Ouya : Übernahme durch Razer offiziell, Konsole wird eingestellt

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Ouya: Übernahme durch Razer offiziell, Konsole wird eingestellt
Bild: Ouya

Was seit Juni in der Gerüchteküche kursiert, bewahrheitet sich nun: Der hoch verschuldete Anbieter der Android-Spielekonsole Ouya wird von Razer übernommen. Der Schritt markiert das Ende des unter anderem über Kickstarter finanzierten Projekts.

Keinen Zweifel lässt Razer daran, dass die Übernahme auf die Software, die Nutzerbasis, den „Content Catalog“ und die Online-Plattform von Ouya abzielt, um die eigenen Bemühungen im Bereich von Android-basierten Konsolen zu verstärken und neue Zielgruppen zu erschließen. Mitarbeiter, die für die technische Umsetzung oder Kontakte mit Entwicklern zuständig waren, werden von Razer in das eigene Team integriert. Ouya selbst wird künftig nicht mehr angeboten.

Razer hat eine langfristige Vision für Android TV und Android-basierte TV-Konsolen wie die Xiaomi Mi Box und die Alibaba Tmall Box, auf denen Ouya bereits vertreten ist.

Min-Liang Tan, CEO von Razer

Allen bestehenden Nutzern soll die Option zur Migration auf die Hauseigene Android-Konsole Forge TV gegeben werden. Nutzerkonten, Spiele und Controller können transferiert und damit weiterverwendet werden. Um den Übergang schmackhaft zu machen, plant Razerhohe“ Rabatte auf eigene Hardware, Gratis-Angebote sowie weitere Promotion-Aktionen. Die knapp 100 US-Dollar teure Forge TV ist mit einem Qualcomm Snapdragon 805 sowie zwei Gigabyte RAM ausgestattet und damit wesentlich leistungsfähiger als der Tegra-3-Chip in Ouya, der mit nur einem Gigabyte Arbeitsspeicher auskommen muss.

Der Ouya-Shop wird künftig als „Cortex für Android TV“ firmieren. Anbieten will Razer unter dieser Bezeichnung wie zuvor mit der Gaming-Software Cortex Spiele und „weitere Inhalte“ für die eigene Android-Konsole. Gänzlich verschwinden wird Ouya indes nicht. Der Name soll weiterhin genutzt werden, um Inhalte für Android TV anzubieten. Was Razer sich die Übernahme hat kosten lassen, ist unklar: Über die Kaufsumme schweigen sich beide Unternehmen aus.