Neues ChatGPT-Modell: GPT-5.3 soll flüssigere Gespräche und weni­ger Halluzinationen bieten

Andreas Frischholz
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Neues ChatGPT-Modell: GPT-5.3 soll flüssigere Gespräche und weni­ger Halluzinationen bieten

OpenAI führt mit GPT-5.3 Instant ein neues Modell für ChatGPT ein, durch das alltägliche Gespräche flüssiger laufen und deutlich hilfreicher sein sollen. Profitieren sollen darüber hinaus auch die Antworten, die auf Informationen aus der Web-Suche basieren.

Bei dem Update geht es also weniger um eine Leistungssteigerung in spezifischen Benchmarks. Verbessert werden soll hingegen das alltägliche Gefühl im Umgang mit dem KI-Assistenten. „Weniger cringe, mehr Genauigkeit“ ist einer der Slogans, mit denen OpenAI das neue Modell bewirbt.

Flüssigere Gespräche, weniger Belehrungen

Laut OpenAI kam es mit GPT-5.2 Instant immer wieder zu Fällen, in denen ChatGPT zunächst defensiv antwortete, die Nutzer belehrte oder erklärte, welche Antworten das Modell nicht geben kann. Im Blog-Beitrag wird dafür eine Frage nach der Flugbahnberechnung beim Bogenschießen als Beispiel genannt. Bei dieser erklärte ChatGPT mit GPT-5.2 Instant zunächst, es könne keine Anleitung generieren, wie ein Nutzer ein echtes Ziel treffen könne.

Antworten sollen auch prägnanter sein, indem sie wiederholende Formulierungen, übermäßige Einschränkungen und „gedankliche Sackgassen“ vermeiden. Das soll zu einem konstanteren Gesprächsfluss führen.

Verbessert sein soll auch die Qualität der Antworten, wenn das Modell die Web-Suche verwendet. Indem es die Web-Inhalte enger mit den Reasoning-Fähigkeiten verknüpft, kann GPT-5.3 Instant besser die relevanten Punkte herausarbeiten, anstatt lediglich Link-Listen oder nur lose zusammenhängende Quellen zu präsentieren.

Weniger Halluzinationen

Laut OpenAIs internen Messungen halluziniert GPT-5.3 Instant auch weniger als die Vorgänger, die Antworten sind faktentreuer. Ein interner Test untersucht risikoreichere Bereiche wie Medizin, Recht und Finanzen; bei diesen Themen sinkt die Halluzinationsrate um 26,8 Prozent, wenn die Web-Suche aktiviert ist. Wird ausschließlich das interne Wissen des Modells genutzt, sinkt die Halluzinationsrate um 19,7 Prozent.

Im zweiten Test misst OpenAI die Halluzinationsrate in anonymisierten Gesprächen, in denen Nutzer sachliche Fehler gemeldet haben. Mit Web-Nutzung verringert sich die Fehlerrate um 22,5 Prozent und mit reinem Modell-Wissen um 9,6 Prozent.

Verfügbarkeit: Schrittweiser Start für alle ChatGPT-Nutzer

OpenAI führt GPT-5.3 Instant derzeit schrittweise in ChatGPT ein. Dort ersetzt es GPT-5.2 Instant, das aber für drei Monate noch als Legacy-Modell abrufbar ist. Zusätzlich wird GPT-5.3 Instant über die API ausgerollt.

Die Pro- und Thinking-Varianten sollen ebenfalls bald auf 5.3 aufstiegen. Schon im Februar aktualisiert wurde das Agenten-Modell Codex.

Für die Zukunft wird zudem eine weitere schnelle Entwicklung versprochen. Auf X stellt OpenAI bereits GPT-5.4 in Aussicht.

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