Deadlock: Shooter-MOBA gewinnt an Gunst der Spieler

Max Doll
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Deadlock: Shooter-MOBA gewinnt an Gunst der Spieler
Bild: Valve

Deadlock ist offiziell gar nicht erschienen und wird von Valve kaum thematisiert. Spieler kommen trotzdem in immer größerer Zahl. Mittlerweile kann man festhalten, dass sich der Shooter-MOBA-Hybrid zu einem Hit entwickelt.

Offiziell ist Deadlock nichts weiter als „ein Mehrspielerspiel im frühen Entwicklungsstadium“, so steht es auf der Produktseite auf Steam. Mehr steht dort nicht, mehr verrät Valve nicht, nicht einmal Systemanforderungen hat der Titel. Dennoch wachsen die Spielerzahlen.

Das liegt an geschickter Marketingstrategie, Erwartungsmanagement und gezielter Entwicklung. Ein neues Spiel von Valve erzeugt nicht nur alleine aufgrund seines Urhebers Interesse, sondern setzt auch massive Erwartungen. Die wenigsten großen Multiplayer-Spiele schlüpfen aber perfekt aus dem Ei, sie sind das Ergebnis jahrelangen Feinschliffs.

Beidem wird Valve gerecht. Das Studio spricht nicht über Deadlock. Spielen kann nur, wer jemanden kennt, der schon spielt und einladen kann. Also jemanden, der vom Konzept überzeugt ist. Hinter Deadlock verbirgt sich ein MOBA wie DOTA 2, ausgeführt als Ego-Shooter. Was Valve sagt, ist nur das: Deadlock befinde sich „im frühen Entwicklungsstadium“ mit Platzhaltern und „experimentellem Gameplay“. Wer spielt, weiß also, was er bekommt.

Spielerzahlen steigen

Ob Deadlock noch so unfertig ist, ist eine andere Frage, Spaß macht es auf jeden Fall. Mit dem letzten großen Update „Old Goods, New Blood“ sind die Nutzerzahlen kräftig gestiegen und liegen auf dem Niveau des jüngst zu Overwatch „beförderten“ Overwatch 2. Das Update überarbeitete die Helden und Stützpunkte, fügte neue Spielfiguren ein, ergänzte einen schnelleren Spielmodus mit kürzeren Runden, verbesserte Nutzerinterface und HUD etwa durch besseres Trefferfeedback und vereinfachte die Bedienung – zumindest über Neuerungen informiert Valve durch die Homepage des Spiels.

Nutzerzahlen sind seit dem Update kräftig gestiegen
Nutzerzahlen sind seit dem Update kräftig gestiegen (Bild: SteamDB)

So schafft es Deadlock aktuell auf Platz 6 der meistgespielten PC-Spiele in den USA. Das ist nicht schlecht für ein Spiel, das offiziell noch gar nicht erschienen ist. Geschickt geht Valve auch weiterhin vor. Zwei neue Helden sollen pro Woche erscheinen, hieß es im Rahmen des Updates. Welche das sind, bestimmt die Community. Stimmen verteilt Valve allerdings gegen Spielzeit.

So wirkt es, als schaffe Valve erfolgreich einen Spagat: Deadlock baut langsam eine wachsende Community auf, während es gleichzeitig immer besser wird, was einen öffentlichkeitswirksame „Erscheinungstermin“ mit all den damit verknüpften Erwartungen erfolgsversprechender werden lässt. Das beschreibt eine Strategie für Erfolg auch in einem stark gesättigten Markt. Ein wenig mehr Deadlock hätte Highguard demnach vielleicht davor bewahrt, in den Brunnen und auf den Bauch zu fallen.

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Mat Piscatella (@matpiscatella.bsky.social) 2026-02-20T14:37:05.176Z