Belegter Speicherplatz auf gebrannter DVD deutlich grösser als Dateigrösse

karl5621

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Hallo

Ich habe eine 25 MB grosse Datei per Rechtsklick -> auf DVD brennen (Windows 10) ohne externes Brennprogramm gebrannt.
Die DVD zeigt jedoch an, dass fast 190 MB belegt sind.

Weiss jemand voran das liegen könnte?
 
Dateisystem?
 
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Die Datei sollte weiterhin die gleiche Größe haben. Auf der DVD geht allerdings mit jedem Kopiervorgang ein Teil der Kapazität für das Anlegen der Session verloren. Man sollte also die Anzahl an Kopiervorgängen minimieren wenn man eine möglichst hohe Nettokapazität erreichen möchte.
 
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Wenn du sie wieder auf den Rechner kopierst, wird sie wieder die gleiche Größe haben. Der Rest geht für die Session etc auf der DVD verloren
 
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Das Dateisystem ist NTFS (4096 bytes)

Die Datei hat auch auf der DVD eine Grösse von 25 MB, aber wenn ich auf die DVD Rechtsklick -> Eigenschaften anklicke wird fast 190 MB belegter Speicher angezeigt, was mich verwundert hat, da eben nur diese eine 25 MB grosse Datei drauf ist.

Das seltsame ist, dass in einem Tutorialvideo 3 Dateien mit insgesamt 4,5 MB mit derselben Methode, welche ich verwendet habe, gebrannt wurden, die DVD allerdings keine 100+ MB belegten Speicher anzeigt.

Kann der belegte Speicher bei mir also wirklich durch die Session verursacht worden sein?
Und wenn ja, warum dann nicht auch in dem Tutorialvideo?
 
karl5621 schrieb:
Das Dateisystem ist NTFS (4096 bytes)
Das gibt es auf optischen Medien nicht, Daten-DVD wird wahrscheinlich UDF oder das ältere ISO9660.

Poste doch mal Details (Brennprogramm, Modus, Datei, ... und den Link zu dem Video). Vlt hast du ja auch ein komprimiertes Archiv auf die DVD entpackt?
 
eYc schrieb:
Das gibt es auf optischen Medien nicht
Sorry, da hab ich mich wohl vertan. Ich kann es gerade nicht überprüfen, werde die Info dann später nachreichen.

Ich hab eine exe-Datei mit der Windows 10 eigenen Brennfunktion gebrannt, genau so wie in Kapitel 3 dieses Videos

Bei mir kam nur am Anfang die Fehlermeldung, dass ich erst die DVD formatieren müsse, was ich dann per Rechtsklick -> formatieren gemacht habe

Wie man in dem Video sieht, sind nach dem Brennvorgang von 3 Dateien mit insgesamt 4,5 MB weniger als 10 MB auf der DVD belegt.
 
karl5621 schrieb:
Bei mir kam nur am Anfang die Fehlermeldung, dass ich erst die DVD formatieren müsse, was ich dann per Rechtsklick -> formatieren gemacht habe
Dann muss es eine RW gewesen sein, die sich jederzeit wieder komplett löschen, und neu beschreiben lässt (Re-Writable, wiederbeschreibbar). Die sind etwas anders als gewöhnliche CD-Rs und DVD-Rs (Recordable, beschreibbar).
 
Es ist eine DVD-R

Mich hat auch gewundert, dass ich diese formatieren musste.
Ich kann mich nicht erinnern, dass das jemals vorher bei DVD-R notwendig war (ist aber auch schon ziemlich lange her seitdem ich davor etwas auf DVD gebrannt habe)
 
Da täuschst du dich, CD-R oder DVD-R kann man nicht formatieren.

Ich empfehle überhaupt, ein vernünftiges Brennprogramm zu verwenden, anstatt der Windows-Brennfunktion. Die taugt nicht viel, ist zu undurchsichtig, und wenn man nicht aufpasst brennt man mit max. Geschwindigkeit, und hat Fehler 'eingebrannt'.
 
Ich habe diesen Rohling aus einer neuen in Folie versiegelten Verpackung entnommen.
Sowohl auf der Verpackung als auch auf der DVD steht DVD-R.

Vielleicht ist diese Formatierung nur ein Mal am Anfang nötig um das Dateisystem festzulegen.
 
