Bis zu 50 Mrd. US-Dollar: Meta kauft massenhaft Blackwell, Rubin und mehr bei Nvidia

Andreas Frischholz
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Bis zu 50 Mrd. US-Dollar: Meta kauft massenhaft Blackwell, Rubin und mehr bei Nvidia
Bild: Meta

Nvidia und Meta verkünden eine mehrjährige Partnerschaft. Für den Aufbau neuer KI-Rechenzentren kauft der Facebook-Mutterkonzern Millionen von Chips ein. Zu denen zählen sowohl die aktuelle Blackwell- als auch die kommende Rubin-Generation.

Neben den GPUs will Meta auch Nvidias Spectrum-X-Ethernet-Switches in das Facebook Open Switching System (FBOSS) integrieren. Bei FBOSS handelt es sich um die zentrale Netzwerk-Infrastruktur, die Meta in den letzten Jahren für seine Rechenzentren entwickelt hat.

Meta wird auch weiterhin auf die Grace-CPUs von Nvidia setzen. Mit Optimierungen des Software-Ökosystems soll auch die Effizienz der Arm-Chips weiter gesteigert werden. Die neuen Vera-CPUs stehen ebenfalls auf der Agenda, der massenhafte Einbau ist für 2027 geplant. Ebenso umfasst der Deal die kommende Vera-Rubin-Plattform.

Partnerschaft soll Wert von bis zu 50 Mrd. US-Dollar haben

Die Hyperscaler-Rechenzentren, die Meta mit den Nvidia-Chips aufbauen will, sind sowohl für das Training neuer KI-Modelle als auch die Inferenz-Berechnungen – also den alltäglichen Betrieb der KI-Dienste – ausgelegt.

Für Systeme mit Nvidias GB300, die Meta ebenfalls einsetzen will, plant man die Entwicklung einer einheitlichen Architektur. Diese will man sowohl für die eigenen KI-Rechenzentren als auch die Cloud-Dienste über Nvidias Cloud-Partnerprogramm nutzen.

Welchen Umfang die Partnerschaft hat, teilen Meta und Nvidia offiziell nicht mit. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters schätzen Analysten, dass das Abkommen einen Wert von bis zu 50 Milliarden US-Dollar hat.

Metas KI-Ambitionen

Meta unterstreicht mit dem Abkommen die KI-Ambitionen. Bereits bei der Verkündung der letzten Quartalszahlen erklärte der Konzern, in diesem Jahr die Investitionsausgaben auf bis zu 135 Milliarden US-Dollar erhöhen zu wollen. Im letzten Jahr hatte der Konzern zudem eine neue KI-Abteilung aufgebaut, Forscher und Entwickler wurden mit astronomischen Gehältern gelockt.

Erste Modelle, die Metas neue Superintelligenz-Abteilung entwickelt, werden in diesem Frühjahr erwartet. Die Veröffentlichung wird mit Spannung erwartet. Mit den Llama-4-Modellen hatte der Konzern im letzten Jahr den Anschluss an die Spitze verloren.

Sowohl die massiven Investitionen als auch große Chip-Abkommen mit Nvidia sind nichts Ungewöhnliches. Laut Berechnungen von Bloomberg wollen allein die vier Big-Tech-Konzerne Amazon, Google, Meta und Microsoft in diesem Jahr mehr als 650 Milliarden US-Dollar investieren. Davon fließt ein Großteil in das KI-Wettrüsten.

Analysten der Bank of America gehen davon aus, dass die Investitionen für KI-Rechenzentren in 2026 bei insgesamt 748 Milliarden US-Dollar liegen. Im Jahr 2027 sollen es sogar 869 Milliarden US-Dollar sein.