Seagate IronWolf Pro 32 TB im Test: Die derzeit größte HDD für NAS-Systeme

Michael Günsch (+1)
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Seagate IronWolf Pro 32 TB im Test: Die derzeit größte HDD für NAS-Systeme

ComputerBase testet die zweite Seagate-HDD mit HAMR-Technik. Die IronWolf Pro 32 TB bietet das bisher höchste Speichervolumen im Markt. Beim Schreiben erweist sich das Modell allerdings nicht so stabil wie die Version mit 30 TB, 32 TB auf erneut nur 10 Plattern zollen allem Anschein nach Tribut.

Technik der IronWolf Pro 32 TB im Überblick

Im Januar legte Seagate die Messlatte für die maximale HDD-Speicherkapazität weiter hoch und brachte die IronWolf Pro 32 TB für NAS, die Exos 32 TB für Server und die SkyHawk AI 32 TB für Videoüberwachung auf den Markt. Die IronWolf Pro 32 TB stellte Seagate nach der IronWolf Pro 30 TB (Test) für einen Test zur Verfügung.

Seagates erste 32-TB-Festplatten
Seagates erste 32-TB-Festplatten (Bild: Seagate)

Auf überlappende Spuren (SMR) verzichtet Seagate erneut und erhöht auch nicht die Zahl der Magnetscheiben (Platter). Ergo werden die 32 TB wie schon bei dem Design mit 30 TB über 10 Platter realisiert. Die Speichermenge pro Platter steigt also von rund 3 TB auf 3,2 TB und das mit konventioneller Magnetaufzeichnung (CMR).

Möglich wird dies durch den Einsatz der HAMR-Technik, bei der ein winziger Laser die Oberfläche erhitzt. Damit lässt sich die nötige Magnetfeldstärke reduzieren, sodass die Magnetpunkte kleiner ausfallen und dichter zusammenrücken können. Zumindest im Labor wurde bei Seagate sogar bereits eine Dichte von rund 7 TB pro Platter (allerdings mit SMR) erreicht.

„Mozaic 3+“ ist der Markenname für Seagates HAMR-Technik
„Mozaic 3+“ ist der Markenname für Seagates HAMR-Technik (Bild: Seagate)

Die Scheiben der HAMR-Festplatten sind mit einer Eisen-Platin-Beschichtung mit einer Supragitterstruktur versehen. Diese ist notwendig, da herkömmliche Legierungen bei der neuen Technik keine ausreichende magnetische Stabilität für die Speicherung bieten.

Ausführlich beschreibt Seagate die neue Technik im offiziellen Whitepaper.

Eckdaten im Vergleich

Abgesehen von HAMR, das im Datenblatt (PDF) der Seagate IronWolf Pro noch nicht einmal erwähnt wird, gibt es keine Besonderheiten.

Die Scheiben rotieren mit 7.200 U/min und ein 512 MB großer DRAM dient als Puffer (Cache). Die maximale Datentransferrate gibt Seagate mit 285 MB/s an, das ist zwar etwas höher als beim Modell mit 30 TB, aber nur das Niveau, das auch bereits die IronWolf Pro mit 18 TB bis 24 TB (jeweils ohne HAMR) erreichen. Die bisherige Regel, dass der Durchsatz analog zur Datendichte steigt, trifft hier also nicht mehr zu.

Unverändert bleiben die Haltbarkeitsversprechen mit 2,5 Millionen Stunden MTBF und einem nicht korrigierbaren Lesefehler auf 1 Billiarde (10^15) gelesenen Bits. Die HDDs sind für den Dauerbetrieb geeignet und sollen einen Workload von 550 TB pro Jahr im Rahmen der fünfjährigen Garantie überstehen. In der IronWolf-Serie gibt es obendrein 3 Jahre kostenlosen Zugriff auf die Rescue Data Recovery Services zur Datenwiederherstellung im Fall der Fälle.

