForce-Modelle mit asynchronem Speicher, die etwa halb so schnell sind. Beim Schreiben erreicht OCZs Laufwerk maximal 187,19 MB/s – im ungenutzten Zustand. Der Abfall im genutzten Zustand ist dramatisch, mit 63,1 MB/s sind die Transferraten rund zwei Drittel niedriger. Ein flüssiges Arbeiten ist auch so noch problemlos möglich, in bestimmten Fällen kann die Leistung dadurch jedoch merklich niedriger ausfallen.

AS SSD Benchmark (4k)
  • 4k (Lesen):
    • OCZ Octane 128 GB
      21,53
    • Samsung Serie 830 256 GB
      20,72
    • Crucial M4 256 GB
      20,38
    • Kingston HyperX 240 GB
      20,03
    • OCZ Octane 128 GB (genutzt)
      19,74
    • Intel SSD 320 300 GB
      18,33
    • OCZ Agility 3 240 GB
      17,92
    • Adata S511 60 GB
      17,77
    • MX-DS Fusion 60 GB
      17,39
    • XLR8 Express 120 GB
      17,03
    • Intel SSD 510 250 GB
      16,84
    • XLR8 Express 60 GB
      16,16
  • 4k (Schreiben):
    • Kingston HyperX 240 GB
      68,33
    • Crucial M4 256 GB
      55,72
    • MX-DS Fusion 60 GB
      55,58
    • Samsung Serie 830 256 GB
      53,65
    • XLR8 Express 60 GB
      51,42
    • XLR8 Express 120 GB
      48,47
    • Adata S511 60 GB
      48,37
    • OCZ Agility 3 240 GB
      47,39
    • MX-DS Fusion 60 GB (genutzt)
      46,21
    • OCZ Octane 128 GB
      39,88
    • Intel SSD 510 250 GB
      33,57
    • Intel SSD 320 300 GB
      33,09
    • OCZ Octane 128 GB (genutzt)
      24,60
Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Einen Punktsieg gibt es beim zufälligen Lesen 4 KB großer Dateien mit einfacher Queue-Tiefe. Die Octane ist in diesem Test sogar das schnellste Laufwerk und erreicht 21,53 MB/s. Ein umgekehrtes Bild zeigt sich jedoch beim Schreiben, mit 39,88 MB/s landet sie hier fast ganz hinten. Zudem ist auch hier wieder ein deutlicher Leistungseinbruch im genutzten Zustand festzustellen, der die Octane mit 24,6 MB/s auf den letzten Platz versetzt. Bei aller berechtigten Kritik sollte man dabei aber immer im Kopf behalten, dass auch dieses relativ niedrige Ergebnis noch immer um Welten von einer HDD entfernt ist.

AS SSD Benchmark (4k_64Thrd)
  • 4k_64Thrd (Lesen):
    • Samsung Serie 830 256 GB
      285,29
    • Samsung Serie 830 256 GB (genutzt)
      280,32
    • XLR8 Express 120 GB
      188,18
    • Kingston HyperX 240 GB
      174,17
    • Crucial M4 256 GB
      165,73
    • OCZ Agility 3 240 GB
      137,18
    • Intel SSD 320 300 GB
      132,49
    • OCZ Octane 128 GB
      105,88
    • XLR8 Express 60 GB
      98,21
    • Intel SSD 510 250 GB
      81,51
    • OCZ Octane 128 GB (genutzt)
      65,10
    • Adata S511 60 GB
      54,65
    • MX-DS Fusion 60 GB
      52,57
    • MX-DS Fusion 60 GB (genutzt)
      49,80
  • 4k_64Thrd (Schreiben):
    • Kingston HyperX 240 GB
      229,50
    • OCZ Agility 3 240 GB
      210,79
    • Crucial M4 256 GB
      201,73
    • XLR8 Express 120 GB
      189,62
    • Crucial M4 256 GB (genutzt)
      153,56
    • XLR8 Express 60 GB
      131,73
    • Samsung Serie 830 256 GB
      121,83
    • Samsung Serie 830 256 GB (genutzt)
      90,81
    • Adata S511 60 GB
      85,70
    • MX-DS Fusion 60 GB
      72,80
    • Intel SSD 320 300 GB
      60,72
    • OCZ Octane 128 GB
      58,16
    • Intel SSD 510 250 GB
      47,52
    • MX-DS Fusion 60 GB (genutzt)
      43,41
    • OCZ Octane 128 GB (genutzt)
      22,24
Einheit: Megabit pro Sekunde