Ich musste noch nie einen DVD-R Rohling formatieren, und bestimmt auch sonst keiner.
Poste doch mal welche Rohlinge das sind, und schau sie dir z. B. mit Imgburn oder Nero InfoTool. Das zeigt auch an, ob Multisession, ob finalisiert oder nicht, und das Dateisystem.

Kann auch sein, dass die Daten auf dem Rohling eine Mindestgröße haben müssen, um die Session ordentlich abschließen zu können, und dass daher etwas "aufgefüllt" wird. Glaube da gab's was - ist nicht wie bei der Diskette. :D
 
Auch wenn es wahrscheinlich nicht mehr relevant ist: Man konnte CDs und DVDs durchaus auch formatieren. Damit konnte dann mittels Incremental Packet Writing, der Datenträger wie ein USB-Stick oder große Diskette verwendet werden, d.h. ohne Mastering-Software konnte man dann einfach über den Explorer Dateien draufkopieren und wieder löschen. Bei den RW-Medien wurde nach dem Löschen der Speicherplatz der Datei wieder freigegeben, bei R-Medien ging das natürlich nicht, sodass die verfügbare Kapaztiät dann immer kleiner wurde, was Packet-Writing nur auf RW-Medien sinnvoll machte. Unter Windows 9x und ich glaube auch noch unter XP war für Incremental Packet Writing immer eine Software erforderlich, die meistens mit einem der Brennprogramme kam (z.B. WinOnCD), später war die Funktion dann in Windows integriert, war dann aber mit der Verbreitung von USB-Sticks obsolet geworden. Das "Formatieren" der optischen Datenträger hat die verfügbare Kapazität auch teils deutlich verkleinert, AFAIR teils um 200MB bei einer CD-RW. Windows 10 hat die Funktion übrigens auch noch integriert, auch wenn ich sie schon lange nicht mehr verwendet habe, daher vermute ich, dass der TE die DVD über den Explorer so formatiert hat.
 
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SilenceIsGolden schrieb:
Bei den RW-Medien wurde nach dem Löschen der Speicherplatz der Datei wieder freigegeben, bei R-Medien ging das natürlich nicht, sodass die verfügbare Kapaztiät dann immer kleiner wurde, was Packet-Writing nur auf RW-Medien sinnvoll machte.
Nein, auch auf RW-Medien wurde der Speicherplatz gelöschter Dateien nicht wieder freigegeben. Man konnte aber am Ende wenn der Platz ausging das RW-Medium löschen und den letzten aktuellen Stand wieder neu draufschreiben. So gewann man den zuvor verlorenen Platz dann wieder.

Ich habe das damals relativ ausgiebig genutzt. Aber nicht mit DVD-RW-Medien sondern mit DVD-RAM. Irgendwann waren für einen sinnvolen Einsatz aber die Medien zu klein.
 
Bezüglich der RW-Medien, bin ich mir da 100%ig sicher, dass der Speicherplatz wieder freigegeben wurde, weil ich das auch eine zeitlang intensiv in Verwendung hatte und weil das Ganze sonst überhaupt nicht sinnvoll nutzbar gewesen wäre. Das war ja gerade der Vorteil von Packet Writing gegenüber dem Brennen mit einer Mastering-Software.
 
SilenceIsGolden schrieb:
weil das Ganze sonst überhaupt nicht sinnvoll nutzbar gewesen wäre.
Auf keinen Fall. Genau dass es eben nicht freigegeben wird macht Sinn. Wenn Du überlegst, wie lange Lesen von einer stark fragmentierten festplatte dauern kann, dann willst Du das nicht auf einem optischen Datenträger erleben. Vor allem nicht, wenn die Geräuschkulisse Dir sagt, dass sich das Laufwerk vor Kopfpositionierungen gleich zerlegen wird.

Es gab ja auch die Möglichkeit Tapedrives als Laufwerk zu mounten. Auch da wurde der Platz von gelöschten Dateien nicht freigegeben. Und man musste halt unter Umständen mit Zugriffszeiten leben, die man schon in Minuten messen konnte.

Manche Dinge die möglich sind haben eben ihr ganz spezielles Nutzungsszenario, und sind nicht immer sinnvoll.

Edit: gerade mal nachgelesen. Das hing wohl davon ab. welche Software man genutzt hat, und wie das Packet-Writing implementiert wurde. Also wird das wohl bei Dir gegangen sein. Bei mir aber definitiv nicht.
 
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