Rolle rückwärts: Dell gibt neues Namensschema nach einem Jahr wieder auf
Vor einem Jahr war es die große Ankündigung von Dell: Ein neues Namensschema für Notebooks und PC-Systeme sollte Ordnung in das Portfolio bringen und es besser verständlich machen. Dafür wurden sogar über Jahrzehnte etablierte Bezeichnungen wie „XPS“ zu Grabe getragen. Nur ein Jahr später macht Dell jetzt die Rolle rückwärts.
Das plante Dell letztes Jahr
Vor einem Jahr gab Dell zur CES das Ende von Markennamen wie XPS, Latitude, Inspiron, Precision oder OptiPlex bekannt. Fortan sollten Notebooks und PC-Systeme innerhalb der drei Säulen Dell, Dell Pro und Dell Pro Max angeboten werden. Für jede der drei Säulen waren zusätzliche Bezeichnungen wie Base, Plus und Premium, außerdem Informationen zur Größe geplant. Notebooks kamen deshalb mit Bezeichnungen wie Dell Pro Max 16 Plus auf den Markt. Und was früher XPS war, war fortan Dell Premium.
Damit ist ein Jahr später aber schon wieder Schluss. „Ihr hattet Recht.“ Mit dieser kurzen und ehrlichen Einsicht trat Anfang Dezember zum CES-Vorabtermin in New York Dell-COO Jeff Clarke mit XPS-T-Shirt auf die Bühne, um den anwesenden Medien, Analysten und Partnern mitzuteilen, dass das letztjährige Rebranding ein Fehler war und Dell 2026 unter anderem das XPS zurückbringen wird.
Das zum Januar 2025 eingeführte Namensschema
| Dell | Dell Pro | Dell Pro Max |
|---|---|---|
| Base (Basismodell) | ||
| Plus (Mehr Leistung oder Ausstattung) | ||
| Premium (Fokus auf Design) | ||
Keine vollständige Rückkehr zu alten Namen
Nachdem vor einem Jahr die Rolle vorwärts allerdings nicht alle Bereiche betraf und zum Beispiel der Bereich Gaming bei Alienware verblieb und auch Monitore weiterhin als UltraSharp bezeichnet wurden, erfolgt die Rolle rückwärts jetzt ebenfalls nicht komplett zurück zu OptiPlex und Co. Was aber definitiv ein Revival erfährt, ist XPS, was im Frühjahr mit dem neuen XPS 14 und XPS 16, später auch mit einem neuen XPS 13 erfolgen wird.
Das abermals neue Namensschema ab 2026
Alle anderen Notebooks aus dem Consumer-Segment von Dell sollen künftig schlicht als „Dell“ mit entsprechenden Zusätzen etwa für die Bildschirmgröße bezeichnet werden, sofern es sich nicht um Gaming-Lösungen handelt. Alles rund um Gaming bleibt auch in Zukunft fest in der Hand von Alienware.
Daneben folgt das Commercial-Segment mit den Säulen „Office“, „Performance“ und „Purpose Built“. Office-Geräte werden künftig als Dell Pro bezeichnet, während bei „Performance“ mit Dell Pro Precision ein kleiner Teil einer ehemals genutzten Bezeichnung zurückkehrt. Die Notebooks und PC-Systeme der Kategorie „Purpose Built“ sind allesamt Dell Pro mit den Zusätzen Rugged, Essential und Education.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Dell unter NDA im Rahmen einer Veranstaltung des Herstellers in New York erhalten. Die Kosten für An-, Abreise und zwei Hotelübernachtungen wurden von dem Unternehmen getragen. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe aus dem NDA war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.