GDDR7-Speicher: Micron erstmals auf GeForce und bald mit 36 Gbit/s

Michael Günsch
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GDDR7-Speicher: Micron erstmals auf GeForce und bald mit 36 Gbit/s
Bild: Micron

Zum ersten Mal wurde GDDR7 von Micron auf einer GeForce-RTX-50-Grafikkarte gesichtet. Bisher waren dort stets Samsung und SK Hynix zugegen. Derweil erwähnt Micron neue GDDR7-Chips mit höherer Speicherkapazität von 24 Gbit (3 GB) und mehr Durchsatz von nun bis zu 36 Gbit/s.

Wie VideoCardz berichtet, handelt es sich bei dem auf X geteilten Platinenfoto um die erste öffentliche Sichtung von Micron GDDR7 auf einer GeForce RTX 50. Die Kennung der GPU lautet GB206-250-A1, was auf eine GeForce RTX 5060 hinweist. Der Productcode „D8FHL“ auf den Speicherchips führt zu Microns GDDR7 mit 28 Gbit/s. Jeder der vier Chips besitzt eine Speicherkapazität von 16 Gbit (2 GB), sodass die Grafikkarte insgesamt auf 8 GB VRAM kommt.

Micron GDDR7 mit 24 Gbit und 36 Gbit/s

Im eigenen Blog hat Micron kürzlich zudem auf neue GDDR7-Speicherchips mit mehr Speicherkapazität und höherem Durchsatz hingewiesen. Diese sollen mit 24 Gbit (3 GByte) das Speichervolumen pro Chip um 50 Prozent steigern. Außerdem soll der maximale Durchsatz auf 36 Gbit/s steigen.

Völlig neu oder ungewöhnlich ist das aber nicht, denn auf den jüngsten Profigrafikkarten von Nvidia kommen zum Beispiel schon seit Monaten 3G-GDDR7-Chips zum Einsatz. Diese dürften aber bisher von Samsung oder SK Hynix stammen. Zumindest Samsung hat auch schon seit dem vergangenen Herbst 3-GB-GDDR7-Chips mit 36 Gbit/s im Produktkatalog.

Für neue Grafikkarten, die gar nicht kommen?

Am Ende stellt sich die Frage, worauf die neuen „größeren“ und schnelleren Speicherchips eingesetzt werden. Laut Gerüchten wurde das geplante RTX 50 Refresh zumindest vertagt, wenn nicht sogar abgesagt. Die RTX-60-Generation wird inzwischen erst ab 2028 erwartet.

Letztlich ist vorerst erneut der Einsatz auf Profigrafikkarten wahrscheinlich. Im Zuge der andauernden Speicherknappheit mit hohen Preisen bleiben Prognosen aber schwer. Allgemein verlagert sich die Branche immer mehr in Richtung der lukrativen Serveraufträge für KI-Rechenzentren, der Consumer-Sektor steht hinten an.