Double Kill bei Ubisoft: Rainbow Six Siege X schon wieder gehackt
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wurde Ubisoft Opfer von Hackern. Erneut traf es den Online-Shooter Rainbow Six Siege X. Dieses Mal hagelte es für Spieler nicht Geld und bissige Bemerkungen, sondern Meme-Bans.
Bans aus dem Nichts heraus
Aus dem Nichts heraus erhielten Spieler in den vergangenen Stunden Bans für „Harassment Offense“, also belästigendes Fehlverhalten. Betroffen waren unter anderem auch Streamer. Dass es sich nicht um einen offiziellen Ban handelt, legte die Dauer nahe: Gesperrt wurden die Konten für 67 Tage, ein Bezug zum 6-7-Meme. Das Meme hat im Prinzip keinerlei Inhalt und gehört in die Kategorie „Brainrot“, es fordert lediglich eine Reaktion auf das Aufeinanderfolgen der Zahlen 6 und 7 ein.
Ubisoft's Rainbow Six Siege has been compromised (again). Social media is filled with players complaining about being banned for "67 days", a reference to the "Six Seven" meme. pic.twitter.com/1gYvvoU3WT
— vx-underground (@vxunderground) January 4, 2026
Teilweise wurde als Bangrund offenbar lediglich „ein netter Text“ genannt.
Darüber hinaus berichten Nutzer über individualisierte Scherznachrichten, die über das Esports-Banner angezeigt wurden. Spieler nehmen deshalb aktuell sowohl Ubisofts Sicherheitsvorkehrungen als auch die Server selbst mit Memes aufs Korn, die die Hardware des Unternehmens unter anderem als Kartoffel darstellen.
Rainbow Six has been hacked for the third time.
— Pirat_Nation 🔴 (@Pirat_Nation) January 5, 2026
Hackers in R6 can now ban you and type custom messages right into your game.
Ubisoft is so fuckd. pic.twitter.com/KopNl2F4lv
Ubisoft reagiert langsam
Ubisoft selbst hat auf die neue Situation erst vor wenigen Minuten reagiert und sich ansonsten auf offiziellen Kanälen seit der kurzen Stellungnahme zum Abschalten der Server am 29. Dezember in Schweigen gehüllt. Die Reaktion war ansonsten dieselbe: Erneut sind die Server des Spiels vom Netz genommen worden und das für alle Plattformen.
Ubisoft tappt wohl im Dunkeln
Dass sie ein weiteres Mal kompromittiert werden konnten, zeigt unübersehbar das Fortbestehen des grundsätzlichen Problems auf. Ubisoft tappt demnach noch im Dunkeln. Das Unternehmen schrieb auf X, Spieler könnten Kontosperrungen beruhigt ignorieren, da es sich nicht um offizielle Sperren handelt. Das Banner sei zudem abgeschaltet worden. Dies scheint, wenn man sich den Serverstatus anschaut, über das Ziehen des Steckers erfolgt zu sein.
Aktuell arbeite man wieder in voller Personalstärke an der Behebung „jüngster Probleme wie die Synchronisierungsfehler und Verbindungsabbrüche“. Der Hack wird weiterhin mit keinem Wort beim Namen genannt. Für Ubisoft wird die Situation aber auch so zunehmend peinlich und ärgerlich. Gerade ein Free-to-Play-Titel lebt davon, dass er spielbar ist, denn nur Spielzeit generiert Einnahmen.
If you received a ban notification between 1 PM EST and 5 PM EST on January 4th, this was not official and can be disregarded. Note that receiving these false notifications does not result in a real ban. The esports blue banner has also been temporarily disabled following reports…
— Rainbow Six Siege X (@Rainbow6Game) January 5, 2026