Seagate IronWolf Pro 32 TB (ST32000NT000) Seagate IronWolf Pro 30 TB (ST30000NT011) Seagate Exos M 30 TB (ST30000NM004K)
Segment Enterprise NAS Server
Kapazität 32 TB 30 TB
Formfaktor 3,5 Zoll (26,11 mm Höhe)
Sektorgröße 4 KB (512e)
Platter 10
Schnittstelle SATA 3 (6 Gb/s)
Aufnahmetechnik Conventional Magnetic Recording (CMR)
Heat-Assisted Magnetic Recording (HAMR)
Füllung Helium
RV-Sensoren vorhanden nicht vorhanden
Rotationsgeschwindigkeit 7.200 U/min
Cache 512 MB
Transferrate (sustained) 285 MB/s 275 MB/s
Suchzeit Lesen ?
Schreiben ?
Lautstärke Idle 28 dBA ?
aktiv 32 dBA ?
Leistungsaufnahme Standby 1,2 Watt ?
Idle 6,8 W 6,9 W
aktiv 8,3 W (Durchschnitt) 9,5 W (Maximum)
Load/Unload Cycles ?
Fehlerrate 1 in 10^15
Dauernutzung ja, 24x7
Workload-Rating 550 TB pro Jahr ?
MTBF 2,5 Mio. Stunden
Garantie 5 Jahre
Preis* (UVP) 916,99 Euro 860,99 Euro 847,99 Euro
Produktseite Link Link Link
*Stand vom 11.2.2026

Ein langer Weg für HAMR

Seit Jahrzehnten forschten HDD-Hersteller an HAMR und Seagate wollte immer erster sein. Das ist nun auch gelungen, doch verschob sich die ursprünglich für 2010 geplante Markteinführung immer wieder um weitere Jahre. Am Ende kamen aufgrund der häufigen Verschiebungen sogar Zweifel auf, dass HAMR jemals Marktreife erlangt.

Bis zum Jahr 2020 dauerte es schließlich, bis die ersten HAMR-Festplatten erschienen. Diese boten allerdings nur 20 TB Speichervolumen. Außerdem blieb es bei der Herstellung in Kleinserie, die vielmehr ein Testballon für interne Tests bei Geschäftskunden, als ein marktreifes Massenprodukt war.

Erst im Januar 2024 folgte der eigentliche Marktstart mit der Serienfertigung. Die HAMR-Technik erhielt dabei den Markennamen „Mozaic 3+“ und die Server-HDDs der Serie Exos M mit 30 TB machten den Anfang.

Für Endkunden fiel der offizielle Startschuss erst Mitte Juli 2025. Im Zuge der andauernden Speicherkrise sind die Preise seit September erheblich gestiegen.

Benchmarks

Schreibleistung mit Auffälligkeit

Zum Auftakt gibt es direkt eine Auffälligkeit: Die zunächst wie erwartet etwas höhere Schreibrate als bei der 30-TB-Version brach im ersten Test unter üblichen Bedingungen nach rund 22 TB am Stück geschriebenen Daten drastisch ein und fiel auf unter 100 MB/s. Erst ganz am Ende kommt der Graph wieder „in die Spur“.

Geschwindigkeit Schreiben – nach Füllstand
060120180240300Megabyte pro Sekunde (MB/s) 15001.0001.5002.0002.5003.000Füllstand (x10 GB)

Die Redaktion teilte Seagate die Beobachtung mit und erhielt als Antwort, dass es unter Umständen zu sogenannten „Read-After-Write-Operationen“ kommt, wobei alle geschriebenen Sektoren bei der nächsten Umdrehung sofort nochmals gelesen werden. Dieser Vorgang solle beispielsweise bei extrem hohen oder niedrigen Temperaturen die Datenintegrität sicherstellen, führe jedoch zu einem Einbruch der Schreibleistung um 50 Prozent.

Dem Vorschlag, die Messungen unter Einsatz aktiver Kühlung noch einmal zu wiederholen, kam die Redaktion nach. Der langwierige Schreibtest wurde mit einem direkt vor der HDD liegenden Lüfter wiederholt. Das Ergebnis: Den starken Einbruch der Schreibrate gibt es nicht mehr und so fällt auch die durchschnittliche Leistung 9 Prozent besser aus. Dennoch gab es zwischenzeitlich eine andauernde Phase mit leicht gesunkener Schreibgeschwindigkeit. Diese ist allerdings nicht durch die Laufwerkstemperatur zu erklären.

Auf nochmalige Nachfrage nannte Seagate die im Hintergrund laufende Datenintegritätsprüfung als mögliche Ursache. Bei anderen Festplatten waren solche Einbrüche im Testbetrieb der Redaktion allerdings bisher nicht zu beobachten. Es liegt nahe, dass die noch einmal höhere Datendichte (32 statt 30 TB auf 10 Plattern) die Ursache ist.

