3/3 Windows 8.1 im Überblick : Alles Wissenswerte zum neuen Windows

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Download und Installation

Abhängig vom aktuell verwendeten Betriebssystem fallen die Bezugsquelle und der Installationsprozess für Windows 8.1 unterschiedlich aus:

  • Von Windows 8: Das Update steht Anwendern über den Windows Store als kostenloses Update zur Verfügung. Sämtliche Einstellungen, persönlichen Daten und Programme bleiben erhalten. Das Update verhält sich im Endeffekt wie ein von Microsoft in der Vergangenheit bekanntes Service Pack. Obwohl Entwickler bereits Ende September die Möglichkeit bekommen haben, Programme auf die finale Version von Windows 8.1 anzupassen, ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass einzelne Anwendungen Probleme bereiten. Darüber hinaus werden nicht alle Anwendungen zum Start von den erweiterten Funktionen von Windows 8.1 profitieren können.

  • Von Windows RT: Der Update-Prozess verläuft wie der Prozess für Windows-8-Anwender: per Aktualisierung über den Windows Store. Einstellungen und Programme bleiben erhalten.

  • Von Windows 7: Auch Rechner mit Windows 7 lassen sich grundsätzlich auf Windows 8.1 aktualisieren. Allerdings müssen Kunden die Vollversion von Windows 8.1 als Download oder DVD erwerben. Die Kosten liegen bei rund 80 Euro für Windows 8.1 und rund 120 Euro für Windows 8.1 Professional. Beim Update gehen alle Programme – auch Office von Microsoft – verloren. Die persönlichen Einstellungen und Dateien bleiben hingegen erhalten.

    Alternativ können Inhaber von Windows 7 die Vollversion von Windows 8 erwerben und anschließend das kostenlose Update auf Windows 8.1 durchführen. Der Umweg über Windows 8 ist im Zweifelsfall nicht nur kostengünstiger, auch können beim Wechsel von Windows 7 und Windows 8 mit Hilfe des Tools „Windows-EasyTransfer“ alle Einstellungen und Programme übernommen werden.

  • Von Windows Vista/XP: Ein Update von Windows Vista oder gar Windows XP hat Microsoft nicht vorgesehen. In diesem Fall hilft lediglich eine komplette Neuinstallation der käuflich zu erwerbenden Vollversion von Windows 8.1. Alle Programme und die persönlichen Daten müssen im Vorfeld der Installation gesichert werden.

  • Von Windows 8.1 Preview: Nutzer, die bereits zur Veröffentlichung der Vorschauversion von Windows 8.1 umgestiegen sind, können – wie von Microsoft angekündigt – nicht problemlos auf die finale Variante wechseln. Zwar lässt sich das endgültige Update über die Vorschau installieren und private Dokumente und Einstellungen bleiben erhalten, allerdings müssen wie beim Update von Windows 7 alle Anwendungen neu installiert werden – egal ob klassische Desktop- oder Modern-UI-Anwendung.

Fazit: Im Kern Windows 8

Trotz zahlreicher Veränderungen, Anpassungen und Neuerungen bleibt Windows 8.1 im Kern Windows 8: Das Update ist keine Rückkehr zu Windows 7. Anwender, die darauf gehofft haben, werden definitiv enttäuscht.

An dem mit Windows 8 eingeleiteten Strategiewechsel hält Microsoft mit Windows 8.1 fest. Für Microsoft „ist die Modern UI weiterhin die Zukunft“, der Weg hin zu einem plattform- und arbeitsplatzübegreifenden Ökosystems wird weiter ausgebaut. Microsofts mit Windows 8 eingegangene „große Wette auf die signifikante Veränderung der PC-Landschaft durch die zunehmende Mobilität der Nutzer“ hat auch weiterhin Bestand.

Die Integration von Skype, SkyDrive, Apps für Lifestyle und Ernährung oder der Ausbau der Kontakte zum allgemeinen Kommunikations- und Informationshub schlagen in genau diese Kerbe. Windows 8.1, das ist die zentrale Botschaft, wird flexibler und beginnt sich dank stärkerer Cloud-Integration von spezifischer Hardware zu lösen.

Zu diesem Ansatz gehört es auch, dem Nutzer das neue Konzept mit dem Update schmackhafter zu machen und den Übergang von einem Betriebssystem „klassischer“ Machart zu erleichtern. Starten direkt auf den Desktop, ein fester Startknopf und Hintergrundbilder im Startmenü ebnen den Bruch zwischen Modern UI und klassischer, seit Jahrzehnten bekannter Arbeitsumgebung. Psychologisch wird eine Brücke gebaut: Windows 8.1 präsentiert sich auf Wunsch wie Windows 7 mit neuem Startmenü, womit das Modern-Interface in Desktop-Umgebungen spürbar in die zweite Reihe zurück tritt.

Für den klassischen Heimanwender liegt gerade hier der größte Zugewinn. Und für Microsoft die große und mit Windows 8 verpasste Chance, die Kunden auf eine sanftere Art an die neue Umgebung Modern UI zu gewöhnen.

Weitere Einblicke in Windows 8.1 bietet unser Artikel „Erste Schritte mit Windows 8.1“ auf Basis der seit Juni verfügbaren öffentlichen Vorschau.

Windows 8.1

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