Bestehendes LAN im Haus nutzbar machen

Johoko

Newbie
Registriert
Jan. 2024
Beiträge
5
Hallo zusammen,

ich bin leider technisch nicht besonders bewandert und habe deswegen Probleme mit dem richtigen Setup für meinen Internetanschluss und habe gehofft hier im Forum vielleicht Hilfe bekommen zu können.
Mein Ziel ist es im ganzen Haus WLAN zu haben und die LAN-Dosen (siehe Voraussetzungen) in den einzelnen Zimmern nutzen zu können.

Voraussetzung:
  • Haus mit 3 Stockwerken + Keller (also Keller, EG, 1. OG, 2. OG)
  • Im Keller ist der Internetanschluss (siehe Bild inklusive Verkabelung des Telekomtechnikers…) - die zweite Buchse ist vom vorherigen Nutzer
    603864CB-3887-4C94-9821-B71539F1D60C.jpeg
  • Durch das ganze Haus sind vom vorherigen Nutzer LAN-Kabel gelegt worden, die jeweils in einfachen LAN-Dosen in den Zimmern enden
    8B147934-7AB1-4598-BB8E-93B352D43D09.jpeg
    92F06C28-69E5-4BBC-8F91-155C6F4B6ECE.jpeg
  • Speedport 4 von der Telekom ist vorhanden und wird aktuell genutzt
Problematik:
  • Am Tag, wo der Telekom-Techniker kam, war ich leider nicht da, so dass die Verkabelung jetzt so ist (wenn ich es richtig durchschaue), dass ein LAN-Kabel genutzt wird, damit das Signal vom Internetanschluss im Keller ins 1. OG geschickt wird, wo der Router (Speedport) steht, der dann ganz normal das Signal per WLAN ins Haus verschickt
  • WLAN funktioniert damit im Haus soweit recht gut (wobei es im EG an der Playstation öfter mal zu Ladevorgängen während Streaming kommt), aber die LAN-Dosen funktionieren gar nicht (was nach meinem Verständnis ja auch klar ist, da nur 1 LAN-Kabel genutzt wird, um das Signal aus dem Keller ins 1. OG zu schicken und im ganzen LAN System ansonsten kein Signal „reingeht“)
  • Leider weiß ich nicht, wie genau das Setting vorher aussah, ich weiß nur, dass wohl genau da, wo jetzt auch der Router im 1. OG steht, eine FritzBox stand und dann im EG und 2. OG jeweils ein WLAN-Repeater. Da haben die LAN-Dosen aber funktioniert und ich checke leider nicht, warum das so war, bzw. was ich ändern kann, dass es wieder funktioniert.
Also das ich mit WLAN-Repeatern das WLAN Problem löse ist mir klar, aber mit dem LAN struggel ich noch. Meine bisherige Idee war, dass ich den Router in den Keller stelle und an die „Internet Buchse“ direkt anschließe und dann einen Switch (oder?) zwischen Router und die LAN Kabel packe, so dass das Signal dann per LAN durchs ganze Haus geleitet wird. Würde das funktionieren?
So wirklich glücklich macht mich, falls es überhaupt funktioniert, die Lösung aber noch nicht – gerade weil es vorher ja irgendwie scheinbar anders ging –, da ich mir unsicher bin, ob die Repeater gut genug sind, so dass es auch im 2.OG dann gutes WLAN gibt?! Also den Router im 1. OG zu haben ist vermutlich eigentlich ja eleganter, aber überhaupt keine Ahnung, wie ich das dann mit dem LAN möglich machen soll, gerade da jede LAN-Dose ja nur einen Anschluss hat.

Über Erklärungen, Anmerkungen und Lösungen wäre ich sehr denkbar.
Ich hoffe meine Erläuterung war halbwegs exakt – habe versucht mich bisschen einzulesen und -denken, aber wie gesagt leider so gar nicht meine Materie – wenn es Nachfragen gibt, gerne immer raus damit!

Vielen Dank schonmal im Voraus!!
LG
 
Der Speedport muss vor das Patchpanel (der Kasten mit den orangenen Kabeln).

Das Kabel was dort unten reingeht gehört in den DSL/WAN Anschluss des Routers (Speedport).