Geschwindigkeit Schreiben – Durchschnitt
    • WD Red Pro 26 TB
      SATA, 2025
      230,5
    • Seagate IronWolf Pro 24 TB
      SATA, 2024
      221,4
    • Seagate IronWolf Pro 32 TB gekühlt
      SATA, 2025
      218,5
    • Seagate IronWolf Pro 30 TB
      SATA, 2025
      215,8
    • WD Red Pro 18 TB
      SATA, 2021
      214,2
    • Seagate IronWolf Pro 32 TB
      SATA, 2025
      201,1
    • WD Blue 1 TB
      SATA, 2012
      132,9
    • WD Red 6 TB
      SATA, 2015
      128,4
Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Da für alle HDDs im Test stets die gleichen Bedingungen herrschen, um die Vergleichbarkeit zu wahren, fließt allerdings das schlechtere Ergebnis von im Durchschnitt 201 MB/s in die Bewertung ein. Nur mit Sonderbehandlung durch zusätzliche Kühlung sind es rund 219 MB/s.

Leseleistung

Beim Lesen waren auch unter Dauerlast keine Einbrüche festzustellen, etwaige Schwächen betreffen also nur die Schreibleistung. Die Lesegeschwindigkeit liegt auf hohem Niveau, das in der Spitze nur von der WD Red Pro 26 TB (Test) überboten wird.

Geschwindigkeit Lesen – nach Füllstand
060120180240300Megabyte pro Sekunde (MB/s) 0123456789101112131415161718192021222324252627282930Terabyte (TB)

Zugriffszeiten

Bei den Zugriffszeiten ist die Seagate IronWolf Pro 32 TB zumindest lesend mit 11,9 ms schnell unterwegs und erreicht im Testfeld mit knappem Vorsprung den Spitzenplatz. Beim Schreibzugriff sind die Modelle von WD aber weiterhin deutlich schneller.

Zugriffszeiten (H2benchw -s -!)
  • Lesen (Durchschnitt):
    • Seagate IronWolf Pro 32 TB
      SATA, 2025
      11,9
    • Seagate IronWolf Pro 30 TB
      SATA, 2025
      12,0
    • WD Red Pro 18 TB
      SATA, 2021
      12,0
    • Seagate IronWolf Pro 24 TB
      SATA, 2024
      12,1
    • WD Red Pro 26 TB
      SATA, 2025
      12,7
    • WD Blue 1 TB
      SATA, 2012
      15,9
    • WD Red 6 TB
      SATA, 2015
      16,3
  • Schreiben (Durchschnitt):
    • WD Red Pro 26 TB
      SATA, 2025
      3,7
    • WD Red Pro 18 TB
      SATA, 2021
      5,1
    • Seagate IronWolf Pro 24 TB
      SATA, 2024
      7,0
    • Seagate IronWolf Pro 32 TB
      SATA, 2025
      7,3
    • Seagate IronWolf Pro 30 TB
      SATA, 2025
      7,3
    • WD Blue 1 TB
      SATA, 2012
      15,2
    • WD Red 6 TB
      SATA, 2015
      18,1
Einheit: Millisekunden

CrystalDiskMark 8

Wie bei SSDs liefert dieser synthetische Benchmark offenbar auch bei HDDs die höchsten Durchsatzraten und so erreicht die IronWolf Pro 32 TB mit 294 MB/s beim Lesen und 287 MB/s beim Schreiben den versprochenen Wert aus dem Datenblatt von bis zu 285 MB/s spielend. Das wahlfreie Schreiben ist keine Stärke der IronWolf-Serie, was die obigen Zugriffszeitmessungen bereits angedeutet haben. Lesend sieht es da besser aus.

