EVGA-Mainboards: Classified K, FTW K und Stinger als Kaby-Lake-Refresh

Frank Meyer 42 Kommentare
EVGA-Mainboards: Classified K, FTW K und Stinger als Kaby-Lake-Refresh
Bild: EVGA

Auch EVGA hat das Mainboard-Portfolio im Zuge der Markteinführung der Kaby-Lake-CPUs für den Desktop-PC überarbeitet und bietet mit den Modellen Z270 Classified K, Z270 FTW K und Z270 Stinger einen aktualisierten Unterbau für Intels neue Prozessorgeneration. Das E-ATX-Flaggschiff wird mit U.2-Buchse 299,99 US-Dollar kosten.

Stilles Refresh der Mainboards mit Z270-Chipsatz bei EVGA

EVGA Z270 Classified K
EVGA Z270 Classified K (Bild: EVGA)
EVGA Z270 Classified K
EVGA Z270 Classified K (Bild: EVGA)

Im Gegensatz zu Asus, Gigabyte und auch MSI hat EVGA die aktualisierten Hauptplatinen mit dem Sockel LGA1151 und dem Z270-Chipsatz ohne großes Aufsehen auf der Homepage der Öffentlichkeit präsentiert und gleichzeitig die technischen Daten offen gelegt. So wird die Speerspitze im Mainboard-Aufgebot des Herstellers weiterhin das Classified K bilden, welches in der neuen Ausführung nur wenige Neuerungen im Vergleich zum direkten Vorgänger (Z170 Classified K) mit Z170-Chipsatz vorweisen kann. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den beiden weiteren Neuzugängen, dem Z270 FTW K und dem Z270 Stinger, die aufgrund der wenigen Neuerungen fasst schon als reine Refresh-Varianten durchgehen.

Optimiertes PCB und U.2-Buchse beim Classified K

Die vormals schon umfangreiche Ausstattung der für Übertakter und Enthusiasten konzipierten Hauptplatine im E-ATX-Formfaktor ist um die Unterstützung von schnelleren DDR4-DIMMs und einem U.2-Anschluss mit NVMe noch weiter gewachsen. Wie bei den meisten Mitbewerbern mit Z270-Chipsatz im Premium-Segment wird auch das Z270 Classified K als Refresh-Modell DDR4-RAM mit bis zu 3.600 MHz unterstützen.

EVGA Z270 Classified K
EVGA Z270 Classified K (Bild: EVGA)

Der U.2-Port ist für zukünftige SSDs über das NVMe-Protokoll vorbereitet. Das PCB des Classified K hat EVGA nach eigenen Angaben komplett überarbeitet und für den primären Einsatzzweck zum Übertakten hin optimiert. So soll die Spannungsversorgung für die CPU auf 13-Phasen aufgebohrt sein und einen noch stabileren Betrieb auch außerhalb von klassischen Einsatzszenarien ermöglichen. Beim Z170 Classified K sind es lediglich 8-Phasen. Eine der beiden schon beim Vorgänger anzutreffenden USB-3.1-Schnittstellen, die nun nativ über den Chipsatz und nicht mehr über einen Zusatzchips bereit stehen, ist als weitere Neuerung am I/O-Panel über eine Typ C-Buchse realisiert. Der USB 3.1 Gen2-Standard, welcher höhere Übertragungsraten von maximal 10 Gbit/s ermöglicht, ist im Datenblatt (PDF) nicht explizit genannt. Dadurch sollten genau wie bei USB 3.0 lediglich Datenraten von bis zu 5 Gbit/s geboten sein. Darüber hinaus ist auf dem Z270 Classified K mit dem Killer E2500 ein neuer Netzwerk-Chip von Qualcomm verlötet.

