Zweiter großer KI-Deal: Meta kauft für bis zu 60 Milliarden US-Dollar bei AMD ein

Michael Günsch
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Zweiter großer KI-Deal: Meta kauft für bis zu 60 Milliarden US-Dollar bei AMD ein

Vor einer Woche hieß es noch, dass Meta bei seinen KI-Rechenzentren voll auf Nvidia setzen wird. Dem ist aber nicht so, denn heute verkündet Meta eine Partnerschaft mit AMD. Diese umfasse die Abnahme von KI-Chips im Wert von 60 Milliarden US-Dollar. Im zweiten Halbjahr sollen die Helios-Racks ausgeliefert werden.

Meta fährt doch zweigleisig

Erst vor einer Woche hatte Meta einen Deal zur Abnahme hoher Mengen an KI-Beschleuniger-Chips von Nvidia verkündet, der ein Volumen von bis zu 50 Milliarden US-Dollar erreichen soll. Von AMD war dort keine Rede, daher gingen viele davon aus, dass der Nvidia-Konkurrent leer ausgehen wird.

Doch dem ist nicht so. Heute vermelden Meta und AMD im Einklang die neue Partnerschaft, die mit 60 Milliarden US-Dollar sogar noch ein Stück größer ausfällt. So viel soll Meta an AMD in einem Zeitraum von fünf Jahren zahlen, um im Gegenzug „AI Chips“ für die eigenen KI-Rechenzentren zu bekommen. Allerdings erhält Meta zugleich die Option, bis zu 10 Prozent der Firmenanteile von AMD zu erwerben.

Helios-Racks mit „Custom MI450“ und Epyc Venice

In den offiziellen Pressemitteilungen ist von „bis zu 6 Gigawatt“ an AMD Instinct GPUs die Rede. Doch letztlich handelt es sich um das Gesamtpaket in Form der Helios-Racks, die neben den KI-Beschleunigern auch klassische CPUs der neuen Generation AMD Epyc Venice umfassen. Die ersten Lieferungen sollen im zweiten Halbjahr 2026 erfolgen und eine „custom AMD Instinct MI450-based GPU“ beinhalten. Damit wird den von Semianalysis gestreuten und von AMD vehement dementierten Gerüchten um eine Verspätung der MI450-Generation eine weitere Absage erteilt. Ob es sich letztlich aber wirklich um die Modellreihe MI455X handelt, bleibt abzuwarten.

Der zweite große KI-Deal für AMD

Für AMD könnten bald rosige Zeiten anbrechen, während das Unternehmen bisher klar im Schatten des dominanten Marktführers Nvidia steht. Vor rund vier Monaten war nämlich ein weiterer großer KI-Deal beschlossen worden. In diesem hatte OpenAI seinerseits die Abnahme großer Mengen an Helios-Racks von AMD zugesichert. Für AMD könnte dieser Deal allein einen Umsatz von 100 Milliarden US-Dollar über die kommenden Jahre bedeuten. Allerdings wurde auch dort die Option von einem Aktienkauf vereinbart, über den OpenAI Stand heute etwa 10 Prozent der AMD-Anteile erwerben würde.

Im Zuge der beiden Mega-Deals könnten also 20 Prozent von AMD ihren Besitzer wechseln. Anleger sind aber vielmehr an den riesigen Umsatzsteigerungen interessiert, sodass die AMD-Aktie nach Bekanntwerden des neuen Meta-Deals um rund 10 Prozent zulegen konnte.