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Im Test vor 15 Jahren: Nvidias GeForce GTX 560 Ti war schnell und zu teuer

Robert McHardy
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Im Test vor 15 Jahren: Nvidias GeForce GTX 560 Ti war schnell und zu teuer

Die Nvidia GeForce GTX 560 Ti (Test) hatte als Nachfolger der GeForce GTX 460 große Schuhe zu füllen. Die verbaute GF114-GPU im Vollausbau mit zusätzlichen Verbesserungen gegenüber der GF110 der Topmodelle sorgte dafür, dass die GeForce GTX 560 Ti eine ausgezeichnete Leistung ablieferte.

Eine neue GPU mit 1,95 Milliarden Transistoren

Die GeForce GTX 560 Ti setzte mit der GF114 auf eine neue GPU, die wie die GF104 des Vorgängers über 1,95 Milliarden Transistoren verfügte. Damit fiel sie deutlich kleiner aus als die GF110 mit ihren 3 Milliarden Transistoren der GeForce GTX 570 und 580. Die GF114 auf der GeForce GTX 560 Ti kam im Vollausbau, also ohne deaktivierte Recheneinheiten, daher und verfügte über 384 Shader-Einheiten. Die Taktrate betrug 822 MHz, woraus sich eine Rechenleistung von 1.253 GFLOPS ergab. Verglichen mit der GeForce GTX 460 war das ein sattes Plus von nahezu 40 Prozent. Der Speicher war mit 1.024 MByte gleich groß wie bei dem Vorgänger bemessen. Die Speicherbandbreite stieg mit 128.256 MByte/s gegenüber 115.200 MByte/s ebenfalls nur marginal an. Die größere GeForce GTX 570 besaß mit 1.280 MByte GDDR5 etwas mehr Speicher, der zudem über ein größeres 320 Bit Interface angesprochen wurde. Die typische Leistungsaufnahme der GeForce GTX 560 Ti unter Last lag laut Nvidia bei 170 Watt, was zwei 6-Pin-PCIe-Stromstecker notwendig machte.

Radeon HD 6870 Radeon HD 6950 GeForce GTX 460 1.024 MByte GeForce GTX 560 Ti GeForce GTX 570
Chip Barts Cayman GF104 GF114 GF110
Transistoren ca. 1,7 Mrd. ca. 2,64 Mrd. ca. 1,95 Mrd. ca. 3 Mrd.
Fertigung 40 nm
Chiptakt 900 MHz 800 MHz 675 MHz 822 MHz 732 MHz
Shadertakt 900 MHz 800 MHz 1.350 MHz 1.645 MHz 1.464 MHz
Shader-Einheiten (MADD) 224 (5D) 352 (4D) 336 (1D) 384 (1D) 480 (1D)
FLOPS (MAD) 2.016 GFLOPS 2.253 GFLOPS 907 GFLOPS 1.253 GFLOPS 1.405 GFLOPS
ROPs 32 40
Pixelfüllrate 28.800 MPix/s 25.600 MPix/s 18.900 MPix/s 26.304 MPix/s 21.960 MPix/s
TMUs 56 88 56 64 60
TAUs 56 88 56 64 60
Texelfüllrate 50.400 MTex/s 70.400 MTex/s 37.800 MTex/s 52.608 MTex/s 43.920 MTex/s
Shader-Model SM 5
effektive Windows-Stromsparfunktion
Speichermenge 1.024 MByte GDDR5 2.048 MByte GDDR5 1.024 MByte GDDR5 1.024 MByte GDDR5 1.280 MByte GDDR5
Speichertakt 2.100 MHz 2.500 MHz 1.800 MHz 2.004 MHz 1.900 MHz
Speicherinterface 256 Bit 320 Bit
Speicherbandbreite 134.400 MByte/s 160.000 MByte/s 115.200 MByte/s 128.256 MByte/s 152.000 MByte/s

Im Test vor 15 Jahren standen drei Varianten der GeForce GTX 560 Ti. Das Referenzdesign von Nvidia bestand aus einem 23 cm langen PCB, das von einem Dual-Slot-Kühler bedeckt wurde. Auf der GPU lag ein großer Kupferblock auf, der die Abwärme mittels dreier Heatpipes an die Aluminium-Lamellen abgab. Für Frischluft sorgte ein 75 mm großer Axiallüfter. Preislich lag das Referenzdesign bei 229 Euro.

Als zweites Modell trat die GeForce GTX 560 Ti Twin Frozr II OC von MSI an. Wie der Name bereits andeutete, verfügte diese Grafikkarte über MSIs bewährten Twin-Frozr-II-Kühler mit zwei 75-mm-Axiallüftern und vier Heatpipes. Die Taktraten lagen zudem 54 MHz (GPU) respektive 115 MHz (Speicher) höher als bei dem Referenzdesign, während die unverbindliche Preisempfehlung weiterhin bei 229 Euro lag.

MSI GeForce GTX 560 TI Twin Frozr II OC

Als dritter Kandidat kam die Zotac GeForce GTX 560 Ti zum Einsatz. Zotac orientierte sich an den Taktraten des Referenzdesigns, setzte dafür aber auf ein eigens entwickeltes PCB und Kühler. Das Dual-Slot-Kühlsystem verfügte über einen Kühlblock aus Kupfer, der über zwei Heatpipes mit den Aluminium-Lamellen verbunden war. Für frische Luft sorgte ein zentral platzierter 75-mm-Axiallüfter.

