News Quartalszahlen: ASMLs Umsatz steigt höher als erwartet mit 2 Mrd. Euro Gewinn

RogueSix schrieb:
Im Hinblick auf einen Taiwan-Konflikt: ASML ja, TSMC nein.
Man wird sehen, wie schnell TSMC neue Fabs außerhalb von Taiwan hochziehen kann.

In Bezug auf einen möglichen Taiwan-Konflikt ist natürlich TSMC das Hauptproblem. Denn da hängt die ganze Welt dran. Nur TSMC hat einen Foundry-Marktanteil von fast 60%. Aber ASML? In 2022 hat allein TSMC einen Umsatzteil von 40% bei ASML ausgemacht und ist damit der mit großem Abstand wichtigste Kunde. Und da kommen die kleineren taiwanesischen Foundries wie UMC etc. dann noch oben drauf.
 
TempeltonPeck schrieb:
Es gibt sicher auch andere Hersteller aber die sind nun mal die technologischen Führer. Also auch verdienter Erfolg. Die Frage ist was sie draus machen. So wie beispielsweise Intel zu iher dominierenden Quad-Core Zeit.
Es gibt eben keine anderen...
 
Was bei der ganzen Taiwan Thematik aber gerne vergessen wird ist, dass im Falle einer Blokade oder Invasion nicht nur der Westen wirtschaftliche Probleme bekommt sodern auch China selber. Schließlich produzieren Apple & Co in China. Allen Drohungen zum trotz würde sich China ins eigene Fleisch schneiden. Ob die so blöd sind weiß ich nicht.
 
Ja schon es wird zwar alternativen geben, aber die sind dann nicht so gut. Sofern es bis dahin Samsung geschafft hat gleich zu ziehen, dann könnte es es soweit kommt auch AMD ihre cpus und gpus bei Samsung herstellen. Aber zeit wird es dauern und bis dahin sind wir halt dann ohne Hardware. AMD wird gewiss nicht bei Intel ihre Hardware fertigen lassen so viel ist sicher.

Asml wird auch weiterhin in Zukunft laufen weil es mit solchen Konflikten nix zu tuen hat. Also kann man sagen das es im Grunde nicht so vieles dem Bach runter gehen wird. Aber ohne Probleme wird es dennoch nicht von statt gehen. So viel ist sicher.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: floechen
TempeltonPeck schrieb:
Was bei der ganzen Taiwan Thematik aber gerne vergessen wird ist, dass im Falle einer Blokade oder Invasion nicht nur der Westen wirtschaftliche Probleme bekommt sodern auch China selber. Schließlich produzieren Apple & Co in China. Allen Drohungen zum trotz würde sich China ins eigene Fleisch schneiden. Ob die so blöd sind weiß ich nicht.

Noch sieht das genau so aus. Alle haben Angst, was bei einer Taiwan-Invasion aus der Chip-Industrie wird. Gleichzeitig hört man, dass TSMC genau der Grund ist, warum China noch keine Fakten geschaffen hat. Die sind nämlich ebenso wie der Rest der Welt von TSMC abhängig.

Aber wie lange noch? So wie die USA oder die EU will auch China eine eigene konkurrenzfähige Chip-Industrie hochziehen. China sieht ja, was passieren kann, wenn die USA Druck ausüben wie auch im Falle von ASML. Plötzlich landet der Weltmarktführer ASML auf der Sanktionsliste der USA.
 
Gnarfoz schrieb:
Aktienkurse sind leider eine Mischung aus Voodoo, Glücksspiel und Gefühl, ohne direkten Bezug zur Realität. 😃
Kurzfristig gesehen ja, langfristig setzen sich aber immer Fundamentaldaten (Realität) durch!

Bei den ganzen Wetten (zb. Derivate) die mittlerweile eine x-faches der Realwirtschaft/Aktien ausmachen bin ich ganz bei dir was Realität angeht

Bin der Meinung das dieses ganze fiktive Handeln uns noch so dermaßen um die Ohren fliegen wird
Bsp.: die Papierkontrakte für Silber zu physischen Silber = 300:1 , dh. nur 1 Person von 300 würde immo auch sein Silber physisch bekommen
Ähnlich siehts auch bei der Einlagensicherung der Banken aus: bis 2024 sollen knapp 1%!! Rücklagen angehäuft werden...
Selbst wenn die Staaten + EZB bei einer Bankenkrise da breitflächig einspringen heißt das für uns Bürger nur zeitversetzten Schaden = starke Inflation (und da reden wir dann nicht mehr von 10% p.a. bei starker Krise) wegen Geldmengenausweitung

