Altman verteidigt KI-Energiebedarf: „Ein Mensch braucht 20 Jahre, um intelligent zu werden“
Gegenüber dem Indian Express hat OpenAI-CEO Sam Altman in einem Interview Stellung zum hohen Energiebedarf für das Training und den Betrieb von KI-Modellen genommen und dabei die seiner Ansicht nach hohe Energieeffizienz hervorgehoben. Das von ihm gewählte Beispiel sorgte über das Wochenende bereits für hitzige Diskussionen.
Zwei Jahrzehnte für Lernen und Ausbildung
Als Grundlage für seine Aussage führt Altman an, dass ein Mensch seiner Meinung nach rund 20 Jahre für Lernen und Ausbildung benötige, um schließlich Aufgaben eigenständig ausführen zu können. In dieser Zeit werde ebenfalls eine große Menge an Energie verbraucht. Dazu zählt er unter anderem auch die Nahrung, die ein Mensch in diesem Zeitraum benötige. Er betonte zudem, dass KI-Modelle wie ChatGPT nach dem Training pro Abfrage deutlich energieeffizienter als Menschen agieren würden, womit KI-Modelle trotz der anfänglichen Trainingskosten langfristig betrachtet weitaus weniger Energie benötigen sollen.
🚨 SAM ALTMAN: “People talk about how much energy it takes to train an AI model … But it also takes a lot of energy to train a human. It takes like 20 years of life and all of the food you eat during that time before you get smart.” pic.twitter.com/vRuVnnmzjB
— Chief Nerd (@TheChiefNerd) February 21, 2026
KI soll von der Energiebilanz bereits aufgeholt haben
Wird darüber hinaus die gesamte menschliche Evolution und die Entwicklung der Wissenschaft berücksichtigt, seien KI-Modelle tatsächlich viel effizienter in dem, was sie tun, als die Menschheit als Ganzes. Für ihn habe künstliche Intelligenz bereits dann aufgeholt, wenn ein System darauf trainiert sei, eine vom Nutzer gestellte Frage beantworten zu können.
Energieversorgung weiterhin eine Herausforderung
Aktuell stellt nichtsdestoweniger insbesondere die Verfügbarkeit von Strom die größte Limitierung beim Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz dar. Erst im November des vergangenen Jahres erklärte Microsoft-CEO Satya Nadella, dass aktuell nicht wie oft angenommen die Chip-, sondern die Energieversorgung das größte Problem beim Bau neuer Anlagen sei, um entsprechende Einrichtungen rechtzeitig in Betrieb nehmen zu können.
Das führt dazu, dass OpenAI zwar bereits massiv Hardware bei Herstellern wie Nvidia und AMD geordert hat, diese jedoch erst abnehmen muss, wenn die entsprechenden Rechenzentrums-Kapazitäten schließlich vorhanden sind.