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Im Test vor 15 Jahren: AMDs Radeon HD 6950 mit 1 GByte war 20 Euro günstiger

Robert McHardy
42 Kommentare
Im Test vor 15 Jahren: AMDs Radeon HD 6950 mit 1 GByte war 20 Euro günstiger

Nachdem die Radeon HD 6950 ursprünglich mit 2 GByte Speicher auf den Markt kam und sich später an der Nvidia GeForce GTX 560 Ti messen musste, brachte AMD eine Variante der Radeon HD 6950 mit 1 GByte Speicher (Test) als kostengünstige Alternative heraus.

Alles gleich bei halbem Speicher

Die neue Version der AMD Radeon HD 6950 war identisch mit der vorherigen abgesehen von der von 2.048 MByte auf 1.024 MByte reduzierten Speicherkapazität. Das Speicherinterface war weiterhin 256 Bit breit und der Speichertakt lag wie zuvor bei 2.500 MHz, woraus sich eine Speicherbandbreite von 160.000 MByte/s ergab.

Preislich ging das mit einem mäßigen Rabatt einher. Die 2-GByte-Variante lag bei 231 Euro, während das 1-GByte-Modell ab 212 Euro erhältlich war. Nvidias GeForce GTX 560 Ti startete bei 202 Euro.

Radeon HD 5870 Radeon HD 6950 (1.024 MByte) Radeon HD 6970 GeForce GTX 560 Ti GeForce GTX 570
Chip Cypress Cayman GF114 GF110
Transistoren ca. 2,15 Mrd. ca. 2,64 Mrd. ca. 1,95 Mrd. ca. 3 Mrd.
Fertigung 40 nm
Chiptakt 850 MHz 800 MHz 880 MHz 822 MHz 732 MHz
Shadertakt 850 MHz 800 MHz 880 MHz 1.645 MHz 1.464 MHz
Shader-Einheiten
(MADD)
320 (5D) 352 (4D) 384 (4D) 384 (1D) 480 (1D)
FLOPS (MAD) 2.720 GFLOPS 2.253 GFLOPS 2.703 GFLOPS 1.253 GFLOPS 1.405 GFLOPS
ROPs 32 40
Pixelfüllrate 27.200 MPix/s 25.600 MPix/s 28.160 MPix/s 26.304 MPix/s 21.960 MPix/s
TMUs 80 88 96 64 60
TAUs 80 88 96 64 60
Texelfüllrate 68.000 MTex/s 70.400 MTex/s 84.480 MTex/s 52.608 MTex/s 43.920 MTex/s
Shader-Model SM 5
effektive Windows
Stromsparfunktion
Speichermenge 1.024 MByte GDDR5 1.024/2.048 MByte GDDR5 2.048 MByte GDDR5 1.024 MByte GDDR5 1.280 MByte GDDR5
Speichertakt 2.400 MHz 2.500 MHz 2.750 MHz 2.004 MHz 1.900 MHz
Speicherinterface 256 Bit 320 Bit
Speicherbandbreite 153.600 MByte/s 160.000 MByte/s 176.000 MByte/s 128.256 MByte/s 152.000 MByte/s

Optisch glich das Referenzdesign der 1-GByte-Version der Radeon HD 6950 dem größeren Modell nahezu wie ein Ei dem anderen. Einzig das Fehlen der Rückplatte gab einen Hinweis darauf, dass es sich nicht um das gleiche Modell handelte. Der Dual-Slot-Kühler mit dem 80-mm-Radiallüfter und Vapor Chamber wurde ebenfalls ohne Änderungen übernommen. Boardpartner wie HIS, Sapphire und XFX setzten auf ihre eigenen Kühllösungen anstatt auf das Referenzdesign.

Gewohnt gute Leistung

In den Benchmarks lieferte die AMD Radeon HD 6950 (1 GByte) die gewohnt sehr gute Leistung. Nvidias GeForce GTX 560 Ti ließ sie zwischen 5 und 18 Prozent hinter sich, abhängig von der Auflösung und den Einstellungen. Gegenüber der 2-GByte-Variante gab es in den meisten Szenarien keinen messbaren Unterschied. Einen echten Vorteil konnte das größere Modell nur in extremen Einstellungen von 2.560 × 1.600 Bildpunkten mit aktivierter vierfacher Kantenglättung erzielen.

