Wie gut ist Resident Evil: Requiem?: So gruselig-gut war die Serie lange nicht mehr
Das neue Resident Evil verbindet Action- und Horror-Elemente zu einem neuen Highlight der Serie, das verschiedene Ausrichtungen der Marke zusammenführt und in Rezensionen dafür gefeiert wird. Mut verlangt Requiem aber nur von anderen – und genau das wird ihm zwischen allem Lob vorgeworfen.
Action und Horror, eigentlich gegensätzliche Ausrichtungen, in einem Spiel zu verbinden, gelingt Capcom mit einem Trick: Gespielt wird phasenweise als Frischling Grace, die Kämpfen ausweichen muss, und phasenweise als Serien-Dauerbrenner Leon, einem typischen Actionhelden. Das fühle sich fast an wie zwei komplett unterschiedliche Spiele (GameSpot), da Capcom auch Mechaniken anpasse. Als Grace spiele sich Requiem eher wie Resident Evil 2 oder 7, als Leon wie Resident Evil 4, heißt es.
Beide Teile sind für sich gelungen und gut verzahnt, sie ergänzen sich hervorragend, lautet die Bilanz. Endlich schaffe Capcom die Balance zwischen beiden Serienidentitäten, jubelt PC Games N. Besondere Erwähnung findet stets der Horror. Capcom inszeniere ihn meisterhaft, erzeuge packende Situationen, stetigen Druck und dauerhaften Anspannung. Leons als spektakulär beschriebenen Action-Einlagen böten genau die nötige Pause. Angst einjagen kann Capcom immer noch. Und auch der Unterbau von Resident Evil Requiem (Technik-Test) passt.
Im Osten nichts Neues
Neues hat Capcom allerdings wenig zu bieten. Das ist, auf sehr hohem Niveau kritisiert, der größte Mangel an Requiem. Kotaku schreibt exemplarisch deutlich, dass das Spiel im Grunde wie schon sein Vorgänger mehr eine Greatest-Hits-Sammlung sei als eine produktive Reflexion alter Spiele, die etwas Neues auf den Tisch stelle. Der Fan-Service wird allerdings als herausragend bezeichnet.
Für PC Games N besteht der Titel aus Deja-Vus, aus zu offenkundigen Sammelaufgaben mit zu vielen kaputten Sicherungen und zu simplen Rätseln, der zudem in der Mitte etwas abfalle. Für 4Players passt zudem das Pacing nicht immer. Am Ende spiel das aber nie eine größere Rolle, denn das Spiel ist vielleicht „bekannt, manchmal allzu bekannt, aber immer aufregend“ (GameInformer).
Fazit: Meist brillant
Aus Fan-Sicht ist mit Requiem eine „exzellente Rückkehr“ der Serie (Eurogamer) zu verbuchen, die „außergewöhnlich gut“ darin ist, Resident-Evil-Dinge zu tun (Kotaku). Dabei richtet sie sich nicht nur an Serienfans, auch Neulinge werden gut unterhalten, wenngleich aus dieser Brille die Schwächen etwas stärker ins Gewicht fallen. Ungeachtet dessen hat Capcom laut Tests einen, wenn nicht gar den bislang besten Serienteil abgeliefert.
| Publikation | Wertung |
|---|---|
| 4Players | 85/100 |
| Eurogamer | 5/5 |
| Game Informer | 9.8/10 |
| Game Spot | 8/10 |
| IGN | 9/10 |
| IGN | 9/10 |
| Kotaku | n.A. |
| Metacritic | Presse: 88/100 Nutzer: -/10 |