CrystalDiskMark 8
CrystalDiskMark 8 – Lesen
  • SEQ1M – Q8T1:
    • Seagate IronWolf Pro 32 TB
      SATA, 2025
      294,1
    • Seagate IronWolf Pro 30 TB
      SATA, 2025
      290,3
    • Seagate IronWolf Pro 24 TB
      SATA, 2024
      285,6
    • WD Red Pro 26 TB
      SATA, 2025
      285,4
    • WD Red Pro 18 TB
      SATA, 2021
      276,9
    • WD Blue 1 TB
      SATA, 2012
      191,0
    • WD Red 6 TB
      SATA, 2015
      182,3
  • SEQ1M – Q1T1:
    • Seagate IronWolf Pro 32 TB
      SATA, 2025
      292,5
    • Seagate IronWolf Pro 30 TB
      SATA, 2025
      288,5
    • WD Red Pro 26 TB
      SATA, 2025
      285,4
    • Seagate IronWolf Pro 24 TB
      SATA, 2024
      284,2
    • WD Red Pro 18 TB
      SATA, 2021
      278,4
    • WD Blue 1 TB
      SATA, 2012
      189,1
    • WD Red 6 TB
      SATA, 2015
      181,3
  • RDN4K – Q32T1:
    • WD Red Pro 18 TB
      SATA, 2021
      3,9
    • Seagate IronWolf Pro 32 TB
      SATA, 2025
      3,5
    • Seagate IronWolf Pro 30 TB
      SATA, 2025
      3,5
    • WD Red Pro 26 TB
      SATA, 2025
      3,5
    • Seagate IronWolf Pro 24 TB
      SATA, 2024
      3,2
    • WD Blue 1 TB
      SATA, 2012
      2,3
    • WD Red 6 TB
      SATA, 2015
      2,0
  • RDN4K – Q1T1:
    • WD Red Pro 26 TB
      SATA, 2025
      1,3
    • Seagate IronWolf Pro 24 TB
      SATA, 2024
      1,2
    • Seagate IronWolf Pro 32 TB
      SATA, 2025
      1,0
    • Seagate IronWolf Pro 30 TB
      SATA, 2025
      1,0
    • WD Red Pro 18 TB
      SATA, 2021
      0,8
    • WD Blue 1 TB
      SATA, 2012
      0,7
    • WD Red 6 TB
      SATA, 2015
      0,6
Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)

PCMark 10

Im PCMark 10 gibt es beim Data Drive Benchmark quasi einen Gleichstand zwischen IronWolf Pro mit 30 TB und mit 32 TB. Die IronWolf Pro mit 24 TB ist zusammen mit der WD Red Pro 26 TB (beide ohne HAMR) weiter das Maß der Dinge und rund 30 Prozent schneller.

Im Quick System Drive Benchmark schneiden die Seagate-HDDs mit HAMR-Technik besser ab, müssen sich aber erneut der IronWolf Pro mit 24 TB geschlagen geben.

PCMark
PCMark – Quick System Drive Benchmark
  • Gesamtergebnis:
    • Seagate IronWolf Pro 24 TB
      SATA, 2024
      533
    • Seagate IronWolf Pro 30 TB
      SATA, 2025
      402
    • Seagate IronWolf Pro 32 TB
      SATA, 2025
      390
    • WD Blue 1 TB
      SATA, 2012
      382
    • WD Red 6 TB
      SATA, 2015
      327
    • WD Red Pro 26 TB
      SATA, 2025
      317
    • WD Red Pro 18 TB
      SATA, 2021
      234
    Einheit: Punkte
  • Bandbreite:
    • Seagate IronWolf Pro 24 TB
      SATA, 2024
      68
    • Seagate IronWolf Pro 30 TB
      SATA, 2025
      51
    • WD Blue 1 TB
      SATA, 2012
      50
    • Seagate IronWolf Pro 32 TB
      SATA, 2025
      50
    • WD Red 6 TB
      SATA, 2015
      43
    • WD Red Pro 26 TB
      SATA, 2025
      40
    • WD Red Pro 18 TB
      SATA, 2021
      32
    Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)
  • Latenz:
    • Seagate IronWolf Pro 24 TB
      SATA, 2024
      252
    • Seagate IronWolf Pro 30 TB
      SATA, 2025
      332
    • Seagate IronWolf Pro 32 TB
      SATA, 2025
      341
    • WD Blue 1 TB
      SATA, 2012
      360
    • WD Red Pro 26 TB
      SATA, 2025
      420
    • WD Red 6 TB
      SATA, 2015
      420
    • WD Red Pro 18 TB
      SATA, 2021
      609
    Einheit: Millisekunden

Leistungsaufnahme

Einschalten

Um die Magnetscheiben erst einmal von Null auf 7.200 U/min zu bekommen, braucht es beim Start eine Menge Energie. Die Seagate IronWolf Pro mit 32 TB ist dabei noch relativ genügsam und die Lastspitzen bleiben unter der Marke von 25 Watt, während sich andere bereits den 30 Watt annähern.