Rating
Rating – 1680x1050
    • Nvidia GeForce GTX 580
      124,1
    • Nvidia GeForce GTX 570
      110,8
    • AMD Radeon HD 6970
      108,1
    • ATi Radeon HD 5870
      100,3
    • AMD Radeon HD 6950 1GB
      100,0
    • AMD Radeon HD 6950
      99,0
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti
      95,4
    • AMD Radeon HD 6870
      92,6
    • Nvidia GeForce GTX 470
      91,2
    • ATi Radeon HD 5850
      86,3
    • AMD Radeon HD 6850
      79,0
    • Nvidia GeForce GTX 460
      71,7
    • Nvidia GeForce GTX 460 768
      68,6
    • ATi Radeon HD 5770
      61,6
    • ATi Radeon HD 5750
      51,5
    • Nvidia GeForce GTS 450
      48,0
    • ATi Radeon HD 5670
      35,6
Einheit: Prozent, Arithmetisches Mittel

Wer sich weniger Leistungsaufnahme oder niedrigere Temperaturen von dem kleineren Speicher erhoffte, der sollte enttäuscht werden. Im Gegenteil, im Test war die 1-GByte-Version sowohl energiehungriger als auch wärmer. Eine gute Erklärung gab es dafür nicht, außer dass die angelegte Spannung eventuell höher ausfiel – zum Testzeitpunkt ließ sich das aber nicht evaluieren. Wer der Radeon HD 6950 etwas mehr Leistung entlocken wollte, der konnte mittels Übertaktung auf eine mäßige Leistungssteigerung von etwa 6 bis 7 Prozent hoffen.

Diagramme
Leistungsaufnahme
  • Idle – Windows:
    • ATi Radeon HD 5670
      158
    • Nvidia GeForce GTS 450
      160
    • ATi Radeon HD 5750
      162
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti
      162
    • Nvidia GeForce GTX 460 768
      163
    • Nvidia GeForce GTX 460
      164
    • ATi Radeon HD 5770
      167
    • ATi Radeon HD 5870
      167
    • AMD Radeon HD 6870
      167
    • AMD Radeon HD 6950
      167
    • AMD Radeon HD 6970
      167
    • AMD Radeon HD 6850
      168
    • ATi Radeon HD 5850
      170
    • AMD Radeon HD 6950 1GB
      170
    • Nvidia GeForce GTX 570
      171
    • Nvidia GeForce GTX 580
      181
    • Nvidia GeForce GTX 470
      184
  • Last:
    • ATi Radeon HD 5670
      233
    • ATi Radeon HD 5750
      249
    • ATi Radeon HD 5770
      272
    • Nvidia GeForce GTS 450
      279
    • AMD Radeon HD 6850
      292
    • Nvidia GeForce GTX 460
      314
    • AMD Radeon HD 6870
      315
    • Nvidia GeForce GTX 460 768
      315
    • ATi Radeon HD 5850
      316
    • AMD Radeon HD 6950
      327
    • ATi Radeon HD 5870
      339
    • AMD Radeon HD 6950 1GB
      356
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti
      356
    • Nvidia GeForce GTX 470
      397
    • AMD Radeon HD 6970
      403
    • Nvidia GeForce GTX 570
      404
    • Nvidia GeForce GTX 580
      446
Einheit: Watt (W)

Fazit

Insgesamt gab es an der 1-GByte-Variante der Radeon HD 6950 wenig zu beanstanden. Das Kühlsystem der Referenzversion war nicht ideal, allerdings boten Boardpartner ohnehin ihre eigenen Lösungen an. Der kleinere Speicher machte sich Anfang 2011 in den meisten Titeln und typischen Einstellungen nicht bemerkbar. Andererseits war die Ersparnis von 20 Euro für den halbierten Speicher sehr mäßig. Gegenüber der GeForce GTX 560 Ti konnte die Radeon mit einer höheren Leistung glänzen, war aber lauter und energiehungriger.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

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