Highguard: Entwickler patchen, Spieler ziehen weiter

Max Doll
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Highguard: Entwickler patchen, Spieler ziehen weiter
Bild: Wildlight Entertainmen

Für Beobachter hat die letzte Stunde des Raid-Hero-Shooters Highguard längst geschlagen. Währenddessen veröffentlichen die Entwickler fast trotzig ein erstes Inhaltsupdate und wollen weiter patchen. Die Krux: Spieler ziehen weiterhin weiter.

Nach dem ersten schnellen Patch, der die Spieleranzahl von 3v3 auf optionale 5v5 anhob, bekommt das Spiel nun erstmals neue Inhalte. Sie umfassen eine neue Startbasis mit Luftschiff und ein neues Werkzeug für die Raid-Spielphase. Der Dietrich kann Türen aus der Entfernung öffnen beziehungsweise für das andere Team abschließen.

Darüber hinaus wird der Ingame-Shop um ein Reittier und weitere Skins ergänzt, die Wochenangebote von 5 auf 7 erhöht. Für die kommende Woche kündigt Wildlight Entertainment einen neuen Spielmodus an, der die Raid-Phase in den Vordergrund rücken soll. Im normalen Spiel wird sie erst erreicht, wenn Spieler den Schutzschild des Gegner-Stützpunktes deaktiviert haben – gilt aber als spaßigster Teil des Spiels.

Eigentlich war nach einer großen Entlassungswelle beim Studio, sinkenden Spielerzahlen und dem Abschalten der Webseite schon über das schnelle Aus von Highguard spekuliert worden. Auf dem Discord des Spiels erklärten die Entwickler allerdings, dass es sich um einen Serverwechsel handle, der aufgrund der daraus resultierenden Spekulationen um das Aus des Spiels und dem bereits eingetretenen Schaden für seinen Ruf niedrige Priorität bekommen habe.

Spieler gehen weiter

Inwieweit die ursprünglich in Aussicht gestellte Content-Roadmap noch Bestand hat, ist jedoch weiterhin unklar. Spieler hat Highguard aktuell nur noch recht wenige, aktuell liegt der Tages-Höchstwert auf dem PC laut SteamCharts bei nur noch 1.243 Nutzern, halb so viel wie noch vor fünf Tagen. Ist die Anzahl der Steam-Rezensionen von nur 780, davon nur etwa die Hälfte positiv, ein Indikator, interessiert sich zudem niemand für Highguard. Wie die Situation auf Konsolen aussieht, lässt sich damit aber nicht sicher sagen.

Wie lange der Shooter lebt, wird aber auch von den finanziellen Ressourcen des Studios abhängen. Deren Größe zogen die jüngsten Entlassungen in Zweifel, zumindest die Entwicklung selbst soll aber von einem Tencent-Tochter­unternehmen finanziert worden sein, berichtet Game File. Öffentlich hatte Wildlight nur erklärt, dass das Studio finanziell gut aufgestellt sei, sich über Investoren aber ausgeschwiegen.

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