SSD-Kühler von Team Group: Dreifach unter Wasser und einmal unter Strom
Zwar werden PCIe-5.0-SSDs der zweiten Generation immer sparsamer, dennoch sieht Team Group einen Markt für aufwendige M.2-SSD-Kühler. Zur Computex gezeigt wurden neue Konzepte wie eine AiO-Wasserkühlung für gleich drei SSDs. Ein weiterer „AI Cooler“ soll ein Peltier-Element nutzen.
Neue AiO-Wasserkühlung für M.2-SSDs
Team Group gehörte zu den ersten Herstellern, die sich an AiO-Wasserkühlungen für SSDs versucht haben. Der Linie bleibt sich der Hersteller treu und präsentiert nach Lösungen, die CPU und SSD in einen Kreislauf binden, jetzt eine reine SSD-Kühlung.
Auf der Computex wurde der T-Force GD120T SSD AIO Cooler gezeigt, der allein dadurch ins Auge fällt, dass gleich drei M.2-SSDs mit Schläuchen in den in sich geschlossenen Wasserkreislauf eingebunden sind. Dem Namen nach dürfte der Single-Radiator 120 mm messen. Einen T-Force GD120S für eine einzelne SSD hat Team Group schon länger im Programm.
Eine komplizierte Platzfrage
Gleich drei M.2-Kühler mit je zwei Schläuchen zu verbauen, dürfte je nach System schwierig bis unmöglich sein. Schließlich liegen oft andere Komponenten wie eine Grafikkarte mitten im Weg. Hier gilt es also die Kompatibilität aufs Genaueste zu prüfen, sofern dieses Konzept auch wirklich den Markt erreicht.
Bei bisher maximal 12 Watt Leistungsaufnahme für hitzige PCIe-5.0-SSDs mit E26-Controller, ist der Bedarf für eine potente Flüssigkeitskühlung ohnehin gering. Die neue Generation mit effizienten Chips wie dem SM2508 benötigt in der Spitze nur rund 7 Watt und lässt sich sogar komplett ohne Kühler betreiben.
Eine neue Variante für kombinierte CPU- und SSD-Kühlung hat Team Group mit dem T-Force DUO360V2 im Gepäck.
Der „AI Cooler“ mit Peltier-Technik
Als T-Force AI-Flow X oder kurz „AI Cooler“ bezeichnet Team Group ein neues Konzept. Dieser M.2-SSD-Kühler soll „Thermoelectric“ nutzen, womit in der Regel ein Peltier-Element gemeint ist. Dabei wird vereinfacht gesagt elektrischer Strom zur Kühlung eingesetzt.
Eine Grafik veranschaulicht den Aufbau, der aus einem Kühlkörper samt Mini-Lüfter sowie einem „Thermoelectric Cooling Chip“, also mutmaßlich dem Peltier-Element besteht. Die KI soll dabei die Kühlleistung erfassen und anpassen. Wirksamkeit und Nutzen bleiben vorerst zumindest fraglich.
Zuvor gab es schon einige CPU-Kühler mit thermoelektrischer Kühlung, die sich aber nie durchsetzen konnten.
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