Shipment Zero: Amazon formuliert Pläne für CO2-neutrale Lieferungen

Michael Günsch 53 Kommentare
Shipment Zero: Amazon formuliert Pläne für CO2-neutrale Lieferungen
Bild: JORDAN STEAD / Amazon

Zum Klimaschutz will auch der Versandriese Amazon beitragen. Im Rahmen der Kampagne „Shipment Zero“ wird das Ziel, in Zukunft alle Lieferungen CO2-neutral zu gestalten, anvisiert. Die Pläne sind langfristiger Natur, denn erst im Jahr 2030 soll zunächst die Hälfte aller Lieferungen klimaneutral erfolgen.

Es wird nicht leicht sein, dieses Ziel zu erreichen, aber es lohnt sich, sich auf diese Vision zu konzentrieren und hartnäckig zu sein“, schreibt Amazon im Firmenblog über die Kampagne Shipment Zero. Wann schließlich alle Warensendungen bei Amazon CO2-neutral erfolgen sollen, darauf legte sich das Unternehmen allerdings noch nicht fest. Auf dem Weg, für die weltweite Infrastruktur des Liefergiganten vollständig auf erneuerbare Energien zu setzen, mache man aber „solide Fortschritte“.

E-Fahrzeuge, Biokraftstoffe und Recycling

Amazon will bei elektrischen Fahrzeugen, Biokraftstoffen für Flugzeuge und wiederverwertbaren Verpackungen kontinuierlich Verbesserungen erzielt haben. Schon vor mehr als zehn Jahren hatte Amazon die „frustfreie Verpackung“ eingeführt, die Plastikmüll einspart und Kunden das Auspacken erleichtert. Mit Herstellern hat Amazon zudem neue, umweltfreundlichere Verpackungen entwickelt – Beispiele dafür sind Produkte des Spielzeugherstellers Hasbro oder des Konsumgüter-Giganten Procter & Gamble.

Bei der Umsetzung der Ziele will Amazon wie schon zuvor mit Kunden und Zulieferern zusammenarbeiten. Intern sollen über 200 Wissenschaftler, Ingenieure und Produkt-Designer neue Wege zum Umweltschutz ergründen, so das Unternehmen.

Amazon will dieses Jahr CO2-Bilanz veröffentlichen

Im Laufe dieses Jahres will Amazon den CO2-Fußabdruck des gesamten Unternehmens sowie weitere Ziele und Vorhaben in diesem Bereich mit der Öffentlichkeit teilen. Man habe in den letzten zwei Jahren „ein fortschrittliches wissenschaftliches Modell entwickelt“, um „unseren CO2-Fußabdruck sorgfältig abzubilden“. Die Informationen sollen den Teams der verschiedenen Geschäftsbereiche von Amazon dabei helfen, den Kohlenstoffverbrauch in ihrem Segment zu reduzieren.

Apple und Google nutzen bereits 100 % Ökostrom

Der Klimaschutz ist auch bei anderen IT-Größen wie Apple, Google und Microsoft längst ein Thema – sollte er auch sein, benötigen deren riesige Server-Farmen doch Unmengen an Energie. Apple und Google wollen ihre eigenen Standorte weltweit inzwischen ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgen, wie die Unternehmen letzten April verkündet hatten. Apple will darüber hinaus schon in Kürze den eigenen Fertigungsanteil beim Auftragsfertiger Foxconn auf erneuerbare Energien umstellen: Im Jahr 2020 soll es so weit sein.