Vom Speedport gehst du dann mit Patchkabeln in das Patchpanel und verteilst somit das LAN auf die einzelnen Zimmer. Ist dann im restlichen Haus das WLAN zu schlecht, hängst du in einem der Zimmer einen AccessPoint an die LAN Dose (https://geizhals.de/telekom-speed-home-wlan-40823475-a2554346.html).

1704794455012.png


Wenn du in allen Zimmern LAN benötigst, muss zwischen Speedport und Patchpanel noch ein Switch. 5 Ports genügen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Ja_Ge, acidarchangel, Johoko und 3 andere
Johoko schrieb:
So wirklich glücklich macht mich, falls es überhaupt funktioniert, die Lösung aber noch nicht – gerade weil es vorher ja irgendwie scheinbar anders ging

Das ging auch vorher nur mit Switch, den hat der Vornutzer aber wohl mitgenommen. Du musst die einzelnen Dosen ja irgendwie miteinander verbinden, ansonsten sind das nur einzelne tote Leitungen.

Router in den Keller, dann oben an den LAN-Dosen ggf. Access Points setzen für das WLAN - und die Playsi per Kabel anschließen wirkt auch Wunder ;-)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Johoko
Stimme meinen Vorredner vollumfänglich zu.
Ein kleiner Hinweis/Tipp: stationäre Geräte (die einen LAN Anschluss haben) würde ich immer per Kabel verbinden (vor allem wenn man schon LAN Dosen in den Zimmern hat).
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Johoko
Die LAN-Dosen, die oben ankommen, sind perfekt für den Anschluss von WLAN-Repeatern. Das sollte einfach zu regeln sein.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Johoko
Nicht von Repeatern, sondern Access Points, auch wenn viele Repeater auch eine solche Funktionalität bieten, ist es eine andere Betriebsart und auch prinzipiell andere Geräte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Nitschi66, Johoko, Raijin und 3 andere
Könnte mir vorstellen, dass zwischen Speedport und Patchpanel doch noch ein Switch muss, wenn der Speedport nicht genug LAN-Ports hat. Ich sehe da 7 orange Leitungen am Patchpanel. Werden die alle gebraucht? Hat der Speedport entsprechend viele LAN-Ports?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Johoko
Oh natürlich. Ich war gerade ganz woanders im Kopf. Natürlich müssen es Access Points sein. Das habe ich schon als HIWI an der UNI hier gemacht. LAN-Kabel in den AP und den dann im Nagios anmelden.

Zu Weihnachten habe ich meinen Eltern dann auch WLAN verpasst. Da die Geräte alle einen Fritz vor dem Namen haben, war ich im Geiste wieder beim Anmelden der Repeater in der Fritz!Box.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Johoko
Sehe ich auch so.
Wenn die Anzahl der LAN-Kabel die verbunden werden sollen die Anzahl der LAN-Buchsen am Router überschreiten, dann muss eben ein 20 - 30 Euro Switch noch zwischen Router und Patchpanel gestellt und angeschlossen werden.
Und der Router gehört hier in den Keller, bei Bedarf ein/zwej Access-Points für WLAN noch nutzen und gut ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Johoko
Perfekt. Access-Point hatte ich irgendwo mal gelesen, aber irgendwie nicht richtig verinnerlicht.
Ergibt total Sinn alles.
Wieder was gelernt.

Und ja genau die stationären Geräte, also Playsi und PC wollte ich auch per LAN anschließen, aber das ging bisher ja leider nicht. Aber verstanden, wie ich’s dann jetzt bauen muss. WIrd so gemacht!

Den allerbesten Dank für die super schnellen, gut erklärten und hilfreichen Antwort! :)

LG
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Nitschi66
Sind im Haus Einzeldosen verteilt oder sind das Doppeldosen, die auch beschaltet sind? Wenn letzteres, kann man den Speedport auch da lassen wo er steht - von dort geht das WLAN ja ausreichend, wenn ich das richtig gelesen habe - und von einem der LAN-Ports des Speedport geht man dann in den zweiten Port der Dose und kommt unten im Keller quasi wieder raus. Dort den entsprechenden Port am Patchpanel auf einen Switch und die übrigen Ports des Patchpanels ebenfalls mit dem Switch verbinden.