Leistungsaufnahme – Einschalten
0612182430Watt (W) 11002003004005006007008009001.0001.1001.2001.3001.4001.5001.6001.7001.8001.9002.000Millisekunden

Last (CrystalDiskMark)

Gemessen wurde die durchschnittliche Leistungsaufnahme, während die Leistungstests mit dem CrystalDiskMark durchliefen. Mit 7,6 Watt ist die durchschnittliche Leistungsaufnahme etwas geringer als bei der IronWolf Pro mit 30 TB und nur noch geringfügig höher als bei dem 24-TB-Modell der Serie. Trotz 11 statt 10 Magnetscheiben ist die WD Red Pro 26 TB weiterhin das sparsamste Modell, benötigt dafür aber beim Anlaufen mehr Energie.

Leistungsaufnahme – CrystalDiskMark
048121620Watt (W) 15001.0001.5002.0002.5003.0003.5004.0004.5005.000Millisekunden
Leistungsaufnahme – CrystalDiskMark (Durchschnitt)
    • WD Red Pro 26 TB
      SATA, 2025
      6,8
    • Seagate IronWolf Pro 24 TB
      SATA, 2024
      7,4
    • WD Red Pro 18 TB
      SATA, 2021
      7,5
    • Seagate IronWolf Pro 32 TB
      SATA, 2025
      7,6
    • Seagate IronWolf Pro 30 TB
      SATA, 2025
      8,0
Einheit: Watt (W)

Leistungsrating

Alle Leistungstests (nicht Leistungsaufnahme) zusammen genommen, zeigt sich auch bei der zweiten HAMR-Festplatte der Eindruck, dass der Fortschritt bei der Speicherkapazität zulasten einer geringeren Performance geht. Durch die Einbrüche im Dauerschreibtest liegt die IronWolf Pro 32 TB nur ganz knapp vor der IronWolf mit 30 TB. Die schnellsten Modelle ohne HAMR liefern im Schnitt über 10 Prozent mehr Leistung.

Leistungsrating: Alle Tests
    • Seagate IronWolf Pro 24 TB
      SATA, 2024
      91
    • WD Red Pro 26 TB
      SATA, 2025
      89
    • Seagate IronWolf Pro 32 TB
      SATA, 2025
      81
    • Seagate IronWolf Pro 30 TB
      SATA, 2025
      80
    • WD Red Pro 18 TB
      SATA, 2021
      70
    • WD Blue 1 TB
      SATA, 2012
      61
    • WD Red 6 TB
      SATA, 2015
      57
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Fazit

HAMR ist angekommen und funktioniert, lautete das Fazit beim Test der ersten HAMR-Festplatte in Form der Seagate IronWolf Pro mit 30 TB. Beim 32-TB-Modell stimmt das prinzipiell auch, doch trüben ungewohnte Einbrüche beim Dauerschreibtest das Bild. Nicht bestätigt, aber naheliegend ist, dass die noch einmal gestiegene Datendichte (es bleibt bei zehn Plattern) hier ihren Tribut zollt. Die Leistung steigt zudem nicht wie sonst üblich mit der größeren Datendichte und unterm Strich sind die HDDs langsamer als die größten Modelle ohne HAMR.

Seagate IronWolf Pro 32 TB im Test
Seagate IronWolf Pro 32 TB im Test

Wer als Endkunde die größte Speicherkapazität pro Laufwerk sucht, hat zurzeit aber keine andere Alternative zu den 32-TB-Modellen von Seagate. Die IronWolf Pro mit 32 TB ist aktuell ab 849 Euro zu haben. Bei Western Digital gibt es die WD Red Pro nur mit maximal 26 TB und 32 TB stehen bisher nur für den Servermarkt in der Ultrastarserie zur Verfügung.

Auch Western Digital will im kommenden Jahr mit HAMR-Festplatten starten, fährt allerdings zweigleisig: 40 TB sollen sowohl mit HAMR als auch mit ePMR-Technik ohne Laser erreicht werden. Immer wieder betont der Hersteller das Motto: die richtige Technik zur richtigen Zeit. HAMR benötigt nach Jahrzehnten der Forschung und vielen Verschiebungen am Ende vielleicht doch noch etwas Zeit.

ComputerBase hat die IronWolf Pro HDD leihweise von Seagate zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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