Top oder Flop?: Highguard gibt ein klareres Bild ab und zeigt Potential
Bleibt es bei der Bauchlandung für den „PvP-Raid-Shooter“ Highguard? Nach ein paar Tagen ist das Bild klarer geworden. Es sieht besser aus als der Ersteindruck vermuten ließ. „The next big thing“ wird der Titel aber erst einmal nicht, bis dahin arbeiten die Entwickler am ersten Feedback und reagieren mit einem neuen Spielmodus.
Die überraschende Vorstellung auf dem Game Awards gepaart mit quasi keinerlei Informationen zum Spiel abgesehen von großen, vagen Versprechungen brachten Highguard eine Menge Häme ein. Die hat zumindest in Teilen den Blick auf das Spiel beim Start geprägt – zumal die Entwickler sich vollständig bedeckt hielten und der Perspektive im Netz nichts entgegensetzten. Nun ist nach dem Getöse der ersten Tage endlich klarer, was Highguard sein will und wie viel Spaß es macht. An der Bauchlandung ändert sich jedoch erst einmal nichts.
Stärken, Schwächen und Potential
Das Rumballern fühlt sich gut an, der Rest stolpert, das ist der Querschnitt aus den bisherigen Bewertungen. Highguard kombiniere zu viele Ideen, die öfter einmal miteinander kollidieren, heißt es neben Kritik an der Technik. Der neue Ansatz findet zwar Lob, zu oft wird aber nur von Potential und Raum für Wachstum gesprochen. An sich wird in Testberichten umrissen, was Highguard sein könnte. Prinzipiell validiert das die Idee eines taktischen Shooters, bei dem in verschiedenen Phasen um eine Basis gekämpft wird.
Wertungen bilden genau das ab. Auf Metacritic erhält der Shooter 2,4 in den Nutzerwertungen, die Presseschau sagt 69 Punkte, Steam liegt in der Mitte. 48 Prozent aller Rezensionen sind positiv, eine deutlich Steigerung seit der vergangenen Woche. Ist der Flop damit ausgemacht? Anders als Ubisofts längst vergessene Free-to-Play-Shooter-Versuche oder zuletzt Concord bedient sich Highguard zwar bei allen Genres und Genregrößen, wirkt aber deutlich eigenständiger.
You've been asking, and we're happy to share—5v5 Raid Mode is here to stay! ⚔
— Highguard | LIVE NOW! (@PlayHighguard) February 2, 2026
We appreciate everyone hopping in over the weekend to give the mode a try. We saw a fairly even split between 3v3 and 5v5, which helped inform our decision. pic.twitter.com/S0QfgCE7vK
Darin liegt tatsächlich eine Chance. Allein: Aktuell wird der Shooter zu oft als „fade“ bezeichnet. Was auf dem Papier gut klingt, hat noch keinen Geist – es fehlt der Spaß. Daran arbeiten die Entwickler, über das Wochenende wurde die Spieleranzahl angehoben, um der Leere auf den Karten entgegenzuwirken. Der neue 5v5-Modus bleibt erhalten und ist nun eine permanente Alternative zum 3v3-Modus.
Verloren ist damit noch nichts: Spielerzahlen haben sich bei aktuell zwischen 5.000 und 8.000 Nutzern stabilisiert. Je nach Größe von Wildlight Entertainment mag das bereits eine tragfähige Ausgangssituation sein, um Highguard zu Ende zu entwickeln und den schwersten Baustein eines Spiels zu finden: den nicht quantifizierbaren, nicht planbaren „Spaß“.
Der große Leser-Blindtest Nativ vs. DLSS 4.5 vs. FSR AI!