Zotac GeForce GTX 560 Ti

Starke Leistung in den Benchmarks

In den Benchmarks machte die GeForce GTX 560 Ti eine sehr gute Figur. Ihren direkten Vorgänger, die GeForce GTX 460, hängte sie im Durchschnitt um 32 bis 37 Prozent ab. Mit der Radeon HD 6870 lag sie gleichauf, solange keine Kantenglättung verwendet wurde, falls doch, dann war die GeForce zwischen 14 und 17 Prozent schneller. Die Radeon HD 6950 war abhängig von den genauen Einstellungen etwa gleich schnell bis etwas schneller als die GeForce GTX 560 Ti – vor allem in höheren Auflösungen und mit Kantenglättung zog sie bis zu 15 Prozent davon.

Rating
Rating – 1680x1050
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti SLI
      155,8
    • Nvidia GeForce GTX 580
      130,1
    • Nvidia GeForce GTX 570
      116,2
    • AMD Radeon HD 6970
      113,3
    • ATi Radeon HD 5870
      105,3
    • AMD Radeon HD 6950
      103,9
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti
      100,0
    • AMD Radeon HD 6870
      97,3
    • Nvidia GeForce GTX 470
      95,7
    • ATi Radeon HD 5850
      90,5
    • AMD Radeon HD 6850
      83,0
    • Nvidia GeForce GTX 460
      75,3
    • Nvidia GeForce GTX 460 768
      71,9
    • ATi Radeon HD 5770
      64,4
    • ATi Radeon HD 5750
      53,9
    • Nvidia GeForce GTS 450
      50,2
    • ATi Radeon HD 5670
      37,2
Einheit: Prozent, Arithmetisches Mittel

Das Referenzdesign der GeForce GTX 560 Ti machte sich in den B-Noten gut. Der Schalldruckpegel unter Last lag mit 45,5 dB(A) am unteren Ende des Testfeldes und die GPU-Temperatur mit 78 °C im grünen Bereich. Die Leistungsaufnahme unter Last war der Leistung zwar angemessen, aber insgesamt etwas höher als ideal. Dafür bot die Grafikkarte üppigen Übertaktungsspielraum und Anwender konnten bis zu 14 Prozent mehr Leistung erwarten. Die beiden Partnerkarten von MSI und Zotac mussten hier gegenüber dem Referenzdesign den Kürzeren ziehen und fielen negativ mit einer schlechteren Lüftersteuerung auf.

Diagramme
Lautstärke
  • Idle – Windows:
    • Nvidia GeForce GTS 450
      39,0
    • AMD Radeon HD 6850
      40,0
    • AMD Radeon HD 6870
      40,0
    • Nvidia GeForce GTX 460 768
      40,0
    • Nvidia GeForce GTX 460
      40,0
    • ATi Radeon HD 5870
      40,5
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti
      41,0
    • ATi Radeon HD 5850
      41,5
    • Nvidia GeForce GTX 570
      42,0
    • Nvidia GeForce GTX 470
      43,0
    • Nvidia GeForce GTX 580
      43,0
    • AMD Radeon HD 6950
      44,0
    • AMD Radeon HD 6970
      44,0
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti SLI
      44,5
    • ATi Radeon HD 5670
      45,5
    • ATi Radeon HD 5750
      45,5
    • ATi Radeon HD 5770
      45,5
  • Last:
    • Nvidia GeForce GTS 450
      40,5
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti
      45,5
    • Nvidia GeForce GTX 460 768
      47,5
    • Nvidia GeForce GTX 460
      47,5
    • ATi Radeon HD 5670
      50,5
    • ATi Radeon HD 5750
      51,5
    • AMD Radeon HD 6850
      52,5
    • ATi Radeon HD 5770
      53,5
    • ATi Radeon HD 5870
      54,5
    • AMD Radeon HD 6950
      54,5
    • ATi Radeon HD 5850
      56,0
    • AMD Radeon HD 6870
      56,0
    • Nvidia GeForce GTX 570
      57,0
    • AMD Radeon HD 6970
      57,5
    • Nvidia GeForce GTX 580
      58,5
    • Nvidia GeForce GTX 470
      63,0
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti SLI
      63,5
Einheit: dB(A)

Fazit

Insgesamt platzierte sich die GeForce GTX 560 Ti deutlich über der GeForce GTX 460, zwischen der Radeon HD 6870 und HD 6950. Vor allem die Kühlung des Referenzdesigns war ausgesprochen gelungen und gehörte zu den besten auf dem Markt. Preislich hatte es die GeForce GTX 560 Ti hingegen schwer. Mit ihrer UVP von 229 Euro war sie nur wenige Euro günstiger als eine schnellere Radeon HD 6950, die zudem einen doppelt so großen Speicher besaß. Trotz ihrer exzellenten Testergebnisse scheiterte es zum Start daher am unattraktiven Preis. Dennoch konnten Anwender mit der GeForce GTX 560 Ti abgesehen davon nichts falsch machen.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

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