CES 2026

HP EliteBoard G1a: In dieser Tastatur steckt ein kompletter PC

Nicolas La Rocco
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HP EliteBoard G1a: In dieser Tastatur steckt ein kompletter PC

HP denkt das mobile Arbeiten neu und bringt bei dem EliteBoard G1a den kompletten PC auf AMD-Basis in einer Tastatur unter, die in Ausführungen mit oder ohne Batterie angeboten wird. Das soll das flexible Arbeiten entweder an abweichenden Arbeits­stationen mit festem Monitor oder unterwegs mit einem USB-C-Display ermöglichen.

Zur CES 2026 in Las Vegas hat HP das EliteBoard G1a im Gepäck, ein kompletter PC, der sich in einer Tastatur versteckt. Die Lösung misst 358 × 118 × 17 mm und wiegt je nach Variante ab 676 g bis maximal 768 g. Damit fällt das EliteBoard G1a deutlich leichter als die meisten Notebooks aus, wenngleich bei HP der Bildschirm, aber auch Touchpad und Webcam fehlen. HP sieht in dem PC aber keinen Konkurrenten zu Notebooks, sondern eine neue Option für flexible Arbeitseinsätze im Büro, zuhause oder unterwegs.

Die Tastatur sei laut HP dafür ausgelegt, dass Anwender zwischen verschiedenen Arbeitsstationen mit vorhandenem Monitor wechseln können, ohne dabei den PC selbst wechseln zu müssen. So können Anwender zum Beispiel in unterschiedlichen Büros, in Coworking Spaces, zuhause, vom Hotel aus oder unterwegs arbeiten – Monitor am jeweiligen Arbeitsplatz vorausgesetzt.

Mit oder ohne Batterie, mit oder ohne Kabel

HP bietet das EliteBoard G1a in drei Konfigurationen an: ohne fest verbautes Bildschirm- bzw. Stromkabel und ohne Batterie, ohne fest verbauten Kabel, aber mit Batterie, sowie in dritter Ausführung mit einem fest verbundenem Bildschirm- bzw. Stromkabel und ohne Batterie. Die Variante mit Batterie ist gedacht für das Arbeiten entweder an einem stationären Monitor, der den PC aber nicht mittels Power Delivery über USB-C mit Strom versorgen kann, oder aber unterwegs in Verbindung mit einem USB-C-Monitor, der über einen eigenen Akku verfügt oder von der Tastatur versorgt wird. HP gibt für den austauschbaren 32-Wh-Akku eine Laufzeit von 3,5 Stunden bei produktiver Nutzung an.

Die Varianten ohne Akku setzen voraus, dass das EliteBoard G1a von dem verbundenen Monitor mit Strom versorgt werden kann. Das wiederum bedingt, dass der Bildschirm USB-C Power Delivery bietet und somit neben dem Empfang des Bildschirmsignals auch Strom zurück an den PC geben kann. In der Variante mit fest verbautem Kabel für Strom und Bildschirmsignal entspricht dieses Kabel USB4 mit 40 Gbit/s, DisplayPort 2.1 und Power Delivery mit 65 Watt. Hinzu kommen ein weiterer USB4-Port mit denselben Eigenschaften und einmal USB-C 3.2 Gen 2 mit 10 Gbit/s, DisplayPort 1.4 und erneut Power Delivery mit 65 Watt. Die Version ohne das fest verbaute Kabel für Bildschirmsignal und Strom bietet insgesamt einmal USB4 und einmal USB-C 3.2 Gen 2.

AMD Krackan Point wegen SO-DIMM

Unter den Tasten werkeln ausschließlich APUs von AMD, genauer gesagt Krackan Point in den Varianten Ryzen AI 5 330, Ryzen AI 5 340 Pro oder Ryzen AI 7 350 Pro. Die Hardware wird aktiv über interne Lüfter und Auslässe am Heck der Tastatur gekühlt. Über die integrierte Radeon 820M, 840M oder 860M lassen sich laut HP bis zu zwei 4K-Bildschirme im Daisy-Chain-Verfahren anschließen. Eine Maus komme am besten per Bluetooth hinzu, hieß es zur Präsentation. Dafür stellt HP für das EliteBoard G1a zwei WLAN-Module von MediaTek zur Auswahl: das RZ616 mit Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2 sowie das MT7925 mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0.

HP EliteBoard G1a im Hands-on
HP EliteBoard G1a im Hands-on

Die Wahl sei auf AMD gefallen, weil dort noch SO-DIMM angeboten wird, der sich durch den Anwender oder die IT-Abteilung in Unternehmen austauschen lässt. Als „Elite“- statt „Omni“-Produkt richtet sich der PC mehr an Geschäftskunden. Konfigurieren lässt sich das EliteBoard G1a mit bis zu 64 GB DDR5-5600, außerdem stehen bis zu 2 TB große PCIe-4.0-SSDs zur Auswahl und nur beim Ryzen AI 7 350 Pro auch 32 GB eMMC 5.0.

Weitere Ausstattungsmerkmale sind integrierte Mikrofone, Lautsprecher und ein Kensington-Schloss. Optional wird die Tastatur mit Fingerabdrucksensor angeboten. Bei den Betriebssystemen stehen Windows 11 Home und Pro zur Auswahl. Zu den Preisen und zur Verfügbarkeit hat sich HP noch nicht geäußert.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von HP unter NDA im Rahmen einer Veranstaltung des Herstellers in New York erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe aus dem NDA war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

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