Speicherknappheit beim M3 Ultra: Apple deckelt Mac Studio bei 256 GB statt 512 GB RAM

Nicolas La Rocco
23 Kommentare
Speicherknappheit beim M3 Ultra: Apple deckelt Mac Studio bei 256 GB statt 512 GB RAM
Bild: Apple

Apple bieten den Mac Studio mit M3 Ultra nicht länger mit bis zu 512 GB RAM an, sondern deckelt die Maximalkonfiguration auf 256 GB RAM – die jetzt aber mehr kosten als noch letzte Woche und eine lange Lieferzeit haben. Hintergrund dürften auch hier die aktuellen Speicherengpässe sein – oder Apple bereitet den Nachfolger vor.

Die maximale Rechenleistung im aktuellen Mac-Portfolio von Apple stellt obgleich der Vorstellung von M5 Pro und M5 Max weiterhin der im Mac Studio angebotene M3 Ultra. Eine 28-Core-CPU, 60-Core-GPU, 32-Core-Neural-Engine und 819 GB/s Speicher­bandbreite bietet selbst der Vollausbau des M5 Max nicht. Auch beim Thema RAM (und Storage) führt der Mac Studio das Feld noch vor dem schon länger nicht mehr aktualisierten Mac Pro an, der nach wie vor mit dem älteren M2 Ultra angeboten wird.

256 GB statt 512 GB RAM müssen ausreichen

Die größte Konfiguration des M3 Ultra mit 512 GB RAM steht im Zuge der jüngsten Ankündigungen von iPhone 17e, iPad Air M4, MacBook Air M5, MacBook Pro M5 Pro/Max und MacBook Neo allerdings nicht mehr bei Apple im Store zur Auswahl. Apple deckelt das zuletzt vor allem bei KI-Entwicklern, die sehr große Sprachmodelle lokal laufen lassen können, beliebte System derzeit bei maximal 256 GB, die zudem mehr kosten als noch letzte Woche und die mit einer längeren Lieferzeit einhergehen.

256 GB RAM kosten jetzt 2.500 statt 2.000 Euro

Im Detail lässt sich der Mac Studio zum einen mit dem „kleinen“ M4 Max und ausschließlich 36 GB RAM oder mit dem Vollausbau und dann 48 GB bis maximal 128 GB RAM konfigurieren. Der Sprung von 48 GB auf 128 GB liegt unverändert bei 1.250 Euro.

Zum anderen lässt sich der Mac Studio mit dem M3 Ultra, der zwei M3 Max mittels UltraFusion kombiniert, und dann mindestens 96 GB RAM konfigurieren. Bei diesem Chip macht es keinen Unterschied, ob der „kleine“ M3 Ultra mit 28-Core-CPU und 60-Core-GPU oder die große Variante mit 32-Core-CPU und 80-Core-GPU gewählt wird: Der RAM beläuft sich stets auf 96 GB und lässt sich in beiden Fällen auf maximal 256 GB RAM konfigurieren. Dieses Upgrade kostet jetzt aber 2.500 Euro anstelle von 2.000 Euro.

Die Maximalkonfiguration mit 512 GB RAM für 5.000 Euro Aufpreis im Vergleich zu 96 GB RAM ist jedoch nicht mehr im Shop zu finden. Was Apple zu dieser Umstellung bewegt hat, ist derzeit reine Spekulation, doch sind die alle Branchen betreffenden Speicherengpässe auch in diesem Fall naheliegend.

Vorbereitungen für den Nachfolger?

Apple könnte den eingekauften DRAM intern anders zuweisen, sei es auf andere Systeme für Endkunden oder aber für die eigenen Server für Apple Intelligence. DRAM könnte aber auch schlichtweg selbst einem Riesen wie Apple nicht mehr zeitnah in derart großen Mengen zur Verfügung stehen. Das Upgrade von 96 GB auf 256 GB RAM sorgt bereits dafür, dass sich die Lieferzeit von Ende März auf Anfang bis Mitte Mai verschiebt.

Die Umstellung könnte aber auch mit einem potenziellen Nachfolger in Zusammenhang stehen. Laut Bloomberg sei nach den jüngsten Updates im Portfolio als nächstes der Mac Studio an der Reihe. Dort soll nach einem Aussetzer mit der M4-Generation dann auch wieder ein neuer M5 Ultra zum Einsatz kommen, der sich potenziell mit sehr viel RAM kombinieren lässt, den Apple dem älteren M3 Ultra nicht mehr spendieren will.