SK Hynix: Die ersten LPDDR6-Chips sind fertig und gehen bald in Serie
Auf LPDDR5(X) folgt LPDDR6, so viel steht schon lange fest. SK Hynix hat nun seine ersten LPDDR6-Chips fertig entwickelt und validieren lassen. Diese bieten 2 GB Speicherplatz (16 Gbit) und werden im „1c“-Verfahren hergestellt. Die Vorbereitungen zur Massenfertigung laufen.
LPDDR6 kurz vor Serienfertigung
Wie SK Hynix offiziell mitteilt, soll der „16 Gb LPDDR6 DRAM“ auf Basis der sechsten Generation der 10-nm-Klasse, die 1c genannt wird, noch innerhalb des ersten Halbjahres 2026 die Serienfertigung erreichen. Im zweiten Halbjahr sollen dann die Auslieferungen beginnen. Geplant ist der Einsatz vor allem in neuen Smartphones und Tablets, die „On-Device AI“ bieten. Gemeint sind also Mobilgeräte, auf denen KI-Anwendungen lokal laufen, statt auf Cloud-Systeme zurückzugreifen.
Mehr Leistung für KI und Co.
Für dieses Einsatzgebiet und alle Anwendungen, die hohen Speicherdurchsatz fordern, sei die Geschwindigkeit zur Datenverarbeitung um 33 Prozent gegenüber einem nicht näher beschriebenen LPDDR5X-Produkt erhöht worden. Der Durchsatz pro Pin wird mit 10,7 Gigabit pro Sekunde angegeben. Das sind umgerechnet 10.700 MT/s. LPDDR5 ist bisher mit bis zu 6.400 MT/s spezifiziert und die schnellere Variante LPDDR5X erreicht maximal 8.533 MT/s.
Dieser Durchsatz ist aber nur der Anfang bei LPDDR6, denn für die weitere Entwicklung sind bis zu 14.400 MT/s geplant. Danach soll LPDDR6X das noch überbieten.
| LPDDR5 | LPDDR6 | LPDDR5X | LPDDR6X | |
|---|---|---|---|---|
| Maximale Datenrate (JEDEC) | 6.400 MT/s | 14.400 MT/s | 8.533 MT/s | 17.066 MT/s |
| kursiv = noch inoffiziell | ||||
Verbesserte Effizienz
Die Leistungsaufnahme soll parallel um 20 Prozent gegenüber der vorherigen Generation reduziert werden. Dadurch steigt die Effizienz deutlich. Diese Errungenschaft führt SK Hynix nach eigenen Angaben auf eine „Subkanalstruktur und die DVFS-Technologie“ zurück. DVFS ist die Abkürzung für Dynamic Voltage and Frequency Scaling. Dahinter steckt eine Energieverwaltung, die Spannungen und Frequenzen den jeweiligen Betriebsbedingungen anpassen. Bei maximaler Last dürfte demnach höchstens wenig Strom gespart werden.
Doch diese liegt im Smartphone nur selten an, sodass mit LPDDR6 durchaus etwas höhere Akkulaufzeiten zu erwarten sind, sofern nicht andere Komponenten die Energieeinsparungen wieder wettmachen.