Der „4K_64Thrd“ zeigt auf, wie gut die SSD mit zufälligen Zugriffen mit einer Größe von 4 KB umgehen kann, wenn sie mit einer Warteschlange von 64 Befehlen bzw. Anfragen von der CPU konfrontiert wird. Hierbei spielt „Native Command Queuing“ (NCQ) eine zentrale Rolle, da damit die eigentlich zufällig über den Speicher verteilten Zugriffe per Software optimiert werden, um einen maximalen Durchsatz zu ermöglichen. Dies wird durch eine Überprüfung und Neuordnung der Befehlskette erreicht. An dieser Stelle sei jedoch darauf hingewiesen, dass eine Warteschlange von 64 Befehlen bei einer SSD in einem Consumer-PC ein unrealistisch hoher Wert ist. In der Regel ist die Länge der Warteschlange irgendwo zwischen 0 und 10, da aktuelle SSDs die Anfragen von der CPU sehr schnell abarbeiten können.

Die Skalierung der Leistung bei längerer Warteschlange ist mittelmäßig. Zwar lässt sie die kleineren SandForce-Laufwerke, die durch die geringere Speicherchip-Anzahl beschränkt werden, sowie Intels SSD 510 hinter sich, die anderen Testkandidaten skalieren jedoch merklich besser.

Auch beim zufälligen Schreiben mit hoher Warteschlange skaliert die Octane in Relation zu den meisten anderen Laufwerken weniger gut und bricht im genutzten Zustand merklich ein. Das Ergebnis ist sogar noch niedriger als beim zufälligen Schreiben mit einfacher Warteschlange im genutzten Zustand. Denkbar wäre, das der Controller bei sehr vielen parallelen Zugriffen nicht mit dem Flashmanagement hinterher kommt.

AS SSD Benchmark (Zugriffszeit)
  • Zugriffszeit Lesen:
    • Crucial M4 256 GB
      0,087
    • Samsung Serie 830 256 GB
      0,093
    • Kingston HyperX 240 GB
      0,096
    • Intel SSD 320 300 GB
      0,098
    • OCZ Octane 128 GB
      0,107
    • OCZ Agility 3 240 GB
      0,112
    • XLR8 Express 120 GB
      0,144
    • OCZ Octane 128 GB (genutzt)
      0,174
    • Crucial M4 256 GB (genutzt)
      0,187
    • Adata S511 60 GB
      0,187
    • MX-DS Fusion 60 GB
      0,200
    • XLR8 Express 60 GB
      0,218
    • Intel SSD 510 250 GB
      0,222
    • MX-DS Fusion 60 GB (genutzt)
      0,285
  • Zugriffszeit Schreiben:
    • Samsung Serie 830 256 GB
      0,062
    • OCZ Octane 128 GB
      0,099
    • Intel SSD 510 250 GB
      0,101
    • OCZ Octane 128 GB (genutzt)
      0,107
    • Intel SSD 320 300 GB
      0,114
    • Kingston HyperX 240 GB
      0,232
    • Adata S511 60 GB
      0,268
    • OCZ Agility 3 240 GB
      0,280
    • XLR8 Express 120 GB
      0,280
    • XLR8 Express 60 GB
      0,289
    • MX-DS Fusion 60 GB
      0,315
    • MX-DS Fusion 60 GB (genutzt)
      0,327
    • Crucial M4 256 GB
      0,417
    • Crucial M4 256 GB (genutzt)
      0,448
Einheit: Millisekunden

Nicht zu beanstanden gibt es bei den Zugriffszeiten. 0,107 Millisekunden beim Lesen sind im oberen Mittelfeld und mit 0,099 Sekunden beim Schreiben konnte die Octane sogar den zweitbesten Wert erzielen.

Da die synthetischen Benchmarks jedoch nur bedingt Aufschluss darüber geben, wie die Leistungsunterschiede in der Praxis aussehen, wollen wir die Laufwerke nun in praxisnäheren Anwendungen auf die Probe stellen, die in Desktopumgebungen vorkommen.