Samsung-Geräte betroffen: Bug in Windows 11 verhindert Zugriff auf Laufwerk C
Nach der Installation des regulären Februar-Sicherheitsupdates für Windows 11 kann es auf Samsung-Geräten dazu kommen, dass unter Windows 11 der Zugriff auf das Laufwerk C: verweigert wird. Den Fehler beschreibt Microsoft in der Dokumentation der bekannten Fehler, die Schuld liegt demnach bei Samsung.
Wenn betroffene Nutzer das Februar-Update KB5077181 oder eines der folgenden Updates installiert haben, kann es sein, dass Windows den Zugang auf C mit der Fehlermeldung „C:\ is not accessible – Access denied“ blockiert. Verhindert wird damit der Zugang zu Dateien, ebenso lassen sich Apps wie Outlook, Office-Programme, Browser und die System-Tools nicht starten.
In manchen Fällen kommt es auch zu Fehlern bei den Zugriffsrechten. Nutzer sind dann etwa nicht mehr in der Lage, Updates zu deinstallieren.
Samsung Galaxy Connect App als Ursache
Laut Microsoft sind ausschließlich Samsung-Modelle wie das Galaxy Book 4 und bestimmte Desktop-Systeme betroffen. Die Liste umfasst die Modellreihen NP750XGJ, NP750XGL, NP754XGJ, NP754XFG, NP754XGK, DM500SGA, DM500TDA, DM500TGA und DM501SGA. Der Fehler taucht sowohl unter Windows 11 25H2 als auch 24H2 auf.
Microsoft und Samsung untersuchen den Vorfall gemeinsam. Ausgangspunkt ist den Analysen zufolge ein Fehler in der Samsung Galaxy Connect App. Die ersten Berichte über den Vorfall erschienen gemeinsam mit der Freigabe des März-Updates, dieses gemeinsame Auftreten war laut Microsoft aber ein Zufall.
Die Samsung Galaxy Connect App wurde vorübergehend aus dem Microsoft Store entfernt, um weitere Installationen zu unterbinden. Samsung verteilt zudem eine ältere Version, die stabil läuft.
Laut Microsofts Fehlerbericht sind die Möglichkeiten für Nutzer bereits betroffener Geräte noch begrenzt. Samsung und Microsoft prüfen derzeit potenzielle Maßnahmen. Neue Informationen sollen veröffentlicht werden, sobald sie vorliegen. Für betroffene Nutzer, die gerätespezifischen Support benötigen, ist der Samsung-Support zuständig.
Sorgen nach jüngster Bug-Welle
Anfang des Jahres kämpfte Microsoft selbst mit einer Bug-Welle. Mehrere Notfall-Patches waren erforderlich, um etwa Stabilitätsprobleme mit Outlook zu beseitigen. Der Ruf von Windows 11 hat darunter noch mehr gelitten als ohnehin schon. Für Microsoft dürfte es daher zumindest ein Stück weit beruhigend sein, dass die Probleme in diesem Fall von Samsung ausgehen.
Einen Hotfix (KB5084597) musste Microsoft derweil auch selbst verteilen. Geschlossen wird damit eine Sicherheitslücke im RRAS-Management-Tool (Remote Access Service), diese kann eine Remote Code Execution ermöglichen. Betroffen sind aber nur Windows-11-Enterprise-Geräte, die Hotpatch-Updates nutzen und für das Remote-Server-Management verwendet werden. Es handelt sich also lediglich um eine kleine Anzahl von Geräten.