Stabil und nachhaltig wirtschaften liegt also nur noch in der eigenen Hand
Btw sind Aktien Sondervermögen also vor einem Zugriff wegen Staatsverschuldung erstmal sicher!
Staatsverschuldung ist mittlerweile schon ne grosse last (in De zb wird heuer der 2 grösste Posten im Staatsbudget für die Schulden sein, hinter Arbeit und Soziales)
 
Zuletzt bearbeitet:
AndrewPoison schrieb:
Und trotzdem geht die Aktie in den Keller gerade.
Nachdem ich jetzt seit wenigen Jahren selbst ein bisschen mit Aktien hantiere, habe ich das Gefühl, dass bei Quartalszahlen nur in ein oder zwei Fällen nicht verkauft wird: Wenn die Firma einen Hype und Personenkult erlebt(dann steigt der Kurs meist wie bescheuert) oder alles exakt wie erwartet verläuft und die Leute einfach halten, weil die Gewinnspanne kaum reicht um sinnvoll zu verkaufen, aber sicher erwartet wird, dass das Unternehmen weiterhin gut wächst.

Beispiele Apple und Tesla. Ansonsten ist es sehr gängig, dass sowohl bei schlechten, als auch guten Zahlen verkauft wird. In einem Fall werden die Verluste begrenzt, im anderen die Gewinne eingefahren und anschließend (weil die großen es fast alle so machen und die Kurse runter gehen) wieder günstig eingekauft.

Als Kleinanleger hat man 2 Optionen. Das Spiel mitspielen und kurz vor der Veröffentlichung selbst verkaufen (wenns im + ist) da man hier am sichersten fährt, dafür aber eventuelle Spikes nach der Veröffentlichung verliert oder einfach halten, halten, halten. Der Kurs kennt bei gesunden Unternehmen nur eine Richtung, zumindest auf Jahre gesehen. Wenn man sich die Kurse von halbwegs realistisch bewerteten Unternehmen nimmt und die letzten 10 Jahre betrachtet, dann sind die meisten oberhalb der Inflationslinie.
(Ich kaufe zB fast nur Tech-Aktien, weil ich hier und auf anderen Seiten frühzeitig News dazu kriege und besser abschätzen kann, ob ein Unternehmen langfristig bestehen kann. Klar kann ich mich irren, aber das Risiko ist geringer als bei Autokonzernen oder Lebensmittelherstellern, bei denen ich 0 Ahnung habe, was da gerade so abgeht.)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: dualcore_nooby
RogueSix schrieb:
Und @Cleric hat Recht. Wenn bzw. eigentlich müsste man sagen SOBALD, da es nur eine Frage des wann und nicht des ob ist, China eine Seeblockade oder eine Invasion startet (Experten rechnen mit +/- 2027), dann wackelt in der Tat die Welt. Dagegen wird die Finanzkrise von 2008 oder der Ukraine-Krieg wie ein sehr, sehr kleiner Kindergeburtstag aussehen.
Wobei China hier auch nochmal über die Bücher gehen wird. Mit dem Säbel rasseln kann jeder, abliefern ist dann was ganz anderes wie man an Russland derzeit gut sieht. China mag viel Masse haben, aber wenn die Klasse nicht stimmt kackt man im Ernstfall auch ganz schnell ab.

Und die Blamage kann sich Winnie Pooh eigentlich nicht wirklich leisten nach den letzten Debakeln wie Covid und Protesten en Masse.
 
RogueSix schrieb:
Im Hinblick auf einen Taiwan-Konflikt: ASML ja, TSMC nein.

ASML hat noch andere Kunden (Intel, Samsung usw.) und die könnten das mutmaßlich mit Blessuren überstehen, aber TSMC wird es in der jetzigen Form nicht mehr geben, wenn China sich ihr Taiwan heim ins Reich holen. Die Konsequenzen
Sorry ich finde deine Schreibweise sowas von dämlich.... Man könnte meinen, du unterstützt das?
China sich ihr Taiwan heim ins Reich holen - alles klar...
 
ThirdLife schrieb:
Wobei China hier auch nochmal über die Bücher gehen wird. Mit dem Säbel rasseln kann jeder, abliefern ist dann was ganz anderes wie man an Russland derzeit gut sieht. China mag viel Masse haben, aber wenn die Klasse nicht stimmt kackt man im Ernstfall auch ganz schnell ab.