U.2 mit NVMe und USB Typ-C beim Z270 FTW K neu

EVGA Z270 FTW K
EVGA Z270 FTW K (Bild: EVGA)

Im schlankeren ATX-Formfaktor ist das Z270 FTW K von EVGA auf Seiten der Ausstattung auch weiterhin zum Classified K kaum nachteilig aufgestellt. USB 3.1 über einen Typ C-Port ist genau so geboten wie zwei vollwertig angebundene M.2-Steckplätze (PCIe-3.0-x4) nebst NVMe-Unterstützung für schnelle PCIe-SSDs. Eines der Laufwerke kann bis zu einer Länge von 110 Millimetern verbaut werden, während die zweite Aufnahme lediglich für eine Länge von 80 Millimeter konzipiert ist. Ein U.2-Port mit der Unterstützung des NVMe-Protokolls ist ein weiteres Gleichstellungsmerkmal zum darüber angesiedelten Schwestermodell Classified K. Bei den Videoausgängen herrscht ebenso weiterhin mit je einem HDMI-1.4-Ausgang und DisplayPort 1.2 Gleichstand auch zum direkten Vorgänger aus der Z170-Generation.

Erkennbare Unterschiede sind bei den erweiterten Übertaktungsfunktionen und der Anordnung der Bauteile ersichtlich. So ist beispielsweise neben den drei mechanischen PCIe-3.0-x16-Aufnahmen beim Z270 FTW K zusätzlich ein PCIe-Slot im x4-Format unterhalb des CPU-Sockel verbaut, wohingegen beim Z270 Classified K an der Stelle einer der drei x1-Steckplätze sitzt. Die Spannungsversorgung für den Prozessor ist beim FTW-Mainboard laut den offiziellen Spezifikationen (PDF) nur noch über 11 Phasen umgesetzt.

Mini-ITX mit U.2 und NVMe aber ohne HDMI 2.0

Auch der Mini-ITX-Vertreter im Z270-Portfolio von EVGA kann mit nur wenigen Neuerungen als Z270 Stinger aufwarten. In der Neufassung ist lediglich ein U.2-Anschluss im Vergleich zum Vorgänger auf das überarbeitete PCB gelötet, der neben dem M.2-Steckplatz für die Nutzung von schnellen PCIe-SSDs vorgesehen ist. Darüber hinaus verzichtet EVGA genau wie beispielsweise ASRock beim Z270 Gaming-ITX/ac beim im gleichen Formfaktor konzipierten Stinger auf USB-Anschlüsse der zweiten Generation am I/O-Panel (PDF) und verbaut allein USB-3.0-Buchsen, die eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 5 Gbit/s bieten. Als weitere Neuerung ist beim Z270 Stinger für externe Peripherie einer dieser Anschlüsse über den Typ C-Stecker geboten.

EVGA Z270 Stinger
EVGA Z270 Stinger
EVGA Z270 Stinger
EVGA Z270 Stinger (Bild: EVGA)

Preise und Verfügbarkeit

Offiziell hat EVGA bislang weder Preise noch einen möglichen Zeitpunkt der Verfügbarkeit im Handel genannt. Alle drei neuen Kaby-Lake-Mainboards lassen sich aber bereits auf der Webseite des Herstellers vorbestellen. Für das Z270 Classified K wird dabei ein Preis von 299,99 US-Dollar aufgerufen. Das Z270 FTW K wird für 239,99 US-Dollar angeboten. Mit einem Preis von 169,99 US-Dollar ist der Mini-ITX-Ableger Z270 Stinger die günstigste Z270-Platine bei EVGA. Im ComputerBase-Preisvergleich sind die drei neuen EVGA-Mainboards mit Z270-Chipsatz bereits gelistet. Eine Lieferbarkeit wird zu Preisen von 449,90 Euro (Z270 Classified K), 329,90 Euro (Z270 FTW K) und 249,90 Euro (Z270 Stinger) für den 31. Januar vorausgesagt. Ob die allein von einem Händler genannte Preisgestaltung mit der Verfügbarkeit auch in anderen Shops Bestand hat, ist fragwürdig.