Generative KI-Chatbots: Wie stark Gemini im Jahr 2025 auf ChatGPT aufgeholt hat

Andreas Frischholz
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Generative KI-Chatbots: Wie stark Gemini im Jahr 2025 auf ChatGPT aufgeholt hat
Bild: Google Deepmind

Anfang des Jahres dominierte ChatGPT noch den Markt der generativen KI-Chatbots, Konkurrenten wie Googles Gemini, Microsofts Copilot, Anthropics Claude sowie Grok von xAI waren abgeschlagen im Verfolgerfeld. Zumindest Google konnte dieses Jahr aufholen: Gemini kommt beim Traffic der KI-Dienste mittlerweile auf 18,2 Prozent.

Bemerkenswert ist die Zahl insbesondere, wenn der Stand von vor zwölf Monaten als Maßstab genommen wird: Laut den Zahlen des Analysedienstes SimilarWeb entfiel vor einem Jahr noch 87,2 Prozent des Traffics auf ChatGPT. Gemini lag damals noch mit 5,4 Prozent auf Rang 2, weitere Dienste wie Perplexity, Claude und Copilot folgten auf den weiteren Plätzen mit zwei Prozent oder weniger Marktanteil.

Klar in Führung liegt ChatGPT immer noch, OpenAIs Chatbot macht 68 Prozent des Traffics der KI-Dienste aus. Gemini hat mit 18,2 Prozent aber deutlich aufgeholt. Rang 3 belegt Deepseek mit 3,9 Prozent, Grok kommt auf 2,9 Prozent, Perplexity auf 2,1 Prozent, Claude auf 2 Prozent und Copilot auf 1,2 Prozent.

Der Markt der generativen KI-Chatbots ist immer noch klar strukturiert. Mit Gemini hat sich aber eine eigenständige Nummer 2 etabliert.

Absolut legt der Markt zu

Wichtig an den Zahlen ist: Es geht um das relative Wachstum. Bei den absoluten Zahlen kann OpenAI weiterhin deutlich zulegen. Solche Werte nennt SmiliarWeb zwar nicht. Gelten hierbei jedoch die Nutzerzahlen als Maßstab, erreichte ChatGPT im Oktober bereits die Marke von 800 Millionen wöchentlich aktiven Nutzern. Bei Gemini sind es 450 Millionen monatlich aktive Nutzer – der Wert ist mit dem von ChatGPT also nicht direkt vergleichbar.

OpenAI sieht rot

Den Druck von Google spürt OpenAI dennoch. Im Dezember verkündete Sam Altman einen Code Red, die Entwicklung von ChatGPT soll priorisiert werden. Schneller, zuverlässiger und persönlicher soll der Chatbot werden. Startpunkte für diese Entwicklung sind die Veröffentlichung von GPT-5.2 und einem neuen Bild-Modell.

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