Und die Blamage kann sich Winnie Pooh eigentlich nicht wirklich leisten nach den letzten Debakeln wie Covid und Protesten en Masse.

Wenn es China nicht "vermasselt" - sprich: in ein paar Tagen die Regierung übernähme und bzgl. TSMC so was wie eine "Liefergarantie" abgäbe - dann geht "die Welt" nach kurzer Zeit wieder zur Tagesordnung über, siehe Hong Kong.

Da habe ich keine Illusionen. So wäre es ja auch mit der Ukraine gelaufen. Die meisten Staaten können sich ja dann darauf berufen, Taiwan sowieso nie offiziell anerkannt zu haben, wie praktisch.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: dualcore_nooby
Eigentlich sind das ganz schöne Peanuts, wenn man bedenkt wieviel Geld TSMC Samsung Apple NVidia und Co allein jedes Quartal mit ASMLs Maschinen machen.

ASML sollte selber ins Foundry Geschäft einsteigen und eine Foundry Tochter gründen!
 
Zuletzt bearbeitet:
@XBOX ftw Einige hundert Millionen in eine EUV Belichtungsmaschine zu investieren, die wahrscheinlich verkauft werden kann und es mehrere Interessenten gibt ist etwas anderes als 10-20 Milliarden in eine Fabrik zu stecken die Chips produzieren kann.
Das Investment für das notwendige Know How um die Chips auch zu designen kann ich dabei gar nicht beziffern. Dazu die Lieferketten die man bräuchte...

Also alles in allem wäre das ein extremes Risiko für ASML mit ungewissen Erfolgsaussichten, da überhaupt keine Erfahrung mit dem Foundry Geschäft vorhanden ist.

Insgesamt also eine ziemlich schlechte Idee ;)
 
Ich sehe es selbst, wie viele EUV Laser zu ASML geliefert werden. Meine Firma die die EUV Laser für ASML produzieren sind die Zahlen 100%+ also wirklich gut und die Auftragslage wird definitiv noch eine Weile so sein.
 
Gast0ne schrieb:
Wenn es China nicht "vermasselt" - sprich: in ein paar Tagen die Regierung übernähme und bzgl. TSMC so was wie eine "Liefergarantie" abgäbe - dann geht "die Welt" nach kurzer Zeit wieder zur Tagesordnung über, siehe Hong Kong.

Naja,, mit Hong Kong kann man das nicht wirklich vergleichen. In Hong Kong ist 1997 tatsächlich die 100-jährige britische Pacht ausgelaufen und Hong Kong ist völkerrechtlich legitim wieder an China zurückgefallen.
Natürlich hat das in Hong Kong nicht jedem gefallen und es ist bedauerlich wie China die Freiheitsliebe der Hong Konger mit Füßen getreten hat, aber der rein territoriale Anspruch Chinas ist unbestritten.

Die Lage um Taiwan ist etwas verzwickter. Es wäre in der Tat von allen miserablen Optionen noch das "best case" Szenario, wenn China eine schnelle Einnahme Taiwans gelingen würde. Ich denke zwar, dass es dann einige Sanktionen gegen China hageln würde, aber letztlich wäre das vermutlich vergleichbar mit der russischen Annexion der Krim in 2014, also ein paar Du-Du-Du-Sanktionen mit erhobenem Zeigefinger und dann wieder "Tagesordnung". Aber was heißt dann schon "Tagesordnung"? Die wird es nicht mehr geben...

TSMC würde vermutlich schnell CSMC heißen und zumindest kurzfristig einigermaßen "normal" weitermachen können.
Sehr viel schwerwiegender werden aber die Nachwirkungen sein, denn mir scheint ein Exodus des TSMC-Toppersonals im Fall einer chinesischen Annexion sicher. Da bleibt doch keiner, der an Freiheit und Wohlstand gewöhnt ist, im Land bzw. auf der Insel, sobald die Kommunisten da die Macht übernommen haben.
Wenn die Chinesen dann Ausreisen verbieten, dann gute Nacht. Dann hat Taiwan entweder einen Bürgerkrieg und/oder landesweite Streiks und sonstige Unruhen.
Es würde da bei T/CSMC in jedem Fall zu erheblichen Verwerfungen kommen. Ausgang ungewiss.

