CES 2026

Razer Project Motoko: KI-Headset mit Kameras und Mikros unterstützt auch ChatGPT

Frank Hüber
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Razer Project Motoko: KI-Headset mit Kameras und Mikros unterstützt auch ChatGPT
Bild: Razer

Mit Project Motoko stellt Razer zur CES 2026 sein Konzept eines kabellosen, tragbaren KI-Headset der nächsten Generation vor. Das für die Verarbeitung der audiovisuellen Informationen auf Technik von Qualcomm aus der Snapdragon-Familie setzt. Das KI-Headset soll eine universelle Kompatibilität zu führenden KI-Plattformen bieten.

Zwei Kameras auf Augenhöhe für Echtzeitverarbeitung

Das Project Motoko besitzt zwei Kameras in den Ohrmuscheln auf Augenhöhe, die nach vorne gerichtet sind und so sehen, was der Nutzer gerade sieht. Die Bild­informationen sollen in Echtzeit verarbeitet werden können. Auf diesem Weg sollen Echtzeit-Objekt- und Texterkennung für intelligentere Interaktionen ermöglicht werden. So könne die KI über das Headset beispielsweise Straßenschilder übersetzen, aber auch die Trainings­wiederholungen zählen oder Dokumente unterwegs zusammenfassen. Darüber hinaus sollen Livestreams aus der Sicht des Nutzers mit dem Headset ebenso problemlos möglich sein wie die Frage an die KI beim Spielen, wie man einen Gegner, der gerade zu sehen ist, am besten besiegt.

Motoko liefert laut Razer eine stereoskopische Präzision mit einem weiten Sichtfeld und erfasst Tiefe, Symbole und Details, die über das menschliche periphere Sehen hinausgehen.

Fern- und Nahfeld­mikrofone

Duale Fern- und Nahfel­dmikrofone für die Audio­erkennung sorgen dafür, dass die kontextuelle KI versteht, was der Nutzer möchte. Darüber hinaus können sie aber auch Dialoge im Sichtfeld aufnehmen und Umgebungs­geräusche wahrnehmen.

Motoko soll das Gehörte sofort interpretieren und reagieren, wobei sich der KI-Assistent an Zeitpläne, Vorlieben und Gewohnheiten des Nutzers anpassen soll. Die Steuerung soll freihändig möglich sein, sodass man das KI-Headset zu jeder Zeit einsetzen kann.

Razer Project Motoko
Razer Project Motoko (Bild: Razer)

Universelle KI-Plattform-Kompatibilität

Motoko verbindet sich „mühelos“ mit KI-Plattformen wie Grok, OpenAI und Gemini und bietet laut Razer vollständige Flexibilität und Anpassung für jede Aufgabe.

Machine Learning Tools

Durch die Erfassung authentischer menschlicher visueller POV-Daten – einschließlich Tiefe, Fokus und Aufmerksamkeits­muster – soll Motoko aber auch Robotik-Teams Datensätze zur Verfügung stellen können, um Humanoiden für natürliche Wahrnehmung und Entscheidungs­findung zu trainieren.

Nick Bourne, Global Head of Mobile Console Division bei Razer, sieht in dem Projekt mit Qualcomm eine Veränderung der „Art und Weise, wie Technologie in den Alltag integriert wird“. Auch Ziad Asghar, SVP und GM of XR bei Qualcomm Technologies sieht durch das Headset eine Bewegung in eine Ära, in der mehrere KI-gestützte persönliche Geräte wie Project Motoko sehen, hören und gemeinsam mit einem KI-Agenten die Bedürfnisse des Nutzers antizipieren können.

Preis und Verfügbarkeit

Wie immer nennt Razer bei derartigen Projekten keine Preise und auch keine Termine. Manches Konzept fand nie den Weg in die Händlerregale, andere kamen abgespeckt auf den markt, um bezahlbar zu bleiben. Auch beim Project Motoko gilt deshalb, dass man abwarten muss, wie stark Razer das Projekt forciert. Jedoch soll im zweiten Quartal ein Developer Kit herausgegeben werden, für das sich Entwickler bei Razer anmelden können.

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