Wichtig ist dabei nur, dass die Verbindung des Internetanschlusses im Keller, die in den WAN-Port des Speedports geht, nicht in den Switch gesteckt wird, sondern eine reine 1:1 Verbindung von der Anschlussdose ins Patchfeld in den Speedport bleibt. Der Rückweg wie dargestellt ist dann normales LAN und läuft im Keller über den Switch, der es im Rest des Hauses verteilt..

So sähe das in etwa aus:

Code:
Übrige Dosen               D2  D3  D4  D5  D6  D7
Speedport         WAN LAN  |   |   |   |   |   |
EG-Dose D1         L   R
                   |   |   |   |   |   |   |   |
Keller-Patchpanel: 1   2   3   4   5   6   7   8
                  DSL  |   |   |   |   |   |   |
                       |   |   |   |   |   |   |
Keller-Switch:         1   2   3   4   5   6   7   8
 
Leider sind es nur Einzeldosen,
Raijin schrieb:
Sind im Haus Einzeldosen verteilt oder sind das Doppeldosen, die auch beschaltet sind? Wenn letzteres, kann man den Speedport auch da lassen wo er steht - von dort geht das WLAN ja ausreichend, wenn ich das richtig gelesen habe - und von einem der LAN-Ports des Speedport geht man dann in den zweiten Port der Dose und kommt unten im Keller quasi wieder raus. Dort den entsprechenden Port am Patchpanel auf einen Switch und die übrigen Ports des Patchpanels ebenfalls mit dem Switch verbinden.

Wichtig ist dabei nur, dass die Verbindung des Internetanschlusses im Keller, die in den WAN-Port des Speedports geht, nicht in den Switch gesteckt wird, sondern eine reine 1:1 Verbindung von der Anschlussdose ins Patchfeld in den Speedport bleibt. Der Rückweg wie dargestellt ist dann normales LAN und läuft im Keller über den Switch, der es im Rest des Hauses verteilt..

So sähe das in etwa aus:

Code:
Übrige Dosen               D2  D3  D4  D5  D6  D7
Speedport         WAN LAN  |   |   |   |   |   |
EG-Dose D1         L   R
                   |   |   |   |   |   |   |   |
Keller-Patchpanel: 1   2   3   4   5   6   7   8
                  DSL  |   |   |   |   |   |   |
                       |   |   |   |   |   |   |
Keller-Switch:         1   2   3   4   5   6   7   8
Leider sind es nur Einzeldosen.
Ich gehe also davon aus, dass dann der Vorschlag nicht funktioniert?!

Trotzdem danke dir!
 
Bei Einzeldosen funktioniert das so leider nicht oder zumindest nicht ohne Haken. Mit einem LAN-Splitter könnte man das eine 8-adrige Kabel zu der Speedport-Dose quasi in zwei 4-adrige Kabel splitten und so DSL hoch bzw. LAN runter schicken, aber bei 4 Adern wären nur max 100 Mbit/s über dieses "Halbkabel" möglich. Ein potentiell schnellerer Internetanschluss würde im LAN also ausgebremst werden. Solche LAN-Splitter haben daher nur einen sehr begrenzten Nutzen und sind meist eher eine Krücke als dass sie wirklich sinnvoll sind.

Der Umzug des Speedports in den Keller ist daher die deutlich sinnvollere Lösung, bei der du das WLAN aber mit einem AP unterstützen musst. Unterm Strich kann das sogar von Vorteil sein, da die Abdeckung im Haus erhöht wird. Der Speedport im Keller kann den Keller und ggfs Teile des Erdgeschosses versorgen und der AP übernimmt die oberen Stockwerke..
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Johoko und Incanus
Eben auf die Beschriftung der Kabel geschaut. Es gibt 2 Kabel ins Wohnzimmer, Wohnen links ist der 1. wohnen rechts ist Anschluss 7 rechts.
Überlegung: xDSL ins Wz links schalten dort Router hin stellen. Vom Router ein Patchkabel zu wohnen rechts im Wohnzimmer verlegen. Oder umgekehrt. Der 2. Anschluss speist dann die Verteilung. Dort einen 8 Port Switch hin und alle übrigen LAN Ports am Patchpanel anschließen.
Ginge auch beim Dachgeschoss. Dort gibt es auch 2 Anschlüsse offensichtlich in einem Zimmer.
Man kann auch mit Router vom Dachgeschoss aus versorgen. Ist eher besser, weil es kann eine Holzdecke sein und die Wände im Dachgeschoss sind meist dünner. Funktioniert deshalb besser als aus dem Keller heraus. Zumal Versorgungsräume meist direkt hinter Außenwänden liegen, also nicht zentral.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Johoko, Raijin, SaxnPaule und eine weitere Person
Respekt, du hast ja Adleraugen @hildefeuer ! So geht's natürlich auch!
 