Die große Unbekannte ist zudem, ob es zu einem solchen relativen "best case" Szenario kommen wird. Die USA haben militärische Intervention versprochen, falls China Taiwan angreift. Es gibt Experten, die deshalb davon ausgehen, dass China keinen Angriffskrieg gegen Taiwan starten wird, sondern "nur" eine Seeblockade, was die USA vor ein erhebliches Rechtfertigungsproblem stellen würde.
In der Straße von Taiwan wahllos chinesische Schiffe versenken, die nur passive Gewalt in Form einer Blockade ausüben, kann man nicht bringen.
Gleichzeitig wäre die Blockade eines Seewegs über den 50% des JIT Welthandels und 70% aller weltweiten Halbleitertransporte laufen höchst problematisch.

Wie gesagt, wenn der Konflikt sich zuspitzt, dann ist alles seit dem WW2 bisher Dagewesene ein vergleichsweise sehr kleiner Kindergeburtstag. Das wird die Weltwirtschaft und die Börsen in einem ungekannten Ausmaß zum Beben bringen. Manche sprechen ja schon von WW3, wenn China mit Taiwan ernst macht.
Die Gemengelage ist auf jeden Fall höchst brisant und sämtliche Signale der jüngeren Vergangenheit wie der Besuch von Xi in Moskau, die aggressiven Manöver des chinesischen Militärs rund um Taiwan und der ungewöhnlich lange viertägige(!) Besuch des chinesischen Verteidigungsministers in Moskau lassen nichts Gutes erahnen.
 
hallo7 schrieb:
@XBOX ftw Einige hundert Millionen in eine EUV Belichtungsmaschine zu investieren, die wahrscheinlich verkauft werden kann und es mehrere Interessenten gibt ist etwas anderes als 10-20 Milliarden in eine Fabrik zu stecken die Chips produzieren kann.
Das Investment für das notwendige Know How um die Chips auch zu designen kann ich dabei gar nicht beziffern. Dazu die Lieferketten die man bräuchte...

Also alles in allem wäre das ein extremes Risiko für ASML mit ungewissen Erfolgsaussichten, da überhaupt keine Erfahrung mit dem Foundry Geschäft vorhanden ist.

Insgesamt also eine ziemlich schlechte Idee ;)
Sie müssen die Chips ja nichts selbst designen. Und ich nehme mal an, dass ASML durchaus das Know How hat die eigenen Maschinen mindestens so gut zu bedienen wie es TSMC tut. Denn irgendwie werden sie ihre eigenen Maschinen ja auch testen.

Es gibt absolute Erfolgsgeschichten mit Unternehmen, die ihr ursprüngliches Produkt heute für sich selber nutzen. Da wäre NVIDIA, die in einem Handstreich ihre AIB Partner komplett überflüssig gemacht haben, in dem sie ihr eigenes Produkt selbst verbauen und unter der eigenen Marke verkaufen, zu einer besseren Qualität, geringerem Preis, höherer Fertigungstiefe und höherem Gewinn.
Oder Apple, die ursprünglich Software Hersteller waren und sich dann gefragt haben, warum sie nur ein OS verkaufen sollen, wenn sie auch ganze Computer samt Ökosystem für deutlich mehr Geld verkaufen können.

Bleibt natürlich das finanzielle Risiko, die Anlaufkosten. Aber mit der Marktmacht und dem Potenzial Maschinen für sich selbst zu reservieren zum Selbstkostenpreis, fände das Unternehmen sicherlich auch schnell Partner und EU Gelder sitzen derzeit auch locker.
 
XBOX ftw schrieb:
Oder Apple, die ursprünglich Software Hersteller waren und sich dann gefragt haben, warum sie nur ein OS verkaufen sollen, wenn sie auch ganze Computer samt Ökosystem für deutlich mehr Geld verkaufen können.
Äh, wat? :freak:
Apples erstes Produkt war ein Computer. Das zweite auch, das dritte auch, etc. Überhaupt hat Apple nie ein OS für andere Computer einzeln verkauft.
 
Für Apple galt immer "People who are really serious about software should make their own hardware" Die Software war immer das eigentliche Produkt und der Focus.
 
Immer? Nein, das hat Steve Jobs in der Präsentation des iPhones zitiert und ist von Alan Kay. Das Zitat passt zwar zum iPhone (duh, darum hat man es dort gewählt!), aber Apple hat nicht als Software-Firma angefangen, warum saugst du dir das aus den Fingern? :D
 
Zurück
Oben