5/9 AMDs APU „Kaveri“ im Test : A10-7850K und A8-7600 unter der Lupe

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GPU-Computing

Moderne Grafikkarten und damit auch die APUs können deutlich mehr Berechnungen ausführen als nur für eine 3D-Grafik. Mittlerweile gibt es schon zahlreiche Programme, die den 3D-Beschleuniger für andere Aufgaben nutzen und damit der CPU in diesen Gebieten Konkurrenz machen. Doch wie gut können Grafikkarten diese Aufgaben in der Praxis erledigen? Das finden wir anhand einiger theoretischen und praxisnahen Tests heraus.

Anders als die VLIW-4-Architektur (Richland) ist Graphics Core Next auf eine hohe GPU-Computing-Leistung optimiert, was man an den Test auch auf Anhieb sieht. Je nach Anwendung ist der A10-7850K zwischen zehn bis maximal 150 Prozent schneller als der 6800K unterwegs – in der Tendenz ist er mehr als doppelt so schnell. Anders als Richland schafft es Kaveri damit problemlos, sich fast durchweg vor Haswell von Intel zu platzieren. Teilweise ist der Abstand groß.

Doch nicht nur das Flaggschiff, auch der A8-7600 in der 45-Watt- und in der 65-Watt-Variante schneiden gut ab. Selbst der vorerst kleinste Kaveri ist der Konkurrenz meist überlegen.

Video-Transcodierung

Ein spezielles Einsatzgebiet des GPU-Computings ist das Transcodieren von Videos, sei es in andere Auflösungen oder andere Codecs. Um die Geschwindigkeit auf AMDs neuer Plattform zu testen, wandeln wir ein 1.080p-Video mittels des H.264-Codecs in die Auflösung 1.280 × 720 um. Als Software nutzen wir dafür Cyberlinks Media Espresso in der Version 6.7.

Beim allgemeinen GPU-Computing schneidet Kaveri durchweg gut ab, beim Video-Transcodieren mit CyberLinks MediaEspresso hat die APU aber so ihre Schwierigkeiten. Bei reiner CPU-Beschleunigung arbeitet der A10-7850K ein wenig langsamer als der A10-6700 und auch das Hinzuschalten der theoretisch deutlich schnelleren Grafikeinheit lässt den A10-6800K als Sieger vom Platz gehen. Intels Core i5-4670K arbeitet mit Hilfe der GPU deutlich schneller und benötigt in etwa nur die Hälfte der Zeit.

WebGL

Mittels der WebGL-API können moderne Browser auch die GPU zur Darstellung von 3D-Inhalten nutzen. WebGL wurde primär von der Khronos Group entwickelt, wobei auch AMD und Nvidia mit von der Partie waren. WebGL muss von der Grafikkarte unterstützt werden.

Die WebGL-Performance testen wir anhand der „Aquarium“-Demo. Wir nutzen die forderndste Einstellungen, sprich 1.000 dargestellte Fische. Darüber hinaus testen wir die Citadel-Demo von Epic unter HTML5, die eine angepasste Unreal Engine 3 verwendet.

In WebGL-Anwendungen arbeitet Kaveri gleich flott wie Richland – signifikante Unterschiede gibt es nicht. Im Aquarium-Test verrichtet Haswell die Arbeit schneller als die AMD-Konkurrenz, im Citadel-Test dagegen liegt AMD gegenüber dem Core i5-4670K knapp vorne.

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