Wie gut ist Pokémon Pokopia?: Süße Sammeltiere sind so gut wie Resident Evil
Gaming hat die Hit-Wochen ausgerufen. Auf das hervorragende Resident Evil: Requiem (Test) folgt Pokémon Pokopia in einem ganz anderen Genre am entgegengesetzten Pol, aber laut Testberichten mit gleicher Qualität.
Resident Evil ist gruselig und zum Weglaufen, Pokémon kuschelig und zum Dableiben. Pokopia fängt, sagen Tests, ist ein hervorragendes „Cozy Game“, das einfach nur nett ist. Spielerisch hat es aber ebenso einiges zu bieten. Eurogamer beschreibt das Konzept so: Das Spiel kombiniere Animal Crossing mit Minecraft und mache ein Gestaltwandler-Pokémon zur Hauptfigur. Dergestalt machen sich Spieler daran, eine von Menschen verlassene Welt wiederherzustellen.
Mechaniken sind laut der Seite etwas seichter gehalten als in den Vorbildern, aber vielfältig. Die Habitat-Mechanik rückt dabei fast jeder Test in den Mittelpunkt: Wer ein Pokémon und dessen Fähigkeiten oder Unterstützung haben möchte, muss ihm Lebensraum schaffen und es möglichst weit zufriedenstellen. Das schaltet zugleich neue Gegenstände frei, die wiederum den Aktionsradius in der Spielwelt vergrößern. Mechaniken werden zunehmend komplexer, Abhängigkeiten größer. Dadurch findet der VGC nach 100 Spielstunden immer noch Neues, die Kampagne selbst dauert etwa die Hälfte dieser Zeit. Kämpfe gibt es allerdings nicht – die Pokémon siedeln friedlich.
Das Ergebnis von Exploration, die stets Dinge zum Entdecken bereithält, und dem Wiederbeleben der Ödnis entspannt, Writing und Soundtrack werden ebenso wie die technische Umsetzung gelobt.
Dabei nimmt das Spiel während der Story zunächst recht deutlich an die Hand, was unter anderem GameStar und GameInformer als möglichen Störpunkt benennen, der VGC bemängelt zudem den Grind im (freien) Endgame, der die Seite jedoch nicht an einer Traumwertung hindert. Kritik wird ansonsten nicht groß geübt. Das Spiel gefällt.
Fazit: Top
Die beste „entspannende Simulation die ich seit Jahren gespielt habe“, bilanziert der GameInformer deshalb, für 4Players entpuppt sich Pokémon Pokopia gar als „das bessere Animal Crossing“ (4Players). Differenzen in den Wertungen speisen sich demnach vorrangig daraus, wie sehr das Genre selbst Anklang findet. Mit einem Metacritic-Schnitt von 88 Punkten mausert sich Pokopia aber unabhängig davon zu einem der besten Spiele des Jahres.
| Publikation | Wertung |
|---|---|
| 4Players | 9/10 |
| Eurogamer | 4/5 |
| Game Informer | 9/10 |
| Game Star | 83/100 |
| VGC | 5/5 |
| Metacritic | Presse: 88/100 Nutzer: -/10 |