hildefeuer schrieb:
Eben auf die Beschriftung der Kabel geschaut. Es gibt 2 Kabel ins Wohnzimmer, Wohnen links ist der 1. wohnen rechts ist Anschluss 7 rechts.
Überlegung: xDSL ins Wz links schalten dort Router hin stellen. Vom Router ein Patchkabel zu wohnen rechts im Wohnzimmer verlegen. Oder umgekehrt. Der 2. Anschluss speist dann die Verteilung. Dort einen 8 Port Switch hin und alle übrigen LAN Ports am Patchpanel anschließen.
Ginge auch beim Dachgeschoss. Dort gibt es auch 2 Anschlüsse offensichtlich in einem Zimmer.
Man kann auch mit Router vom Dachgeschoss aus versorgen. Ist eher besser, weil es kann eine Holzdecke sein und die Wände im Dachgeschoss sind meist dünner. Funktioniert deshalb besser als aus dem Keller heraus. Zumal Versorgungsräume meist direkt hinter Außenwänden liegen, also nicht zentral.
Da weißt du gefühlt mehr über meine LAN Ports hier als ich xD Aber jetzt mal geschaut und die jeweils zweiten Ports im Wohnzimmer und 2. OG gefunden (stehen Möbel vor). Sind aber jeweils auf der anderen Seite des Raums. Heißt es würde funktionieren die wie vorgeschlagen zu verbinden, aber müsste dann halt einmal ein Kabel durch den Raum legen.

Habe jetzt mal nen Switch und den vorgeschlagenen AccessPoint bestellt und werde dann wenn es ankommt mal das Setup mit Router im Keller und AP im 1. OG austesten. Sollte da das mit dem WLAN gut klappen, könnte ich mir ja das Kabel sparen. Ist das aber schwierig, dann kann ich ja mit dem gleichen Material auch umbauen und mal schauen ob dein Vorschlag mit Router im 2. OG - dann mit der Kabelverbindung - und AP im EG besser funktioniert.

Mega spannend auf jedem Fall eure Diskussionen zu verfolgen. Dicken Respekt an euch!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Raijin und SaxnPaule
Johoko schrieb:
den vorgeschlagenen AccessPoint bestellt
Den Speed Home WLAN?
Der passt perfekt zum Smart 4.
Nach dem anschließen des LAN-Kabels sowie Strom kurz warten bis die + Taste am Gerät pulsiert, dann die + Taste am Speedport drücken und anschließend nochmal die + Taste am Speed Home WLAN. Wenn die LAN-Kabel in Ordnung sind konfiguriert sich der Speed Home WLAN dann zügig selbst, sodass du dein WLAN erfolgreich erweitert hast. Man sieht dann auch im Netzwerkmenü vom Speedport mit welcher Geschwindigkeit Router und Speed Home WLAN verbunden sind (sollte als 1 Gbit dargestellt sein, wenn die LAN-Verkabelung das zulässt bei dir).
Johoko schrieb:
und werde dann wenn es ankommt mal das Setup mit Router im Keller und AP im 1. OG austesten.
Kannst auch noch nen zweiten (oder mehrere) Speed Home WLAN hinzufügen.
Die Speed Home WLAN haben auch zwei LAN-Anschlüsse hinten, d.h. du verlierst oben auch keine Netzwerkdose.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Johoko, Raijin und lhmac
Zurück
Oben