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SFX-L-Netzteile im Test: be quiet! und FSP mit Alternativen zur Referenz

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Nico Schleippmann
35 Kommentare

Lautstärke

Viele aktuelle Netzteile sind insbesondere bei geringer Belastung derart leise, dass kein Unterschied in den Messdaten festgestellt werden kann, wenn der Umgebungsschall nicht gedämpft wird. ComputerBase nutzt daher eine professionelle Messeinrichtung des Lehrstuhls für Prozessmaschinen und Anlagentechnik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Lüfterdrehzahl
05661.1321.6982.2642.830Umdrehungen pro Minute (UPM) Last 1Last 2Last 3Last 4Last 5Last 6

Bei Niedriglast hinterlässt be quiet! einen gewohnt sehr guten Eindruck. Mit nur 620 Umdrehungen pro Minute (UPM) kann bei genauem Hinhören nur ein sehr leises Lüfterrattern vernommen werden. Der 80-mm-Lüfter des Dagger 600W muss hingegen sehr viel schneller drehen und fällt mit 1.755 UPM mit einem hochtourigen, summenden Geräusch auf, was in sehr leisen Systemen bereits als störend interpretiert werden kann.

be quiet! bei Halblast nicht mehr sehr leise

Bei Halblast muss das SFX L Power schon merkbar lauter zu Werke gehen. Ein zurückhaltendes Luftrauschen tritt zwar nicht störend hervor, kann von empfindlichen Ohren aber doch wahrgenommen werden. Die Geräuschcharakteristik des Dagger 600W bleibt im zweiten Szenario erhalten. Dem Schalldruckpegel nach zu urteilen bleibt das SFX L Power 500W mit 22,3 dB(A) nach wie vor geringfügig leiser.

Schalldruckpegelmessung
  • Last 1 = 100 W:
    • Akustiklabor-Referenz
      16,2
    • be quiet! SFX L Power 500W
      17,4
    • Corsair SF450
      18,0
    • FSP Dagger 600W
      23,2
  • Last 2 = 260 W:
    • Akustiklabor-Referenz
      16,2
    • Corsair SF450
      18,0
    • be quiet! SFX L Power 500W
      22,3
    • FSP Dagger 600W
      24,5
  • Last 3 = 400 W:
    • Akustiklabor-Referenz
      16,2
    • Corsair SF450
      22,8
      bei etwa 1450 UPM
    • be quiet! SFX L Power 500W
      28,9
    • FSP Dagger 600W
      29,3
  • Last 4:
    • Akustiklabor-Referenz
      16,2
    • Corsair SF450
      24,6
      Last 4.1 = 440 W
    • FSP Dagger 600W
      29,3
      Last 4.1 = 440 W
    • be quiet! SFX L Power 500W
      30,9
      Last 4.2 = 500 W
  • Last 5 = 600 W:
    • Akustiklabor-Referenz
      16,2
    • FSP Dagger 600W
      33,7
  • Last 6 = 770 W:
    • Akustiklabor-Referenz
      16,2
Einheit: dB(A)

Bei einer Auslastung von 400 Watt sticht das SFX L Power letztendlich mit einem klaren Luftrauschen hervor, das nicht mehr als leise, aber auch nicht als aufdringlich beschrieben werden kann. Das Gleiche gilt für das Dagger 600W, was die Messung mit einem Schalldruckpegel von rund 29 dB(A) belegt.

Netzteile bei Volllast wahrnehmbar

Eine Auslastung mit nur 40 Watt mehr auf Last 4.1 ändert für das Dagger 600W kaum etwas. Der Lüfter des SFX L Power 500W wird bei Volllast mit Last 4.2 aber nochmals lauter, was nun in ein starkes Luftrauschen übergeht und in leisen Systemen störend sein kann. Erst wenn das Dagger 600W an sein Maximum getrieben wird, fällt das hochtourige Lüftergeräusch störender auf. Mit einer Temperatur von 45 beziehungsweise 53 °C des SFX L Power 500W und des Dagger 600W erwärmt sich die Unterseite des im Test thermisch-isolierten Gehäuses deutlich, weshalb mit einer Wärmeableitung beispielsweise durch Konvektion möglicherweise eine niedrigere Lautstärke erreicht werden kann. Das Corsair SF450 ist in fast jedem Betriebszustand trotz des im Vergleich zu be quiet! kleineren Lüfters leiser als die Konkurrenz.

Modell SFX L Power 500W Dagger 600W SF450
Subjektive
Wahrnehmung
Lüfter Elektronik Lüfter Elektronik Lüfter Elektronik
Last 1 ++ ++ + ++ ++ ++
Last 2 + ++ + ++ ++ ++
Last 3 o ++ o ++ + +
Last 4 o ++ o ++ o +
Last 5 n/a n/a ++ n/a n/a
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